Liste von Eisenbahnunfällen in Deutschland

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Die Liste von Eisenbahnunfällen in Deutschland enthält eine chronologische Auflistung von Unfällen bei den deutschen Eisenbahnen, bei denen der Verlust von Menschenleben zu beklagen war, erheblicher Schaden verursacht wurde oder die aus anderen Gründen erwähnenswert sind.[Anm. 1]

Die Eisenbahn gilt im Vergleich zum Straßenverkehr als sehr sicher, doch auch hier lassen sich Unfälle nicht ausschließen. Die Zugbeeinflussung Indusi wurde ab 1934 in Deutschland eingeführt, um Kollisionen zu vermeiden. Kriegsbedingter Mehrverkehr und erschwerte Betriebsbedingungen führten zu vermehrten Eisenbahnunfällen während der beiden Weltkriege. Mit dem Aufkommen von Reisezugwagen in Ganzstahlbauweise nach dem Zweiten Weltkrieg sind die Passagiere bei Zusammenstößen wesentlich besser geschützt als in den Wagen mit Holzaufbauten.

Die Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung (BEU) veröffentlicht für Ereignisse ab dem Jahr 2000 die Ergebnisse der Unfalluntersuchungen online auf ihrer Internetseite.

19. Jahrhundert

Vor 1880

Darstellung des Unfalls von Jerxheim auf einem Blechtablett
Eisenbahnunfälle im Bahnhof Mainspitze in Frankfurt am Main am 16. August 1846
  • 9. September 1844 – Jerxheim, Braunschweig: Beim Eisenbahnunfall von Jerxheim entgleiste zwischen den Bahnhöfen Jerxheim und Neuwegersleben auf der Bahnstrecke Braunschweig–Oschersleben ein Personenzug. Ein Weichensteller oder Bahnwärter soll eine Schiene nicht ausreichend angezogen haben. Einige Passagiere wurden verletzt.
  • 2. Januar 1846 – Leimen-St. Ilgen, Baden: Beim Eisenbahnunfall von St. Ilgen stießen auf der Bahnstrecke Mannheim–Karlsruhe zwei Züge zusammen. Ein Mensch starb, 16 weitere wurden verletzt.
  • 16. August 1846 – Frankfurt-Sachsenhausen, Freie Stadt Frankfurt: Bei den Eisenbahnunfällen im Bahnhof Mainspitze in Frankfurt am Main überfuhren nacheinander zwei Züge das Streckenende, weil sich die Lokomotivführer verbremst hatten. Einer fuhr in die anschließende Brückenbaustelle. Die Lokomotive und einige Wagen stürzten ab. Der Heizer wurde getötet und ein Fahrgast verletzt.
  • 21. Januar 1851 – Avenwedde, Provinz Westfalen, Preußen: Beim Eisenbahnunfall von Avenwedde entgleiste die Dampflokomotive eines Schnellzugs, stürzte einen Bahndamm hinab und riss die folgenden vier Wagen mit sich, die ebenfalls entgleisten. Mindestens drei Personen wurden getötet sowie der mitreisende Prinz Friedrich Wilhelm von Preußen und sieben weitere Personen verletzt.
  • 28. Oktober 1863 – Frankenstein, Pfalz, Bayern: Beim Eisenbahnunfall von Frankenstein fuhr ein Personenzug auf einen anfahrenden Güterzug auf. Am Ende des Güterzugs war ein Packwagen eingereiht, in dem 50 Arbeiter mitfuhren. Sieben Menschen starben.
  • November 1869 – Förnbach, Bayern. Durch Funkenflug von einer Dampflokomotive entstand in Förnbach (Bahnstrecke München–Ingolstadt) ein Großbrand. Acht Wohnhäuser und eine Reihe von Wirtschaftsgebäuden werden zerstörte.[1]
  • 30. Mai 1870 (oder kurz zuvor) – Murg, Baden: Eine einzeln auf der Hochrheinbahn fahrende Lokomotive fuhr von hinten ungebremst in den Personenzug Nr. 22, der in Murg gehalten hatte, und zertrümmerte dessen letzte drei Wagen. Die Quelle vermutet, dass der Lokomotivführer betrunken war. Eine Frau starb, 28 Menschen wurden darüber hinaus verletzt, acht davon schwer.[2]
  • 21. Juni 1871 – Rackwitz, Sachsen: Beim Eisenbahnunfall von Rackwitz stießen auf der Bahnstrecke Trebnitz–Leipzig ein Personenzug und eine Lokomotive zusammen. 19 Menschen starben, 56 weitere wurden verletzt.
  • 1876 – Weidenthal, Pfalz, Bayern: Bei einem Eisenbahnunfall starb ein Mensch, darüber hinaus wurden mehrere verletzt.[3][4]

1880–1889

Der Unfall bei Hugstetten 1882 wurde durch unzureichendes Bremsen verursacht
  • 3. September 1882 – Hugstetten, Baden: Beim Eisenbahnunfall bei Hugstetten auf der Breisacher Bahn konnte ein Zug nicht mehr gebremst werden, so dass er entgleiste. Mit 64 Todesopfern war dies der schwerste Eisenbahnunfall in den ersten 100 Jahren deutscher Eisenbahngeschichte.
  • 2. September 1883 – Berlin-Steglitz, Preußen: Beim Eisenbahnunfall von Steglitz überschritt eine Menschenmenge ein Gleis, auf dem im gleichen Moment ein Eilzug von Berlin nach Magdeburg durchfuhr. Mindestens 39 Menschen starben.
  • 14. November 1884 – Hanau, Provinz Hessen-Nassau, Preußen: Beim Eisenbahnunfall von Hanau fuhr wegen einer unterlassenen telegrafischen Zugmeldung ein Personenzug auf einen Güterzug auf. Ein in der Gegenrichtung verkehrender Güterzug fuhr nachher in die Trümmer hinein. 22 Menschen starben, 26 wurden verletzt.
  • 1. Juli 1886 – Würzburg, Bayern: Beim Eisenbahnunfall von Würzburg stießen zwischen Schweinfurt und Würzburg aufgrund unzureichender Verständigung zwischen dem Fahrdienstleiter und einem Weichensteller zwei Züge frontal zusammen. 18 Menschen starben.
  • 7. Juli 1889 – Röhrmoos, Bayern: Beim Eisenbahnunfall von Röhrmoos geriet im Bahnhof Röhrmoos an der Strecke München–Ingolstadt bei einer außerplanmäßigen Kreuzung ein durchfahrender Schnellzug auf ein Stumpfgleis und stieß auf eine Gruppe abgestellter Güterwagen. Zehn Personen wurden getötet fünf darüber hinaus schwer und 19 leicht verletzt.[5] Nach dem Abstellen der Güterwagen war die Weiche nicht zurückgestellt worden.

1890–1899

  • 19. September 1895 – Oederan, Sachsen: Beim Eisenbahnunfall von Oederan auf der Bahnstrecke Dresden–Chemnitz stießen ein Militärzug und ein Personenzug zusammen. Zehn Menschen starben, sechs wurden verletzt.
Trümmer des letzten im Jahr 1900 in Mühlheim am Main verunfallten Wagens
  • 18. Mai 1897 – Pelm, Rheinprovinz, Preußen: Der Eisenbahnunfall von Pelm auf der Eifelstrecke wurde durch eine Zugtrennung verursacht. Der vordere Zugteil wurde daraufhin in Pelm angehalten. Die abgetrennten Wagen fuhren mit der Schiebelokomotive langsamer weiter und prallten im Nebel auf den stehenden Zugteil auf. Zehn Menschen starben bei dem Unfall, 40 wurden verletzt.

20. Jahrhundert

1900–1909

  • 7. Oktober 1900 – Schlierbach, Baden: Unfall zwischen den Bahnhöfen Heidelberg Karlstor und Schlierbach mit 9 Toten und 140 Verletzten,[6] da ein Personenzug außerplanmäßig auf freier Strecke zur Beendigung der Fahrkartenkontrolle hielt und ein anderer Personenzug auf diesen auffuhr.[7]
  • 8. November 1900 – Mühlheim am Main, Hessen: Beim Eisenbahnunfall von Mühlheim am Main fuhr zwischen den Bahnhöfen Mühlheim am Main und Offenbach am Main ein Personenzug auf einen Schnellzug auf. Die Trümmer wurden vom Gas der Beleuchtung entzündet und gerieten in Brand, zwölf Tote und vier Verletzte waren die Folge. Der Unfall beschleunigte die Einführung elektrischen Lichts in Reisezugwagen.
  • 9. Mai 1901[Anm. 2]Ludwigshafen, Pfalz, Bayern: Beim Eisenbahnunfall von Ludwigshafen überfuhr eine Lokomotive einen Prellbock, durchbrach die Stirnwand des Kopfbahnhofs und landete im Winterhafen. Eine Tote und zwei Verletzte waren die Folge.
  • 28. November 1901 – Horrem (Kerpen), Rheinprovinz, Preußen: Beim Eisenbahn-Attentat bei Horrem entgleiste ein Personenzug von Verviers nach Köln, weil eine ausgewechselte alte Schiene quer über das Gleis gelegt worden war. Der Anschlag forderte vier Tote und drei Schwerverletzte.
  • Lokomotive des Oostende-Wien-Express 1901 im Wartesaal des Central­bahnhofs Frankfurt
    6. Dezember 1901 – Frankfurt am Main, Provinz Hessen-Nassau, Preußen: Beim Eisenbahnunfall im Centralbahnhof Frankfurt überfuhr morgens um 5 Uhr die Lokomotive des Ostende-Wien-Express einen Prellbock und kam erst im Wartesaal zum Stillstand. Verletzt wurde im beinahe leeren Bahnhof niemand.
  • Beschädigte Lokomotiven nach dem Unfall von Altenbeken 1901
    20. Dezember 1901 – Altenbeken, Provinz Westfalen, Preußen: Der Eisenbahnunfall von Altenbeken auf der Strecke Hamm–Warburg war ein Auffahrunfall vor dem Bahnhof Altenbeken, bei dem zwölf Menschen starben. Ein D-Zug Köln–Berlin überfuhr auf offener Strecke ein entlaufenes Pferd und kam zum Stehen.
  • 5. Mai 1902 – Zschortau, Sachsen: Der Eisenbahnunfall von Zschortau wurde durch den Bruch einer Tenderachse am Nachtzug München–Berlin verursacht. Nach der Durchfahrt durch den Bahnhof entgleiste der Tender und drei Personenwagen. Zwei Reisende, darunter der bayrische Reichstagsabgeordnete Johann Friedel, wurden getötet und sieben Personen verletzt.
  • 19. November 1902 – Schwarzenfeld, Bayern: Beim Eisenbahnunfall von Schwarzenfeld fuhr der Schnellzug D 21 in der Ausfahrt des Bahnhofs Schwarzenfeld auf der Bahnstrecke Regensburg–Hof auf einen verspäteten Güterzug auf. Dessen letzte vier Wagen wurden zertrümmert, zwei Bremser des Güterzugs starben. Ursache war ein missverstandener telefonischer Befehl des Bahnhofsvorstehers an einen Bahnwärter.
  • 29. Mai 1903 – Drebkau, Provinz Brandenburg, Preußen: Beim Eisenbahn-Attentat bei Drebkau entgleiste ein Personenzug auf der Bahnstrecke Großenhain–Cottbus, nachdem ein Betrunkener eine Bahnschwelle quer über das Gleis gelegt hatte. Die Lokomotive und drei folgende Wagen entgleisten, wobei der vorderste Wagen vollständig zertrümmert wurde. Ein Toter und drei Schwerverletzte waren die Folge.
  • 1903 in Rothenkirchen entgleiste Schmalspurlokomotive IV K
    17. August 1903 – Rothenkirchen, Sachsen: Beim Eisenbahnunfall von Rothenkirchen auf der Schmalspurbahn Wilkau–Haßlau–Carlsfeld entgleiste die Lokomotive und zwölf Personenwagen des Abendzuges von Rothenkirchen nach Wilkau aufgrund überhöhter Geschwindigkeit. Er forderte drei Tote und dreißig Verletzte.
  • 2. Dezember 1903 – Herbolzheim, Baden: Beim Eisenbahnunfall von Herbolzheim stieß im Bahnhof Herbolzheim ein Schnellzug frontal in eine Rangierlokomotive. Dabei kam der Heizer des Schnellzuges ums Leben.
  • Zugentgleisung 1905 während des Bahnbaus in Schwegenheim
    25. Mai 1905 – Schwegenheim, Pfalz, Bayern: Beim Eisenbahnunfall bei Schwegenheim auf der sich damals im Bau befindlichen Lokalbahn Speyer–Neustadt eingleiste ein Materialzug wegen zu hoher Geschwindigkeit. Der Lokomotivführer starb, ein Arbeiter erlitt einen Armbruch.
  • 7. August 1905 – Spremberg, Provinz Brandenburg, Preußen: Der Eisenbahnunfall von Spremberg war ein Frontalzusammenstoß des Schnellzug Berlin–Hirschberg (heute Jelenia Góra, Polen) mit seinem Gegenzug nach einem Fehler eines unter Alkoholeinfluss stehenden Fahrdienstleiters. 19 Menschen starben. Noch im selben Jahr wurde der Alkoholgenuss im Dienst verboten.
  • 1. Mai 1906 – Regenstauf, Bayern: Beim Eisenbahnunfall von Regenstauf fuhr der Zug D 21 durch eine falsch gestellte Weiche auf einen Güterzug auf, den er eigentlich überholen sollte. Prominenter Fahrgast des Zuges war Thomas Mann, der das Geschehen in der Erzählung Das Eisenbahnunglück verarbeitete.
  • 29. oder 30. Dezember 1906 – Kalscheuren, Provinz Großherzogtum Niederrhein, Preußen: Der Wien-Ostende-Express fuhr auf einen Güterzug auf, weil der Lokomotivführer wegen Nebels ein „Halt“ zeigendes Signal überfuhr.[8]
  • 30. Dezember 1906 – Ottersberg, Provinz Hannover, Preußen: Der Nachtschnellzug Hamburg–Köln fuhr bei dem Eisenbahnunfall von Ottersberg auf einen rangierenden Güterzug auf, weil der Lokomotivführer wegen Nebels ein „Halt“ zeigendes Signal überfuhr.
  • 1. Mai 1907 – Spandau, Provinz Brandenburg, Preußen: Beim Zusammenprall eines Güterzuges mit einem Triebwagen der Spandauer Straßenbahn kamen zwei Fahrgäste ums Leben, der Triebwagen wurde völlig zertrümmert und später wieder aufgebaut.[9]
  • 3. September 1907 – Rehfelde, Provinz Brandenburg, Preußen: Beim Eisenbahn-Attentat bei Rehfelde entgleiste der Schnellzug Insterburg–Berlin, nachdem ein Unbekannter Schienenschrauben gelöst hatte. Ausströmendes Gas entzündete sich im Speisewagen, der vollständig ausbrannte. Ein Reisender verbrannte, acht Menschen wurden verletzt.
  • 31. Oktober 1907 – Brohltalbahn, Rheinprovinz, Preußen: Beim Eisenbahnunfall von Oberzissen entgleiste ein zu Tal fahrender Güterzug mit Personenbeförderung und stürzte einen Bahndamm hinab. Fünf Menschen starben, sechs wurden schwer verletzt.
  • Nach der Kollision zweier Hoch­bahn­züge in Berlin 1908 am Knotenpunkt Gleisdreieck stürzte ein Waggon nach unten
    26. September 1908 – Berlin-Kreuzberg, Preußen: Beim U-Bahn-Unfall am Gleisdreieck kam es wegen Missachtung eines Signals am U-Bahnhof Gleisdreieck zu einer Flankenfahrt zweier Züge. Ein Wagen stürzte aus acht Metern Höhe auf den darunterliegenden Platz. 17 Menschen starben und 18 wurden schwer verletzt.
  • 28. Oktober 1908 – Stuttgart, Württemberg: Beim Eisenbahnunfall von Stuttgart überfuhr der verspätete D 38 von Berlin nach Zürich den Prellbock und kam erst im Bahnpostbüro zum Stehen. Dort wurde ein Mitarbeiter verletzt.
  • 28. Oktober 1909 – Züllichau, Provinz Brandenburg, Preußen (heute Sulechów, Polen): Beim Eisenbahnunfall von Züllichau befuhr der Güterzug 540 die Strecke Züllichau–Wollstein (Wolsztyn) und erfasste auf einem Bahnübergang ein Auto. Es ist der früheste in der Literatur dokumentierte Zusammenstoß zwischen einem Kraftfahrzeug und einem Zug mit Todesopfern.

