Reichenau (Landkreis Konstanz)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Reichenau
Reichenau (Landkreis Konstanz)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Reichenau hervorgehoben
Koordinaten: 47° 42′ N, 9° 4′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Konstanz
Höhe: 402 m ü. NHN
Fläche: 12,72 km2
Einwohner: 5299 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 417 Einwohner je km2
Postleitzahl: 78479
Vorwahlen: 07534, 07531
Kfz-Kennzeichen: KN
Gemeindeschlüssel: 08 3 35 066
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Münsterplatz 2 (Mittelzell)
78479 Reichenau
Webpräsenz: www.reichenau.de
Bürgermeister: Wolfgang Zoll
Lage der Gemeinde Reichenau im Landkreis Konstanz
BodenseeBodenseekreisLandkreis WaldshutSchwarzwald-Baar-KreisLandkreis TuttlingenLandkreis SigmaringenAach (Hegau)AllensbachBodman-LudwigshafenBüsingen am HochrheinStockachEigeltingenEngenGaienhofenGailingen am HochrheinGottmadingenHilzingenHohenfels (bei Stockach)KonstanzMainauMoos (am Bodensee)Mühlhausen-EhingenMühlingenÖhningenOrsingen-NenzingenRadolfzell am BodenseeReichenau (Landkreis Konstanz)Reichenau (Landkreis Konstanz)Reichenau (Landkreis Konstanz)Reichenau (Landkreis Konstanz)Rielasingen-WorblingenSingen (Hohentwiel)SteißlingenStockachTengenVolkertshausenSchweizKarte
Über dieses Bild

Reichenau ist eine Gemeinde im Landkreis Konstanz in Baden-Württemberg. Sie umfasst die zum UNESCO-Welterbe zählende gleichnamige Insel und Flächen auf dem Festland.

Geographie

Ausdehnung und Gliederung des Gemeindegebiets

Die Gemeinde Reichenau setzt sich zusammen aus insgesamt sechs oder sieben getrennten Gebietsteilen oder Gemarkungsstücken,[2] je nachdem man Schopflen auf dem Reichenauer Damm als einen von der Insel separaten Gebietsteil betrachtet. Die fünf übrigen Gebietsteile liegen auf der Halbinsel Bodanrück:

f1Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM

Nr. Gebietsteil
(Gemarkungsstück)
Fläche
(ha)
Bevölkerung
Schätzung
2008
Bevölkerung
VZ 1961
Bevölkerung
VZ 1905
Bevölkerung
VZ 1885
WGS 84-Koordinaten
1 Insel Reichenau 444 3203 2353 1484 1523 47° 41′ 35″ N, 9° 3′ 47″ O
2 Schopflen 134 47° 41′ 11″ N, 9° 6′ 2″ O
3 „Festland“ 261 1909 1687 27 8 47° 41′ 40″ N, 9° 7′ 25″ O
4 Gewann Schlafbach 242 9 7 3 6 47° 43′ 55″ N, 9° 2′ 18″ O
5 Flur Zugwiesen 54 47° 40′ 8″ N, 9° 8′ 32″ O
6 Schönenberg (Exklave) 125 47° 43′ 17″ N, 9° 6′ 32″ O
7 Gewann Galgenacker 12 47° 42′ 28″ N, 9° 5′ 18″ O
Gemeinde Reichenau 1272 5121 4047 1514 1537  

Insel Reichenau

Die Insel Reichenau liegt im Untersee, dem westlichsten Teil des Bodensees. Sie hat eine Fläche von 444 Hektar und eine Bevölkerung von rund 3200 (Schätzung 2008). Sie ist durch den 1838 errichteten Reichenauer Damm mit dem Festland verbunden. Die Insel ist das historische, kulturelle und verwaltungsmäßige Zentrum der Gemeinde. Sie weist drei Ortsteile auf. Diese haben jedoch keine stark ausgeprägten Siedlungskerne, sondern sind eher Streusiedlungen. Deshalb wurden früher innerhalb dieser Inselbereiche noch weitere Weiler und allein stehende Häuser und Häusergruppen namentlich benannt (siehe Inselartikel). Die Inselortsteile sind:

  • Oberzell im Südosten
  • Mittelzell im Zentrum der Insel
  • Niederzell im Nordwesten

Schopflen

Reichenaudamm mit Pappelallee vom Bodensee-Rundweg oberhalb von Hegne aus gesehen.

