Wirbelschichttrockner

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Wirbelschicht-Trockner und -Kühler sind Teile einer Trocknungsanlage, in der Luft entgegen der Schwerkraft durch das Produkt strömt und mit diesem eine Wirbelschicht bildet. Andere Teile sind Gebläse und Wärmetauscher. Trockner und Kühler sind entweder getrennte Einheiten oder eine kombinierte Maschine, bei der zwei Drittel der Länge zum Trocknen und ein Drittel zum Kühlen vorgesehen sind. Eine Anwendung ist die schnelle und schonende Trocknung und anschließende Kühlung von Getreideflocken, wie Haferflocken, die mit einer Endfeuchte von ca. 11 % lagerfähig sind.

Aufbau und Funktion

Durch die Neigung des Gerätes und die spezielle Lochung des Siebrostes wird eine zum Auslauf hin gerichtete Bewegung bewirkt, wobei dem Behandlungsgut Feuchtigkeit und Wärme entzogen wird. Die Luftzuführungskanäle unter dem Siebrost sind in Fließrichtung geteilt. Die Luftströmung wird abwechselnd durch sogenannte Pulsatoren, das sind durch einen Getriebemotor angetriebene rotierende Klappen, unterbrochen. Dadurch wird erreicht, dass sich das Wirbelbett abwechselnd setzt und jedes Teilchen vom Luftstrom umspült und gleichmäßig behandelt wird. Am Auslauf befindet sich eine Stauklappe, mit der die Höhe des Wirbelbettes eingestellt werden kann. Die Neigungsverstellung ermöglicht die Anpassung an unterschiedlich zu behandelnde Produkte. Die erforderliche Luftströmung wird durch Ventilatoren für Kühlluft erzeugt. Vor der Trockensektion ist ein Lufterhitzer angeordnet, der meist mit Dampf beheizt wird. Luftdrosselklappen und Abluftdrosselklappen erlauben die richtige Wahl der Luftmengen.

Literatur