1910–1919

  • 30. März 1910 – Köln-Mülheim, Rheinprovinz, Preußen: Beim Eisenbahnunfall von Köln-Mülheim stießen ein Militärzug und ein Lloyd-Express zusammen. 22 Menschen starben, 56 wurden verletzt.[10]
  • 9. Oktober 1910 – Jünkerath, Rheinprovinz, Preußen: Beim Eisenbahnunfall von Jünkerath stießen auf der Eifelstrecke ein Militärzug und ein Personenzug zusammen. Dabei verloren 16 Menschen ihr Leben und 28 wurden verletzt.
  • 17. Juli 1911 – Müllheim, Baden: Beim Eisenbahnunfall von Müllheim fuhr der D-Zug 9 von Mailand nach Berlin mit stark überhöhter Geschwindigkeit in eine Baustelle im Bahnhof Müllheim und entgleiste, weil der Lokomotivführer vorher größere Mengen Wein und Bier getrunken hatte. 14 Tote und 32 zum Teil schwer Verletzte waren die Folge.
Eisenbahnunfall in Weidenthal, 1912
  • 1912 – Weidenthal, Pfalz, Bayern: Bei einem Eisenbahnunfall starb ein Mensch, darüber hinaus wurden mehrere verletzt.[3][11]
  • 22. Oktober 1913 – Waldenburg, Provinz Schlesien, Preußen (heute Wałbrzych, Polen): Beim Eisenbahnunfall von Waldenburg entlief bei einem heftigen Sturm ein Güterwagen und stieß auf einem Bahnübergang mit einem Zug der Waldenburger Straßenbahn zusammen. 14 Menschen starben.
  • 14. Dezember 1913 – Braunsdorf, Sachsen: Beim Eisenbahnunfall von Braunsdorf fuhr ein Personenzug auf der Bahnstrecke Roßwein–Niederwiesa in Geröllmassen, die das Südportal des Harrastunnels verschüttet hatten. Ein Teil der Wagen verschachtelten sich ineinander und wurden völlig zertrümmert, so dass zehn Menschen ihr Leben verloren.
  • 28. Dezember 1915 – Bentschen, Provinz Posen, Preußen (heute Zbąszyń, Polen): Beim Eisenbahnunfall von Bentschen entgleiste beim Durchfahren des Bahnhofs aufgrund überhöhter Geschwindigkeit ein aus Berlin kommender Urlauberzug. 23 Menschen starben, 47 wurden verletzt.
  • 8. Oktober 1916 – Landsberg an der Warthe, Provinz Brandenburg, Preußen (heute Gorzów Wielkopolski, Polen): Beim Eisenbahnunfall von Landsberg (Warthe) fuhr der D 24 von Eydtkuhnen nach Berlin auf seinen Vorzug auf, der mit einem Lokomotivschaden bei Landsberg (Warthe) liegen blieb. Beim Unfall starben zwölf Menschen, 15 weitere wurden verletzt.
  • 11. November 1916 – Berlin-Rahnsdorf, Preußen: Beim Eisenbahnunfall von Rahnsdorf überhörte eine Rotte von abgelenkten Gleisarbeiterinnen bei schlechter Sicht durch Nebel das Warnsignal für einen nahenden Zug und wurden überfahren. 19 Frauen kamen ums Leben.
  • 17. April 1917 – Mammendorf, Bayern: Beim Eisenbahnunfall von Nannhofen auf der Bahnstrecke München–Augsburg fuhr bei Schneegestöber ein Schnellzug seitwärts in einen im Bahnhof Nannhofen rangierenden Güterzug mit Personenbeförderung. Dabei starben 30 Menschen. Die Bayerischen Staatseisenbahnen verwendeten statt eines grünen Lichts für die Fahrterlaubnis weißes Licht. Der Lokomotivführer verwechselte wegen der schlechten Sicht das rot zeigende Signal mit der Beleuchtung des entgegenkommenden Zuges.
  • 16. Oktober 1917 – Schönhausen (Elbe), Provinz Sachsen, Preußen: Beim Eisenbahnunfall von Schönhausen auf der Strecke Berlin–Lehrte überfuhr ein Sonderzug mit 250 Kindern, die sich auf der Heimfahrt von einem Erholungsaufenthalt befanden, das Einfahrsignal und prallte im Bahnhof Schönhausen auf einen Güterzug auf. 25 Kinder und ein Schaffner starben, 16 weitere Personen wurden verletzt.
  • 11. November 1917 – Düren, Rheinprovinz, Preußen: Beim Eisenbahnunfall von Düren missachtete der Lokomotivführer eines Schnellzugs ein „Halt“ zeigendes Signal, fuhr auf einen Fronturlauberzug auf und zertrümmerte dessen beiden letzten Wagen. 19 Tote und weitere 36 Verletzte, nach anderen Angaben 23 Tote und 30 Verletzte, waren die Folge
  • 3. Dezember 1917 – Heessen, Provinz Westfalen, Preußen: Beim Eisenbahnunfall von Heessen auf der Bahnstrecke Hamm–Minden riss in einem Zug mit italienischen Kriegsgefangenen eine Kupplung. Da man das fehlende Zugschlusssignal nicht beachtet hatte, wurde der Blockabschnitt nach Passieren des vorderen Zugteils freigegeben. Ein Schnellzug fuhr in die zurückgelassene Wagengruppe und entgleiste, ein Güterzug fuhr in die Trümmer. 36 Menschen starben, 35 davon Italiener, 45 wurden verletzt.
  • 7. Januar 1918 – Bruchmühlbach, Pfalz, Bayern: Beim Eisenbahnunfall von Bruchmühlbach auf der Pfälzischen Ludwigsbahn fuhr in dichtem Schneetreiben ein Urlauberzug auf einen Güterzug. Die Angaben zu den Opferzahlen variieren. Einige Quellen nennen 33 Tote und 121 Verletzte, andere zwölf Tote und 87 Verletzte.
  • 16. Januar 1918 – Bohmte und Osnabrück, Provinz Hannover, Preußen: Beim Eisenbahnunfall von Bohmte und Osnabrück stießen auf Bahnstrecke Wanne-Eickel–Hamburg zwischen Bohmte und Osnabrück ein Schnellzug und ein Urlauberzug mit Soldaten zusammen. 31 Menschen starben, 66 wurden verletzt.
  • 16. Januar 1918 – Kirn, Rheinprovinz, Preußen: Beim Eisenbahnunfall von Kirn entgleiste ein Urlauberzug, weil der Bahndamm bei einem Unwetter unterspült wurde. Die Lokomotive und vier Wagen stürzten in die Nahe. 38 Menschen starben, 25 weitere wurden verletzt.
  • 7. Februar 1918 – Sandersleben, Anhalt: Beim Eisenbahnunfall von Sandersleben riss bei einem Militärzug zwischen Sandersleben und Güsten die Kupplung zwischen zwei Wagen. Der hintere Zugteil rollte bergab und kollidierte vor dem Bahnhof Sandersleben mit einem Güterzug, der aus Richtung Halle nach Aschersleben unterwegs war. 18 Menschen starben, 35 wurden verletzt.
Beim Eisenbahnunfall von Gutach 1918 wurden Zugteile durch die Explosionen weggeschleudert
  • 24. Mai 1918 – Gutach (Schwarzwaldbahn), Baden: Beim Eisenbahnunfall von Gutach (Schwarzwaldbahn) explodierte ein Munitionszug, der wegen eines Heißläufers angehalten wurde. Das Personal konnte flüchten und kam nicht zu Schaden, ein benachbarter Bauernhof brannte ab.
  • 30. Juli 1918 – Zantoch, Provinz Brandenburg, Preußen (heute Santok, Polen): Beim Eisenbahnunfall von Zantoch auf der Preußische Ostbahn beschädigte die brechende Kolbenstange einer Dampflokomotive das Gleis der Gegenrichtung, das gerade vom D 22 befahren wurde. Der Schnellzug entgleiste, fünf seiner Wagen wurden gegen den Güterzug geschleudert und fingen Feuer. Mindestens 40 Menschen starben, 43 wurden verletzt.
  • 16. August 1918 – Dümpelfeld, Rheinprovinz, Preußen: Beim Eisenbahnunfall von Dümpelfeld stieß auf der Ahrtalbahn ein Personenzug mit einem Militärzug zusammen. 31 Menschen starben, 73 weitere wurden verletzt.
  • 11. September 1918 – Schneidemühl, Provinz Posen, Preußen (heute Piła, Polen): Beim Eisenbahnunfall von Schneidemühl auf der Preußische Ostbahn stieß ein Güterzug mit einem Sonderzug zusammen, der Kinder beförderte. 35 Menschen starben, 18 weitere wurden verletzt.
  • 22. September 1918 – Dresden-Neustadt, Sachsen: Beim Eisenbahnunfall von Dresden-Neustadt überfuhr ein farbenblinder Lokomotivführer mit seinem Schnellzug Leipzig–Dresden ein rotes Signal und fuhr auf den stehenden Schnellzug Berlin–Dresden auf. Die vier hintersten aus Berlin kommenden Wagen wurden zertrümmert und gerieten in Brand. Mindestens 18 Menschen starben, weitere 118 wurden verletzt.
  • 1. November 1918 – Briesen (Mark), Provinz Brandenburg, Preußen: Beim Eisenbahnunfall von Briesen fuhr ein Militärurlauberzug östlich des Bahnhofs Briesen auf Güterwagen, die nach einer Zugtrennung auf der Bahnstrecke Frankfurt (Oder)–Berlin stehen geblieben waren. Mindestens 19 Menschen starben.
  • 4. November 1918 – Bous (Saar), Rheinprovinz, Preußen: Beim Eisenbahnunfall von Bous (Saar) kam es in einem Reisezug zwischen Völklingen und Bous zu einer Explosion und einem Brand. Dabei starben 14 Menschen, 13 weitere wurden verletzt.
  • 24. Oktober 1919 – Kranowitz, Provinz Oberschlesien, Preußen (heute Krzanowice, Polen): Beim Eisenbahnunfall von Kranowitz fuhr im damaligen deutschen Grenzbahnhof Kranowitz ein aus der Tschechoslowakei kommender Personenzug einer zu weit vorgefahrenen Lokomotive eines Güterzugs in die Flanke. Ein ausbrechender Brand breitete sich schnell im Zug aus. Die Zahl der Toten wurde zwischen 25 und 60 und die der Verletzten zwischen 80 und 130 angegeben.
  • 10. November 1919 – Neumühl-Kutzdorf, Provinz Brandenburg, Preußen (heute Namyślin, Polen): Beim Eisenbahnunfall von Neumühl-Kutzdorf auf der Bahnstrecke Breslau (Wrocław)–Stettin (Szczecin) fuhr ein Güterzug in eine Rangiergruppe. 45 Menschen starben, 18 wurden verletzt.

1920–1929

  • 20. Januar 1920 – Schneidemühl, Provinz Posen-Westpreußen, Preußen (heute Piła, Polen): Beim Eisenbahn-Attentat bei Schneidemühl lösten drei Täter die Verschraubung der Schienen und brachten einen Güterzug zum Entgleisen. Ein nachfolgender Schnellzug fuhr in die Trümmer. Der Anschlag forderte 18 Tote und 20 Verletzte. Die Attentäter wurden gefasst.
  • 16. Dezember 1920 – Silberhausen, Provinz Sachsen, Preußen: Beim Eisenbahnunfall von Silberhausen geriet ein Zug der Kleinbahn Silberhausen–Hüpstedt außer Kontrolle, überfuhr den Prellbock im Endbahnhof Silberhausen und stürzte vom Bahndamm ab. 17 Menschen starben.
Eisenbahnattentat während der Märzkämpfe
  • 16. März 1921 – Ammendorf, Provinz Sachsen, Preußen: Beim Eisenbahn-Attentat bei Ammendorf lösten linksradikale Arbeiter im Zuge der Märzkämpfe Gleisbefestigungen der Thüringer Bahn, worauf zwei Güterzüge entgleisten und drei Eisenbahner starben. Im Nachklang der Märzkämpfe wurde am 16. Mai 1921 zwischen Leipzig und Halle ein Schnellzug zum Entgleisen gebracht, wobei fünf Menschen um Leben kamen.
  • 27. Juni 1922 – Berlin-Prenzlauer Berg, Preußen: Beim Eisenbahnunfall von Berlin Schönhauser Allee stürzten zahlreiche außen auf den Trittbrettern eines Zuges mit Abteilwagen der Berliner Ringbahn mitfahrende Reisende vom Zug herunter. Mindestens 45 Personen kamen dabei ums Leben.
Trümmer der entgleisten Fahrzeuge der Wendelsteinbahn
  • 22. August 1922 – Wendelsteinbahn, Bayern: Eine Lokomotive der Wendelsteinbahn entgleiste in der Galerie im „Raindlerkessel“. Die nachfolgenden Wagen prallten in das umgestürzte Triebfahrzeug. Ein Fahrgast verstarb, rund 30 Personen wurden verletzt.[12]
  • 1923 bis 1924 – Ruhrgebiet, besetzt von Frankreich und Belgien: Während der Ruhrbesetzung kam es zu einer Vielzahl von Eisenbahnunfällen und Attentaten. Die mit dem Bahnbetrieb beauftragten französischen und belgischen Eisenbahner waren mit der deutschen Fahrzeug- und Sicherheitstechnik nicht vertraut und setzten sie vielerorts außer Betrieb.
    Hauptartikel: Regiebetrieb (Eisenbahn) mit einer Liste von Unfällen
    → Abschnitt Alliierte Rheinlandbesetzung 1923 bis 1924 im Artikel Liste von Anschlägen im Schienenverkehr mit einer Liste von Attentaten
    • 8. Februar 1923 – Kettwig, Rheinprovinz, Preußen: Beim Eisenbahnunfall von Kettwig stießen zwei Militärzüge der französischen Besatzungsmacht zwischen Düsseldorf und Kettwig zusammen. 28 Menschen starben.
    • 15. Februar 1923 – Bochum-Dahlhausen, Provinz Westfalen, Preußen: Beim Zusammenstoß eines aus fünf Lokomotiven bestehenden Lokzugs in Bochum-Dahlhausen mit einem Militärzug sterben zwei Personen, elf werden verletzt.[13]
    • 18. Februar 1923 – Bochum-Dahlhausen, Provinz Westfalen, Preußen: Der Zusammenstoß zweier von französischem Militär gefahrener Züge, wovon einer auf dem falschen Gleis fuhr, forderte fünf Menschenleben und zehn Verletzte.[13]
    • 17. März 1923 – Friemersheim, Rheinprovinz, Preußen: Beim Eisenbahnunfall von Friemersheim stieß auf der Bahnstrecke Duisburg-Ruhrort–Mönchengladbach durch Sabotage eine Lokomotive mit einem Militärzug zusammen. 40 Menschen starben, eine große Zahl wurde verletzt.
    • 31. März 1923 – Gerolstein, Rheinprovinz, Preußen: Beim Zusammenstoß zweier von französischem Militär geführter Züge sterben in Gerolstein elf Menschen.[13]
    • 9. Mai 1923 – Sankt Goar, Rheinprovinz, Preußen: Beim Eisenbahnunfall von Sankt Goar entgleiste ein Personenzug und stürzte in den Rhein. Mindestens 29 Menschen ertranken.
    • 19. Juni 1923 – Herne, Provinz Westfalen, Preußen: Bei einem Rangierunfall im Ortsteil Crange kommen zwei französische Staatsbürger ums Leben.[14]
    • 30. Juni 1923 – Duisburg, Rheinprovinz, Preußen: Beim Eisenbahn-Attentat bei Duisburg explodierte in einem belgischen Militärzug eine Zeitzünderbombe, als der Zug bei Duisburg den Rhein überquerte. Acht Tote und viele Verletzte waren zu beklagen.
    • 13. Juli 1923 – Bochum, Provinz Westfalen, Preußen: 80 Güterwagen entlaufen in einem Gefälle, entgleisen und enden in Bochum Nord als Trümmerhaufen.[15]
    • 30. Juli 1923 – Kaiserslautern, Pfalz, Bayern: Im Rangierbahnhof Einsiedlerhof überfährt ein Güterzug einen Prellbock. Ein Eisenbahner stirbt, zwei weitere werden verletzt und 16 Wagen werden zum Teil schwer beschädigt.[15]
    • 2. November 1923 – Bad Godesberg, Rheinprovinz, Preußen: Ein Frontalzusammenstoß zweier Güterzüge im Güterbahnhof Bad Godesberg forderte ein Todesopfer und mehrere Verletzte.[15]
    • 21. Januar 1924 – Darmstadt, Volksstaat Hessen: In Darmstadt werden bei einer Flankenfahrt 28 Personen verletzt.[15]
    • 1. Oktober 1924 – Mainz, Volksstaat Hessen: Beim Eisenbahnunfall von Mainz fuhr im Mainzer Tunnel ein Personenzug auf den stehenden Schnellzug Köln–Basel auf, weil der Streckenblock außer Kraft gesetzt war. 14 Menschen starben.
  • 31. Juli 1923 – Kreiensen, Provinz Hannover, Preußen: Beim Eisenbahnunfall von Kreiensen fuhr der Schnellzug Hamburg–München im Bahnhof Kreiensen auf seinen Vorzug auf, der wegen eines Maschinenschadens liegengeblieben war. 48 Menschen kamen dabei ums Leben, 39 weitere wurden verletzt. Der spätere Nobelpreisträger Gerhard Domagk hatte den Zug kurz vor dem Zusammenprall verlassen.
