Goebel Goe III

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Goebel Goe III

Der Umlaufmotor Goebel Goe III war ein deutscher Flugmotor gegen Ende des Ersten Weltkrieges.

Geschichte

Mitte 1917 zeigte sich eine immer erdrückendere Übermacht der alliierten Jagdflieger. Die deutschen Flugzeughersteller konnten aber nur auf flüssigkeitsgekühlte Reihenmotoren der 160–185-PS-Klasse (Mercedes D III, BMW IIIa etc.) zurückgreifen. Damit lag die Lösung nahe, wieder vermehrt auf Umlaufmotoren zu setzen, da diese ein besseres Leistungsgewicht hatten. Oberursel schuf den Doppelsternmotor UR.III, Siemens-Halske den Sh III und in der Gandenbergerschen Maschinenfabrik in Darmstadt entwarf Georg Goebel den Goe III. Alle waren für eine Leistung um 180 PS ausgelegt. Die Siemens-Schuckert D.IV zeigte, dass die Überlegungen zum Einbau von Umlaufmotoren richtig waren. Der 1918 entwickelte Goebel Goe III war der größte deutsche Umlaufmotor im Einsatz. Insgesamt wurden nur 229 gebaut, die in verschiedenen Prototypen getestet wurden. Ein Einbau bei einem Serienflugzeug im größeren Umfang ist nicht bekannt. Lediglich 12 Maschinen der ohnehin kleinen Fokker D.VI-Serie waren damit ausgestattet.

Technische Daten

  • 9 Zylinder
  • Hubraum: 27 l
  • Trockengewicht: 178 kg
  • Startleistung: 187 PS (137 kW) bei 1250/min.
  • Dauerleistung: 165 PS (120 kW) bei 1200/min
  • Einheitsgewicht: 0,91 kg/PS
  • spez. Verbrauch: 320 g/PS-Stunde (435 g/kW-Stunde)

Flugzeuge

Roland D.XVI

Literatur

  • Kyrill von Gersdorff, Kurt Grasmann: Flugmotoren und Strahltriebwerke. Bernard & Graefe Verlag, 1981, ISBN 3-7637-5272-2.

Weblinks

 Commons: Goebel Goe III – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien