Interpunktionszeichen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Der Begriff Interpunktionszeichen wird auf zweierlei Weise verstanden:

  • Oft wird er als gleichbedeutend mit Satzzeichen aufgefasst. Dieser Verwendungsweise begegnet man bei Kürschner[1] (284f.) ebenso wie im Duden.[2] Sie scheint die verbreitetere Version zu sein. In diesem Fall werden also auch die Interpunktionszeichen, die sich lediglich auf ein einzelnes Wort beziehen, einbezogen.
  • Gelegentlich werden aber auch Satzzeichen systematisch von Wortzeichen unterschieden. Unter Wortzeichen fallen dann diejenigen, die nicht zur Gliederung eines Satzes dienen, sondern lediglich einzelne Wörter betreffen: Apostroph, Bindestrich, Trennungsstrich und Ergänzungsstrich oder der Punkt bei Abkürzungen („Dr.“). In diesem Fall ist Interpunktionszeichen als Oberbegriff für Wort- und Satzzeichen aufzufassen. Diese Unterscheidung findet man im linguistischen Nachschlagewerk Metzler Lexikon Sprache von Glück[3] unter dem Stichwort „Interpunktion“.

Siehe auch

Weblinks

 Wiktionary: Interpunktionszeichen – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. Wilfried Kürschner: Grammatisches Kompendium. Systematisches Verzeichnis grammatischer Grundbegriffe. 3., verm. und bearb. Auf. Francke, Tübingen/Basel 1997. ISBN 3-8252-1526-1
  2. Duden. Deutsches Universalwörterbuch. 4., neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2001. ISBN 3-411-05504-9
  3. Helmut Glück (Hrsg.), unter Mitarbeit von Friederike Schmöe: Metzler Lexikon Sprache. 3., neu bearbeitete Auflage. Metzler, Stuttgart/Weimar 2005, ISBN 3-476-02056-8.