  • 6. September 1923 – Hannover-Lohnde, Provinz Hannover, Preußen: Beim Eisenbahnunfall von Lohnde fuhr nach dem Fehler eines Blockwärters der Schnellzug Berlin–Köln bei Seelze-Lohnde auf den haltenden Schnellzug Leipzig–Amsterdam auf. 18 Menschen starben, 19 wurden verletzt.
In Ludwigsstadt schlug ein abgestürzter Güter­wagen in ein Wohnhaus ein.
  • 15. November 1923 – Untertürkheim, Württemberg: Beim Eisenbahnunfall von Untertürkheim stießen wegen Missachtung eines Signals eine Lokomotive mit einem Personenzug im Bahnhof Untertürkheim frontal zusammen. Zwölf Menschen kamen ums Leben, 15 weitere wurden verletzt.
  • 18. Februar 1924 – Ludwigsstadt, Bayern: Beim Eisenbahnunfall von Ludwigsstadt entgleiste ein Güterzug nach einem Bremsversagen und stürzte von der Trogenbachbrücke auf Wohnhäuser in Ludwigsstadt. Zwei Menschen starben.
  • 13. Januar 1925 – Herne, Provinz Westfalen, Preußen: Beim Eisenbahnunfall von Herne prallte der Schnellzug D 10 Berlin–Köln im Bahnhof Herne auf den anfahrenden Personenzug Dortmund–Wanne. 24 Menschen starben. Nach der Ruhrbesetzung und der Rückgabe der Anlagen baute Deutsche Reichsbahn in großer Eile neue Zugsicherungssysteme ein, die nicht ordnungsgemäß funktionierten.
  • 9. August 1925 – Wernberg, Bayern: Beim Eisenbahnunfall von Wernberg fuhr der D-Zug 21 nach Missachtung eines Signals auf der Bahnstrecke Regensburg–Oberkotzau zwischen Wernberg und Luhe auf einen Güterzug auf. Drei Menschen starben, 13 wurden verletzt.
  • 24. Mai 1926 – München, Bayern: Beim Eisenbahnunfall von München Ost hielt ein aus Berchtesgaden kommender Personenzug vor einem geschlossenen Einfahrsignal. Das ihn deckende Signal zeigte aufgrund eines mechanischen Fehlers freie Fahrt, obwohl es auf „Halt“ gestellt worden war. 30 Menschen verloren ihr Leben, als ein nachfolgender Zug auf den stehenden Zug auffuhr.
Bergungsarbeiten nach dem Eisenbahn-Attentat 1926 bei Leiferde.
  • 13. August 1926 – Langenbach, Bayern: Beim Eisenbahnunfall von Langenbach entgleiste in der Einfahrt in den Bahnhof Langenbach an der Bahnstrecke München–Regensburg der Beschleunigte Personenzug 858. Zwölf Menschen starben.
  • 19. August 1926 – Leiferde, Provinz Hannover, Preußen: Beim Eisenbahn-Attentat bei Leiferde brachten die Täter den Nachtschnellzug Berlin–Amsterdam zum Entgleisen mit der Absicht, dessen Bahnpostwagen auszurauben. 21 Tote waren die Folge. Dies war bis heute der folgenreichste Anschlag auf den Eisenbahnverkehr in Deutschland.
  • 18. November 1926 – Maxau, Baden: Französische Soldaten, die die Rheinbrücke Maxau bewachten, legten Bohlen auf die Schienen. Ein Bahnbeamter entdeckte das Hindernis rechtzeitig, wodurch ein Unfall verhindert wurde.[15]
  • 6. Juli 1927 – Thumkuhlental, Provinz Sachsen, Preußen: Wegen starken Regens wurde ein Bahndamm der Harzquerbahn bei der Thumkuhlental-Brücke unterspült. Die führende Malletlokomotive Nr. 12, der Packwagen und der folgende Personenwagen stürzten den Bahndamm hinunter. Der Lokomotivführer leitete noch eine Schnellbremsung ein, wodurch die übrigen Wagen auf dem Gleis stehen blieben. Der Unfall forderte sechs Todesopfer und 28 Verletzte.[16]
  • 26. April 1928 – Friedrichsfeld, Wesel, Rheinprovinz, Preußen: In der Nacht fuhr auf der Eisenbahnstrecke Wesel-Dinslaken kurz vor Friedrichfeld ein Eilgüterzug auf einen Güterzug auf. Die beiden letzten Wagen des Güterzuges wurden zusammen gedrückt und hoch getürmt, die folgenden ineinander geschoben. Die Maschine des Eilgüterzugs wurde stark beschädigt und entgleiste. Der Schlußbremser des Güterzuges wurde schwer verletzt. [17]
  • 10. Juni 1928 – Siegelsdorf, Bayern: Beim Eisenbahnunfall von Siegelsdorf entgleiste der Nachtschnellzug D 47 von München nach Dortmund in der westlichen Ausfahrt des Bahnhofs Siegelsdorf an der Bahnstrecke Nürnberg–Würzburg. 24 Menschen starben.
Entgleiste Personenwagen nach dem Unfall 1928 bei Ummendorf.
  • 23. Juni 1928 – Ummendorf bei Biberach, Württemberg: Beim Eisenbahnunfall bei Ummendorf entgleiste wegen überhöhter Geschwindigkeit ein Schnellzug in einer Baustelle, wodurch 31 Personen verletzt wurden.
Unfallstelle 1928 an der Donners­bergerbrücke in München.
  • 15. Juli 1928 – München, Bayern: Der Eisenbahnunfall an der Donnersbergerbrücke war ein Auffahrunfall bei der Ausfahrt aus dem Hauptbahnhof München mit anschließendem Brand der verunglückten Züge. Zehn Menschen kamen ums Leben.
  • 31. Juli 1928 – Dinkelscherben, Bayern: Der Eisenbahnunfall von Dinkelscherben war ein Auffahrunfall zweier Züge, verursacht durch eine Weichen- und Signalstörung. Dabei kamen 23 Menschen ums Leben.
  • 25. August 1929 – Buir, Rheinprovinz, Preußen: Beim Eisenbahnunfall von Buir entgleiste der Schnellzug Paris–Warschau kurz vor dem Bahnhof Buir an der Bahnstrecke Köln–Aachen, als er mit überhöhter Geschwindigkeit über eine abbiegende Weiche fuhr. Der Lokomotivführer wurde nicht korrekt über die Einfahrt in ein Überholgleis unterrichtet. 13 Reisende wurden getötet, 40 verletzt. Infolge des Unfalls wurden die Verzeichnisse über vorübergehende Langsamfahrstellen und das dreibegriffige Vorsignal eingeführt.

