Christian Conrad Nopitsch

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Christian Conrad Nopitsch (* 28. Mai 1759 in Kirchensittenbach; † 4. August 1838 in Schönberg (Lauf an der Pegnitz)) war ein deutscher evangelischer Pfarrer, Nürnberger Lokalhistoriker und Lexikograph.

Herkunft und Familie

Familienwappen der Nopitsch

Christian Conrad Nopitsch entstammte der Familie Nopitsch, die Mitte des 17. Jahrhunderts aufgrund ihres evangelischen Glaubens aus der Marktgemeinde Gresten in Niederösterreich fliehen musste und sich im Gebiet der Reichsstadt Nürnberg (in "Petzensteinerhüll", heute Hüll (Betzenstein)) niederließ. Er war neben dem späteren Musikdirektor in Nördlingen, Christoph Friedrich Wilhelm Nopitsch (1758–?), einer von vier Söhnen des Pfarrers Conrad Nopitsch (1722–1790).

Leben

Von seinem Vater wurde Christian Conrad Nopitsch im Lateinischen, Griechischen, Hebräischen und Französischen unterrichtet. Ab 1777 studierte er an der Universität Altdorf Theologie. Anschließend arbeitete er als Hauslehrer in Nürnberg, jedoch musste er diese Stelle nach einem Jahr wieder verlassen, da er seinem Vater in dessen Pfarrstelle in Pommelsbrunn aushelfen musste. 1792 wurde Christian Conrad Nopitsch schließlich zum Pfarrer in Altenthann (Schwarzenbruck) ernannt. Beim Historiker und Professor Georg Andreas Will, den er von seiner Studienzeit in Altdorf kannte, war Nopitsch bis zu dessen Tod 1798 Hausbibliothekar. Nach Georg Andreas Wills Tod gab Nopitsch 1801 eine zweite, mit Nachträgen versehene Auflage der Willschen „Geschichte der Nürnbergischen Universität Altdorf“ und von 1802 bis 1808 in neuer Form das selbständige Nachtragswerk des Nürnbergischen Gelehrten-Lexikons ebenfalls in vier Bänden heraus.

Verheiratet war Nopitsch mit Felicitas Christiana Guettlers, der Tochter eines Nördlinger Kaufmanns. Zusammen hatten sie 3 Söhne und 3 Töchter.

Sonstiges

  • Christian Conrad Nopitsch war seit 1809 Mitglied des Pegnesischen Blumenordens.
  • Die Nopitschstraße, die durch die Nürnberger Stadtteile Gibitzenhof und Schweinau verläuft, ist ihm zu Ehren benannt.

Werke (Auswahl)

  • Wegweiser für Fremde in Nürnberg, oder topographische Beschreibung der Reichsstadt Nürnberg nach ihren Plätzen, Märkten, Gassen, Gäßchen, Höfen, geist- und weltlichen öffentlichen Gebäuden, in alphabetische Ordnung gebracht. Hrsg. von Christian Conrad Nopitsch; Nürnberg, Raspe, 1801
  • Georg Andreas Will's Nürnbergisches Gelehrten-Lexicon oder Beschreibung aller nürnbergischen Gelehrten beyderley Geschlechtes nach ihrem Leben, Verdiensten und Schriften, zur Erweiterung der gelehrten Geschichtskunde und Verbesserung vieler darinnen vorgefallenen Fehler aus den besten Quellen in alphabetischer Ordnung (von Christian Conrad Nopitsch ergänzt und fortgeführt; erschienen 1802–1808)
  • Literatur der Sprichwörter. Ein Handbuch für Literarhistoriker, Bibliographen und Bibliothekare. Verfasst von Christian Conrad Nopitsch, Königlich-Baierischem Pfarrer und Local-Schulinspector zu Schönberg, Camerar des Decanats Lauf und Mitglied des Pegnesischen Blumenordens. Nürnberg, in der J.L.Lechner'schen Buchhandlung, 1822

Weblinks