Der 1838 errichtete Reichenauer Damm, der eine Fläche von 18 Hektar einnimmt, verbindet die Insel Reichenau über die auf seiner Südseite gelegene Burgruine Schopflen (die früher auf einer Untiefe errichtet worden war) mit dem Festland. Auf ihm verläuft die Landesstraße L 221 Konstanz-Reichenau (Pirminstraße) als 1300 Meter lange Pappelallee. Nur der Bruckgraben, ein 10 Meter breiter und 95 Meter langer Durchlass für Boote, unterbricht den Damm. Die niedrige Reichenauer Brücke überquert den Bruckgraben, der den Rheinsee im Süden mit dem Gnadensee im Norden verbindet, zur Insel Reichenau. Unmittelbar vor der Reichenauer Brücke steht auf der Nordseite der Straße eine Statue des Heiligen Pirmin. Zu diesem Gebietsteil sind auch die Moosgebiete nördlich und südlich des Reichenauer Dammes zu rechnen.

„Festland“

Der wichtigste Festlands-Gebietsteil der Gemeinde, mit einer Fläche von 261 Hektar und einer Bevölkerung von 1900 (Schätzung 2008), schließt sich im Osten an den Reichenauer Damm an, der bei der Kapelle Kindlesbild beginnt. Erst mit dem Bau der Eisenbahn in den 1860er Jahren entstanden hier erste Wohnplätze, nämlich Bahnhof und Bahnwärterhäuser. Wegen der Begrenzung der Bautätigkeit auf der Insel erfolgte die Bautätigkeit der letzten Jahrzehnte vorwiegend in diesem Gemeindebereich. Folgende Ortsteile liegen hier:

  • die Waldsiedlung im Westen mit 570 Einwohnern (Schätzung 2008). Anfangs stand hier ein Bahnwärterhaus, genannt Im Gaisbühl.
  • die ausgedehnte Siedlung Lindenbühl im Osten, die in jüngster Zeit stark gewachsen ist, mit 1139 Einwohnern (ursprünglich Häuser im Bahnhofsgebiet[3]). Die Siedlung ist zusammengewachsen mit der Siedlung Eichbühl, einem Ortsteil des Konstanzer Stadtteils Wollmatingen, der sich östlich anschließt. Die Grenze zwischen Lindenbühl und Eichbühl verläuft etwa entlang des Illenau-Wegs.
  • das Zentrum für Psychiatrie Reichenau (ZfP) mit 200 Einwohnern. Dieses wurde 1913 als psychiatrische badische Heil- und Pflegeanstalt gegründet, in der kombiniert Psychotherapie und Sozialpsychiatrie praktiziert wurden. Unter nationalsozialistischer Herrschaft wurden ab dem Jahr 1934 Zwangssterilisationen durchgeführt und 1940 die Schließung der Anstalt beschlossen.[4] Bis zum März 1941 wurde die Anstalt in Umsetzung der Aktion T4 komplett geräumt. 508 Patienten wurden mit den grauen Bussen in die NS-Tötungsanstalt Grafeneck verschleppt und dort ermordet.[5][6] Heute erinnert ein Mahnmal – auf dem Klinikgelände vor dem Haus 20 – an die Opfer der Tötungsaktion. Bereits im April 1941 wurde in den ehemaligen Anstaltsgebäuden der Schulungsbetrieb der neugegründeten Nationalpolitischen Erziehungsanstalt (Napola) Reichenau aufgenommen, die bis 1945 bestand. 1949 erfolgte die Wiedereröffnung der psychiatrischen Klinik. Zum 1. Januar 1996 wurde das Psychiatrische Landeskrankenhaus Reichenau in eine rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts mit dem gegenwärtigen Namen umgewandelt. Seit dem Jahr 2000 ist das Zentrum Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Konstanz.[7][8]

Gelegentlich wird die Einrichtung zum Ortsteil Lindenbühl im weiteren Sinne gerechnet.

Schlafbach

Das Gewann Schlafbach ist eine etwa 242 Hektar große unechte Exklave im Nordwesten, am nördlichen Seeufer des Gnadensees, zwischen der Gemeinde Radolfzell und der Gemeinde Allensbach. Hier liegt der gleichnamige kleine Ortsteil:

Zugwiesen

Eine weitere unechte, unbewohnte Exklave ist die Flur Zugwiesen am Nordufer des Seerheins, auch ein Gewann. Das Gebiet mit annähernd dreieckigem Grundriss und mit einer Fläche von rund 54 Hektar ist vom Konstanzer Stadtteil Industriegebiet umgeben, und zwar vom Wollmatinger Ried im Westen (davon abgegrenzt durch den Gottlieber Weg) und vom Ortsteil Unterlohn im Osten. Im Süden ist das Gebiet durch den Seerhein begrenzt. Am gegenüberliegenden Südufer des hier 100 bis 300 Meter breiten Seerheins liegen die Gemeinde Tägerwilen (Schweiz) und die Gemarkung Tägermoos. Die Exklave gehört zum Naturschutzgebiet Wollmatinger Ried.