1930–1939

  • Mitte 1930 – Nerdin, Mecklenburg. Beim Transport von drei Elefanten des Circus Hagenbeck auf der Mecklenburg-Pommerschen Schmalspurbahn (MPSB) in je einem offenen Güterwagen entgleiste in einer Kurve bei Nerdin einer dieser Wagen. Als Unfallursache wurde eine zu heftige Eigenbewegung des Elefanten vermutet.[18]
  • 8. August 1931 – Jüterbog, Provinz Brandenburg, Preußen: Der Eisenbahn-Attentäter Sylvester Matuska sprengte bei Jüterbog unter der Lokomotive des Schnellzuges D 43 Basel–Berlin ein Stück Schiene weg, worauf der Zug entgleite und 82 Personen verletzt wurden.
  • 24. Dezember 1935 – Großheringen, Thüringen: Beim Eisenbahnunfall von Großheringen fuhr ein Schnellzug im Einfahrtsbereich des Bahnhofs auf der Saalebrücke einen Personenzug in die Flanke. Weil der Lokomotivführer der Vorspannmaschine des Schnellzug abgelenkt war und ein Halt zeigendes Signal übersah, starben 34 Menschen.
  • 5. September 1937 – Holzheim (Neuss), Rheinprovinz: Beim Eisenbahnunfall von Holzheim entgleiste ein mit Pilgern besetzter Zug auf der Bahnstrecke Düren–Neuss. 18 Menschen starben. Nach Bauarbeiten hatte der Bahnmeister die Signale für die Geschwindigkeitsreduktion entfernt, obwohl das Gleis noch nicht ausreichend stabil war.
  • 16. März 1939 – Müncheberg, Brandenburg: Beim Eisenbahnunfall von Müncheberg stießen ein Eilzug und ein Personenzug wegen einer defekter Blockeinrichtung und einem unrechtmäßig ausgegebenen Befehl frontal zusammen. Der Lokomotivführer des Personenzugs wurde getötet und 66 Personen zum Teil schwer verletzt.
  • 4. Juni 1939 – Buchholz, Nordheide: Beim Eisenbahnunfall von Buchholz stießen auf der Hauptstrecke Hamburg–Bremen zwei Züge zusammen. 15 Menschen starben, 23 wurden verletzt.
1938 wurden Bundesbahnen Öster­reich von der Deutschen Reichsbahn übernommen. Eisenbahnunfall von St. Valentin 1939 in Niederösterreich.
  • 8. Oktober 1939 – Berlin-Gesundbrunnen, Berlin: Beim Eisenbahnunfall von Berlin Gesundbrunnen überfuhr der Lokomotivführer eines Schnellzugs ein geschlossenes Signal und fuhr auf einen Personenzug auf. 23 Menschen starben, 31 wurden verletzt.
  • 25. Oktober 1939 – St. Valentin, Reichsgau Niederösterreich: Beim Eisenbahnunfall von St. Valentin entgleiste wegen überhöhter Geschwindigkeit ein Schnellzug auf einer Weiche. Der Unfall forderte 17 Tote, darunter der berühmte Chirurg Anton von Eiselsberg und acht Angehörige der deutschen Wehrmacht.
  • 12. November 1939 – Bauerwitz, Schlesien (heute Baborów, Polen): Beim Eisenbahnunfall von Bauerwitz stießen in der Nähe von Bauerwitz zwei Personenzüge frontal zusammen. 48 Menschen starben.
  • 1. Dezember 1939 – Witten, Westfalen: Beim Eisenbahnunfall von Witten stießen zwei Züge zusammen, wobei 15 Menschen starben und 17 Personen verletzt wurden.
  • 12. Dezember 1939 – Hagen, Westfalen: Beim Eisenbahnunfall von Hagen-Vorhalle kollidierten zwischen den Bahnhöfen Hagen-Vorhalle und Wetter (Ruhr) aufgrund von Fahrdienstleiter- und Stellwerkfehlern zwei Personenzüge. 15 Menschen starben, 36 wurden verletzt.
Eisenbahnunfall bei Markdorf im Jahr 1939 auf der Bodenseegürtelbahn.
  • 22. Dezember 1939 – Genthin, Sachsen: Beim Eisenbahnunfall von Genthin überfuhr der Schnellzug Berlin–Neunkirchen (Saar) bei Nebel ein geschlossenes Signal und prallte mit etwa 90 km/h auf den D 10 Berlin–Köln, der in Genthin wegen eines Missverständnisses gehalten hatte. Beim bis heute folgenschwersten Eisenbahnunfall Deutschlands waren 186 Tote und 453 Verletzte zu beklagen.
  • 22. Dezember 1939 – Markdorf, Baden: Beim Eisenbahnunfall bei Markdorf stießen bei starkem Nebel ein Güterzug und ein voll besetzter Personenzug auf der Bodenseegürtelbahn bei Markdorf frontal zusammen. Der Unfall forderte 101 Todesopfer und 47 Verletzte.

