LZ 99

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LZ 99 (L 54)

LZ 99 (L 54) war ein Militärluftschiff vom Typ U der deutschen Kaiserlichen Marine, das am 13. August 1917 in Dienst gestellt wurde. Standorte des Zeppelins waren Wittmundhaven und Tondern.

Technische Beschreibung des Luftschiffes

Das Luftschiff hatte eine Länge von 196,5 Metern bei einem Durchmesser von 23,9 Metern und es wurde von fünf Maybach-Motoren mit je 240 PS angetrieben. Der Zeppelin hatte vier Gondeln und vier Propeller. Die Anzahl der Gaszellen in der Hülle betrug vierzehn Stück mit insgesamt 55.800 Kubikmetern Fassungsvermögen für das Traggas Wasserstoff. Durch einen Umbau der Motoren im März 1918 wurde die Motorenleistung auf je 260 PS gesteigert.[1]

Einsatzorte

L 54 Pour le Mérite

Die LZ 99 (L 54) wurde für Aufklärungsfahrten über der Nordsee und für zwei Angriffe auf England eingesetzt. Am 13. März 1918 erfolgte der Geschwaderangriff auf die Batterien von Spurn Head und Grimsby. Das Luftschiff geriet in schweres Geschützfeuer und dabei wurde von einem Propeller Eisanhaftungen in die Hülle geschleudert. Durch einen nachfolgenden Gaseintritt in die Kabine wurden zwei Besatzungsmitglieder ohnmächtig und nur mit allergrößter Mühe konnte die LZ 99 (L 54) ihren Heimathafen erreichen.

Kapitän Treusch von Buttlar-Brandenfels wurde nach diesem Einsatz am 9. April 1918 der Orden Pour le Mérite verliehen; ferner wurde auf der Frontseite seiner Kapitänskanzel der Pour le Mérite-Orden aufgemalt.

Am 19. Juli 1918 wurde die LZ 99 (L 54) zusammen mit der L 60 durch einen Flugzeug-Bombenangriff auf ihren Liegeplatz in Tondern zerstört. Die sieben Sopwith Camel-Jagdeinsitzer wurden von der Furious, dem ersten Flugzeugträger, gestartet.[2][3]

Kapitäne vom Luftschiff LZ 99 (L 54)

Die Führung des Luftschiffes für vier Fahrten erfolgte vom 20. August 1917 bis 11. September 1917 durch Kapitän Ludwig Bockholt. Am 16. September 1917 wurde er von Kapitän Treusch von Buttlar-Brandenfels abgelöst. Dieser hatte das Kommando für 27 Fahrten bis zum 19. Juli 1918 inne.

Erster Offizier war von September 1917 bis Juli 1918 Oberleutnant zur See Hans von Schiller.[4]

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Quellen: Peter Meyer: Luftschiffe – Die Geschichte der deutschen Zeppeline. Bernard & Graefe Verlag, Bonn 1996, ISBN 3-7637-5951-4.

Weblinks

 Commons: LZ 99 / L 54 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. zeppelin-museum.dk – L 54 Abgerufen am 28. Dezember 2016
  2. Peter Meyer: Luftschiffe – Die Geschichte der deutschen Zeppeline. Bernard & Graefe Verlag, Bonn 1996, ISBN 3-7637-5951-4.
  3. zeppelin-museum.dk Abgerufen am 28. Dezember 2016
  4. Oberleutnant Hans von Schiller auf zeppelin-museum.dk.