Schönenberg

Eine echte Exklave ist ein über 3000 Meter langer und 50 bis 650 Meter breiter bergiger Waldstreifen zwischen der Gemeinde Allensbach (Ortsteil Hegne) und dem Konstanzer Stadtteil Dettingen um die Erhebungen Gockelsberg, Junisberg, Schönenberg und Brückleberg (von Westen nach Osten), mit einer Fläche von 125 Hektar. Auch ein kleines Wiesengebiet im Westen ist Teil dieser Exklave, nämlich das Gewann In Blenden, unmittelbar östlich des Gockelbergs.

Galgenacker

Das Gewann Galgenacker ist 900 Meter langer sowie rund 70 bis 190 Meter tiefer Uferstreifen des Gnadensees gegenüber der Insel, der im Norden von der Bahnlinie begrenzt wird und diese im östlichen Teil mit einschließt. Der Name Galgenacker kommt von der früheren Funktion als Hinrichtungsstätte von Reichenau, da auf der Insel selbst keine Todesurteile vollstreckt werden durften.

Nachbargemeinden

Der zentrale Festlandsteil mit der Waldsiedlung und Lindenbühl grenzt im Osten an Konstanz (Wollmatingen) und im Westen an Allensbach (Hegne). Schlafbach grenzt im Osten an die Gemarkung Allensbach und im Norden an Kaltbrunn (beide Gemeinde Allensbach), und im Westen an Radolfzell (Markelfingen).

Klima

Durch die temperaturausgleichende Wirkung des Bodensees, die positiven Auswirkungen des Alpenföhns und die daraus resultierende hohe Zahl an Sonnentagen ist das Klima nicht nur auf der Insel, sondern auch noch im benachbarten Festlandsgebiet von Reichenau besonders mild.

Eingemeindungen

Die Gemeinde Reichenau war nie von einer Gemeindereform bzw. von Eingemeindungen betroffen.

Politik

Verwaltungsgemeinschaft

Die Gemeinde gehört der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Konstanz an.

Gemeinderat

Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in Reichenau führte zu folgendem amtlichen Endergebnis[9]. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
Kommunalwahl 2014
 %
40
30
20
10
0
37,8 %
35,2 %
18,3 %
8,7 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   2
   0
  -2
  -4
+1,5 %p
-2,2 %p
-0,7 %p
+1,4 %p
FWR Freie Wähler Reichenau 37,8 5 36,3 5
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 35,2 5 37,4 5
FLN Freie Liste Natur 18,3 3 19,0 3
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 8,7 1 7,3 1
gesamt 100,0 14 100,0 14
Wahlbeteiligung 60,0 % 61,5 %

Bürgermeister

  • 1945–1947: Georg Beck
  • 1947–1969: Karl Beck
  • 1969–1993: Eduard Reisbeck
  • 1993–2009: Volker Steffens[10]
  • Am 25. Oktober 2009 wurde Wolfgang Zoll für die kommenden acht Jahre zum Bürgermeister gewählt und am 1. Februar 2010 für dieses Amt vereidigt. Am 12. November 2017 erfolgte die Wiederwahl mit 88,98 Prozent der 4371 wahlberechtigten Bürger.

Wappen

Blasonierung des nach endgültiger Tingierung am 7. Juli 1960 vom Innenministerium verliehenen Wappens: In Blau die Büste eines Abtes in rot bordiertem silbernen (weißen) Gewand und silberner (weißer) Mitra mit rotem Besatz und goldenen (gelben) Kreuzen, in der Rechten einen silbernen (weißen) Abtsstab mit zugewendeter Krümme haltend, links oben ein silberner (weißer) Schild mit durchgehendem roten Kreuz.[11]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Ein wesentlicher Grund dafür, dass die UNESCO im Jahr 2000 die Insel Reichenau zum Weltkulturerbe erklärte, sind die noch erhaltenen Bauwerke der ehemaligen Benediktinerabtei, vor allem aber die drei romanischen Kirchen:

  • Das Münster St. Maria und Markus, die ehemalige Klosterkirche in Mittelzell, heute katholische Pfarrkirche. Ihr ältester Bauteil wurde 816 geweiht. Es handelt sich um eine dreischiffige Basilika mit einem beeindruckenden Dachstuhl, der an einen umgedrehten Schiffsrumpf erinnert. Der Chor stammt aus der Zeit der Gotik. Im Westteil befindet sich der Markusaltar, der Reliquien des Evangelisten Markus enthalten soll.
  • Die St.-Georg-Kirche in Oberzell wurde ab 888 erbaut, sie enthält ottonische Wandmalereien aus dem 10. Jahrhundert und ist bis heute nahezu unverändert erhalten.
  • Die Kirche St. Peter und Paul in Niederzell wurde im 11. und 12. Jahrhundert erbaut, ihr Ursprung reicht jedoch in das 8. Jahrhundert zurück. Eindrucksvoll sind die Orgel und das Apsisbild.
Das Schloss Königsegg
  • Die evangelische Heilig-Geist-Kirche (1963) ist nicht historisch, aber ein sehenswertes Beispiel des Kirchenbaus der frühen 60er-Jahre.
  • Im Süden der Insel befindet sich das Schloss Königsegg aus dem 16. Jahrhundert. Das Gebäude beherbergt eine Schule für Logopädie und Physiotherapie. Im Schlossgarten finden im Sommer Theateraufführungen statt.
  • Auf dem Reichenauer Damm im Osten der Insel steht die Burgruine Schopflen, in der eine Aussichtsplattform steht.
  • Die „Villa Eilandfrieden“ auf einem 24.800 m² großen Grundstück mit einem englischen Landschaftsgarten wurde von der Familie Faber-Castell im Jahre 1905 erbaut, an dem die Benediktinerabtei bis 1540, dann der Bischof von Konstanz bis 1576 ein Rebgut besaßen. Mit 120 Metern Seeufer liegt es direkt am Bodensee. In dem schlossähnlichen Gebäude mit 623 m² Wohnfläche auf über drei Etagen lebte zeitweise die Schauspielerin und Schriftstellerin Ellen Delp (1890–1990), die auch hier starb.

Museen

Museum Reichenau

Das Museum Reichenau informiert hauptsächlich über die Geschichte des Bodenseeraums, die Klostergeschichte und Baugeschichte der drei romanischen Kirchen, das Schaffen Reichenauer Künstler und die Bürgergeschichte der Reichenau. Die Ausstellung verteilt sich über drei Museen. Die Museen befinden sich nahe den bedeutenden Kirchen. Das alte Fachwerkhaus in Mittelzell mit dem Neubau neben dem alten Museum. Weiter die Museen Oberzell und Niederzell.[12][13]

Im Zentrum für Psychiatrie Reichenau (ZfP) befindet sich mit dem Psychiatriemuseum ein Museum über die Geschichte der Psychiatrie in Reichenau.

Kräutergarten

Der Kräutergarten

Neben dem Münster in Mittelzell liegt ein Kräutergarten, der laut dem Werk De cultura hortorum des Walahfrid von der Reichenau, in dem er die Heilwirkung verschiedener Kräuter beschreibt, schon im 9. Jahrhundert bestanden haben soll.

Naturdenkmäler

Ein großer Teil der Insel steht unter Landschaftsschutz, einzelne Gebiete auch unter Naturschutz. Die ufernahen Feuchtgebiete beherbergen typische Tier- und Pflanzengesellschaften der Bodenseeregion.

Wirtschaft und Infrastruktur

War die Reichenau zu klösterlicher Zeit ein Weinbaugebiet, so dominiert heute der Gemüse- und Obstanbau die Landwirtschaft; nur noch wenige Hektar Rebland werden bewirtschaftet. Daneben ist natürlich der Tourismus die Haupteinnahmequelle der Reichenauer.

Das Zentrum für Psychiatrie Reichenau (ZPR) ist ein Fachkrankenhaus und psychiatrisches Pflegeheim auf dem Festland oberhalb der Bahnlinie Radolfzell-Konstanz. Das ZPR ist akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Konstanz.

Verkehr

Bahnhof (2013)

Auf der Straße erreicht man Reichenau über die Bundesstraße 33, von der zwischen Radolfzell und Konstanz im Reichenauer Ortsteil Lindenbühl die Landesstraße über den Damm auf die Insel abzweigt.