1940–1949

  • 17. Januar 1940 – Zittau, Sachsen: Beim Eisenbahnunfall von Zittau stießen zwei Züge zusammen. Zwölf Menschen starben, 20 weitere wurden verletzt.
  • 5. Februar 1940 – Cloppenburg, Oldenburg: Beim Eisenbahnunfall von Cloppenburg kollidierten zwei Züge, wobei elf Menschen starben und 31 verletzt wurden.
  • 16. November 1940 – Carzig, Brandenburg: Beim Eisenbahnunfall von Carzig stieß zwischen Eberswalde und Frankfurt (Oder) ein Durchgangsgüterzug mit einem Frühzug frontal zusammen. Der Lokomotivführer des Güterzugs hatte das Halt zeigende Ausfahrsignal nicht beachtet. Der Unfall forderte neun Tote und 21 Verletzte.
  • 22. Januar 1941 – Gifhorn, Hannover: Beim Eisenbahnunfall von Gifhorn fuhr ein Güterzug im Bahnhof Isenbüttel-Gifhorn auf einen außerplanmäßigen stehenden Zug der Wehrmacht mit rund 1000 belgischen Kriegsgefangenen auf. 122 Menschen wurden getötet, 80 schwer verletzt.
  • 12. April 1941 – Breitenbach, Hessen: Wegen eines Schienenbruchs entgleiste in Breitenbach ein Zug der Kassel-Naumburger Eisenbahn und stürzte eine Böschung hinunter. Sieben Menschen wurden schwer verletzt, sechs Personenwagen ganz erheblich beschädigt.[19]
  • 3. Mai 1941 – Gusow, Brandenburg: Beim Eisenbahnunfall von Gusow fuhr auf der Preußischen Ostbahn eine Rangierfahrt einem einfahrenden Zug in die Flanke, was 16 Tote und 45 teilweise schwer Verletzte forderte.
  • 27. Dezember 1941 – Leichholz, Brandenburg (heute Drzewce, Polen): Beim Eisenbahnunfall von Leichholz fuhr auf der Bahnstrecke Frankfurt (Oder)–Posen (Poznań) ein Schnellzug auf einen Kesselwagenzug auf, der wegen einer Zugtrennung zum Stehen gekommen war. Das im Güterzug transportierte Benzin explodierte und 44 Menschen starben.
  • 29. Dezember 1941 – Langhagen, Mecklenburg: Beim Eisenbahnunfall von Langhagen fuhr im Bahnhof Langhagen auf der Strecke Rostock–Warnemünde ein Wehrmachtszug wegen einer falsch gestellten Weiche auf zwei Lokomotiven auf. Dabei kamen 27 Menschen ums Leben, 33 wurden verletzt.
  • 3. Februar 1942 – Kohlfurt, Schlesien (heute Węgliniec, Polen): Beim Eisenbahnunfall von Kohlfurt explodierte zwischen Kohlfurt und Arnsdorf (Miłkowice) ein überhitzter Kanonenofen im Mannschaftswagen eines Militärzuges. 20 Menschen starben, 15 wurden verletzt.
  • 24. Juni 1942 – Werbig, Brandenburg: Beim Eisenbahnunfall von Werbig fuhr auf der Preußischen Ostbahn eine unbemannte Lok auf einen haltenden Personenzug auf. Zehn Tote und 23 Verletzte waren zu beklagen.
  • 16. Oktober 1942 – Bad Cannstatt, Württemberg: beim Eisenbahnunfall von Bad Cannstatt wurde bei gestörter Betriebslage ein aus Waiblingen kommender Personenzug vor dem geschlossenen Einfahrsignal des Bahnhofs vergessen. Als der folgende Personenzug auf demselben Gleis auf Bad Cannstatt zufuhr, griff der Fahrdienstleiter in den Streckenblock ein, worauf es zur Auffahrkollision mit zwölf Todesopfern und 268 Verletzten kam.
  • 4. Januar 1943 – Wunstorf, Hannover: Beim Eisenbahnunfall von Wunstorf auf der Bahnstrecke Hannover–Minden übersah der Lokomotivführer eines Schnellzugs für Fronturlauber vor Wunstorf bei starkem Schneegestöber ein Halt zeigendes Signal und fuhr auf den Schnellzug D 8 auf. 25 Menschen starben, 169 wurden verletzt.
  • 31. Januar 1943 – Tantow, Brandenburg: Beim Eisenbahnunfall von Tantow prallte im Bahnhof Tantow auf der Strecke Berlin–Stettin (Szczecin) nach Fahrdienstleiter- und Rangierfehlern ein Schnellzug für Fronturlauber in zwei Lokomotiven. 38 Menschen starben, 16 wurden verletzt.
  • 30. Juni 1943 – Dortmund, Westfalen: Beim Eisenbahnunfall von Dortmund fuhr nach einem Fehler des Fahrdienstleiters der Schnellzug D 24 auf einen Personenzug auf. 28 Menschen starben, 90 wurden verletzt.
  • 2. Dezember 1943 – Naumburg, Sachsen: Beim Eisenbahnunfall von Naumburg fuhr ein Schnellzug für Fronturlauber (SFR) nach Missachtung eines geschlossenen Signals bei abgeschalteter Indusi auf den anderen SFR auf. 35 Menschen starben, 123 wurden verletzt.
  • 18. Januar 1944 – Müncheberg, Brandenburg: Bei einem Eisenbahnunfall in Müncheberg auf der Preußischen Ostbahn gab der Fahrdienstleiter versehentlich einem 40 Minuten verspäteten D-Zug die Einfahrt frei, der dann mit voller Fahrt auf einen stehenden Personenzug prallte. Der Unfall forderte 56 Todesopfer und 159 Schwer- und Leichtverletzte.
  • 20. Januar 1944 – Porta, Westfalen: Beim Eisenbahnunfall an der Porta Westfalica fuhr ein Schnellzug mit Wehrmachtsteil Aachen–Berlin unweit des Bahnhofs Porta auf den durch eine Notbremsung zum Halten gekommenen Schnellzugs D 3 Köln–Berlin auf. 79 Menschen starben, 64 wurden zum Teil schwer verletzt.
  • 4. Oktober 1944 – Köppern, Nassau: Der Zug Nr. 2021 von Frankfurt nach Usingen wurde kurz vor der Einfahrt in Köppern von Tieffliegern angegriffen. 31 Menschen starben.
  • 23. November 1944 – Wiesau, Bayern: Beim Eisenbahnunfall von Wiesau stieß der mit 400 Häftlingen aus dem KZ Flossenbürg beladene Güterzug 6395 in der Nähe von Wiesau mit einem anderen Zug zusammen. Die Häftlinge sollten in das KZ-Außenlager Leitmeritz zur Zwangsarbeit in einer geheimen Rüstungsfabrik gebracht werden (Tarnname Elsabe). Gegen die Kälte waren die Böden der Häftlings-Güterwagen mit Stroh bedeckt und in den Wagen befanden sich Kanonenöfen – bei den von außen fest verschlossenen umstürzenden Waggons eine tödliche Falle. 52 Häftlinge, vier SS-Wachmänner sowie ein Reichsbahnangehöriger (Heizer) wurden getötet und es gab zahlreiche schwer Verletzte. Bisher ist kein KZ-Häftling aus dem Transport bekannt, der das Kriegsende überlebt hat und von dem Unfall berichten konnte. Erst im Jahr 2012 wurde nach fast 70 Jahren die geheime Transportliste des Zugs entdeckt.[20]