Der Bahn-Haltepunkt Reichenau befindet sich im Ortsteil Lindenbühl. Er liegt an der Hochrheinbahn (BaselKonstanz) der Badischen Hauptbahn. Die Strecke ist in diesem Abschnitt auch Teil der Schwarzwaldbahn. Hier verkehrt auch der Seehas, eine Verbindung von EngenSingen (Hohentwiel) – Radolfzell – Reichenau – Konstanz und weiter in die Schweiz nach Kreuzlingen. Mit den Schiffen der Weißen Flotte gibt es Verbindungen zu allen Orten am Untersee und den Rhein hinab bis nach Schaffhausen. Über Konstanz sind nahezu alle Orte am Bodensee zu erreichen.

Ansässige Unternehmen

Die Bezirkssparkasse Reichenau hat ihren Sitz im Ort.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

  • Romuald Weltin (1723–1805), Benediktiner, Reichsabt der Abtei Ochsenhausen
  • Gideon Spicker (1840–1912), Religionsphilosoph
  • Georg Beck (1890–1968), geboren in Oberzell, Kommunalpolitiker, Landrat im Landkreis Überlingen
  • Ingo Maurer (* 1932), Designer und Firmengründer

Persönlichkeiten, die in der Gemeinde gelebt haben und/oder leben

Literatur

  • Wolfgang Erdmann: Die Reichenau im Bodensee. Geschichte und Kunst. 11., von Bernd Konrad durchgesehene und um ein Kapitel zum spätgotischen Chor erweiterte Aufl., Königstein i. Ts. (Die Blauen Bücher) 2004, ISBN 978-3-7845-1222-8. (Mit englischen u. franz. Résumées.)
  • Heinz Finke: Inselspaziergänge – Werd, Liebesinsel, Reichenau, Mainau, Dominikanerinsel, Lindau. Rosgarten-Verlag / Südkurier GmbH, Konstanz 1990, ISBN 3-87685-122-X.
  • Theo Keller, Monika Spicker-Beck, Hans Ulrich Wepfer: Reichenau – Schöne Insel im Bodensee. [Übers.: Engl. von Claire Gordon. Franz. von Nicole Gellrich. Ital. von Salvatore Meli]. Stadler, Konstanz 1992, ISBN 3-7977-0263-9. (Text dt., engl., franz. und ital.)
  • Landesdenkmalamt Baden-Württemberg und Landesbildstelle Karlsruhe (Hrsg.): Insel Reichenau – Unesco-Weltkulturerbe; Natur – Kultur – Geschichte. [Redaktion: Meike Habicht; Frank Thomas Lang]. Staatsanzeiger-Verlag, Stuttgart 2003, ISBN 3-929981-31-9.

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2017 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. LeoBW Landeskundliches Informationssystem Baden-Württemberg: Reichenau
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg. Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2. S. 758–761.
  4. Thomas Zoch: Vom Alltag im Seelenabgrund. In: Südkurier vom 2. Mai 2013, S. 27
  5. [1]@1@2Vorlage:Toter Link/www.hwelt.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus
  6. Heinz Faulstich: Von der Irrenfürsorge zur 'Euthanasie'. Geschichte der badischen Psychiatrie bis 1945.
  7. www.medizinfo.de (PDF; 370 kB)
  8. Hans-Jürgen Seelos, Klaus Hoffmann (Hrsg.): 100 Jahre Eröffnung des heutigen Zentrums für Psychiatrie Reichenau, Psychiatrie-Verlag, Köln, 2013, ISBN 3-88414-536-3. (Maßregelvollzug, Suchtkranke, Demenz, Nationalsozialistische Zeit). Besprochen bei Beate Schierle: Als die Psychiatrie der Region ihre Unschuld verlor. In: Südkurier vom 16. August 2013.
  9. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Kommunalwahlergebnis 2014@1@2Vorlage:Toter Link/www.statistik.baden-wuerttemberg.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  10. Früherer Reichenauer Bürgermeister Volker Steffens stirbt während Autofahrt auf B33, Südkurier, 6. November 2014
  11. Wappenbeschreibung bei Landeskunde entdecken online
  12. Museum Reichenau. In: Sauwettertipps. Sonderheft der Bodensee Ferienzeitung. Ausgabe 2/2009. Südkurier GmbH Medienhaus, Konstanz 2009, S. 7.
  13. Thomas Zoch: Feiertag im Doppelpack. In: Südkurier vom 2. August 2017, S. 25.

Weblinks

 Commons: Reichenau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Reichenau – Quellen und Volltexte


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