  • 24. November 1944 – Barwałd Średni, Generalgouvernement: Beim Eisenbahnunfall von Barwałd Średni stießen in Barwałd Średni bei Wadowice ein von Zakopane nach Krakau verkehrender Personenzug mit einem deutschen Militärzug zusammen. Über 130 Passagiere, Soldaten und die Besatzungen der Lokomotiven starben, 100 bis 200 weitere wurden verletzt.
  • 28. November 1944 – Friedrichsaue, Brandenburg: Beim Eisenbahnunfall von Friedrichsaue stießen zwischen Fürstenwalde und Wriezen bei starkem Nebel ein Triebwagen und ein Nahgüterzug frontal zusammen. Mindestens zwei Personen verloren ihr Leben. Die Zugführerin des Triebwagens stellte die Weichen ohne Zustimmung der Zugmeldestelle zur Ein- und Ausfahrt.
  • 27. Dezember 1944 – Bahnhof Neuenmarkt-Wirsberg: Ein Militärzug, der die Schiefe Ebene von Bahnhof Marktschorgast herunter kam, konnte nicht in ausreichendem Maß bremsen und entgleiste im Bahnhof Neuenmarkt-Wirsberg. Die genaue Ursache blieb unbekannt. Der Zug war mit der Lokomotive 58 2813 bespannt. Bei dem Unfall kamen der Heizer, der Lokführer und ein Unteroffizier ums Leben. Außerdem gab es mehrere Schwer- und Leichtverletzte.[21]
  • 5. Januar 1945 – Bahnhof Edenkoben: Bei einem Luftangriff auf den Bahnhof wurde ein dort stehender, mit Munition beladener Zug getroffen und explodiert. Dabei wurde das historische Empfangsgebäude zerstört.[22]
  • 14. Januar 1945 – Bahnhof Eschwege West: Während ein Schnellzug, der von der Lok 01 1067 gezogen wurde, aus dem Bahnhof Eschwege West in Richtung Bebra ausfuhr, prallte ihr die rangierende 56 820 in die Flanke. Mindestens zwei Menschen starben.[Anm. 3] Beide Lokomotiven wurden so stark beschädigt, dass sie nicht mehr repariert werden konnten. Auch Personenwagen wurden beschädigt.[23]
  • 31. März 1945 – Geseke, Westfalen: Beim Eisenbahnunfall von Verne prallte bei der zerstörten Blockstelle Verne der Bahnstrecke Hamm–Warburg ein mit Flüchtlingen aus dem Ruhrgebiet besetzter Bauzug auf zwei stehende Lokomotiven. Mindestens sieben Menschen starben. Der Unfall wurde in erster Linie durch die chaotischen Umstände der letzten Tage des Zweiten Weltkriegs verursacht.
  • 31. März 1945 – Waldkappel, Nordhessen: Bei dem Luftangriff auf Waldkappel explodierte ein Munitionszug. Dabei starben 17 Menschen.
  • 20. April 1945 – Fahlenbach, Bayern. Bei einem Luftangriff auf Eisenbahnwagen bei Fahlenbach sterben 42 deutsche Soldaten, alle im Alter von 16 Jahren.[24]
  • 8. Mai 1945 – München-Laim, Bayern: Beim Eisenbahnunfall von Berg am Laim explodierten im Rangierbahnhof München Ost im Münchner Stadtteil Berg am Laim Teile eines Zuges, der Munition geladen hatte. Elf Menschen starben.
  • 28. Mai 1945 – Bad Aibling, Bayern: Bei einem Eisenbahnunfall in Bad Aibling stießen ein mit Soldaten besetzter Militärzug und ein Leerzug auf der eingleisigen Bahnstrecke Holzkirchen–Rosenheim zwischen dem Bahnhof Bad Aibling und dem Bahnhof Kolbermoor zusammen. Bei dem Unfall starben fünf Menschen.
  • 16. Juli 1945 – Aßling, Bayern: Der Eisenbahnunfall von Aßling war ein Auffahrunfall auf der Bahnstrecke München–Rosenheim zwischen den heutigen Bahnhöfen von Aßling und Grafing bei Elkofen. Ein mit Panzern beladener Güterzug der US-amerikanischen Armee prallte auf einen Zug mit Kriegsgefangenen. Mindestens 102 Menschen starben.
  • 13. August 1945 – Goch, Provinz Nordrhein: Beim Eisenbahnunfall von Goch stießen zwei Züge frontal zusammen. Der Unfall forderte 21 Menschenleben.
  • 4. Dezember 1945 – Neddemin, Land Mecklenburg-Vorpommern: Der Eisenbahnunfall von Neddemin an der Berliner Nordbahn war ein Frontalzusammenstoß, der durch die prekären Betriebsbedingungen der Zeit unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg und einen Fahrdienstleiterfehler verursacht wurde. 38 Fahrgäste und Eisenbahner starben, 68 wurden verletzt.
  • 16. April 1946[25]Eisleben, Provinz Sachsen-Anhalt: Beim Eisenbahnunfall von Eisleben stieß ein Arbeitszug mit Soldaten der sowjetischen Armee, die mit der Demontage des zweiten Gleises der Strecke Halle–Eisleben beauftragt waren, mit einem vor dem Einfahrsignal wartenden Personenzug zusammen. Ein schwierige betriebliche Situation und Anweisungen der Soldaten waren für den Unfall, der 24 Tote und zahlreichen Verletzte forderte, verantwortlich.
  • 1. November 1946 – Tröglitz, Provinz Sachsen-Anhalt: Beim Eisenbahnunfall von Tröglitz wurde im Bahnhof Tröglitz ein Zug mit Umsiedlern versehentlich auf ein Stumpfgleis geleitet. Der Zug überfuhr den Prellbock und entgleiste. 30 Menschen starben, 23 weitere wurden verletzt.
  • 22. Februar 1947 – Datteln, Nordrhein-Westfalen: Infolge von Signalmissachtung kam es in Datteln zu einer Flankenfahrt des Nahgüterzugs 9140 gegen den Personenzug 2505. Der Unfall forderte drei Totesopfer und 29 Verletzte.[26]
  • 17. April 1947 – Oetzen, Niedersachsen: Infolge von Nebel fuhr der Güterzug mit Personenbeförderung 8523 in Oetzen beim Vorziehen über die Rangierhaltetafel hinaus und stieß in der Folge mit dem Personenzug 962 zusammen. Es gab vier Tote und 42 Verletzte.[26]
  • 23. August 1947 – Velten, Land Brandenburg: Bei dem Eisenbahnunfall von Velten geriet leicht entzündliches Material, das Reisende im Handgepäck mit sich führten, in Brand. 24 Menschen starben, 35 wurden darüber hinaus verletzt.
  • 11. September 1947 – Husby, Schleswig-Holstein: Der Personenzug 1207 fuhr in Husby, in Folge der irrtümlich gegebenen Einfahrt in ein besetztes Gleis, auf den dort haltenden Güterzug mit Personenbeförderung 2192 auf. Fünf Personen starben, 27 wurden verletzt.[26]
  • 12. Dezember 1947 – Flensburg, Schleswig-Holstein: Der aus Husum kommende Personenzug 1353 fuhr infolge eines Fahrdienstfehlers auf den vor dem Einfahrsignal des Bahnhof Flensburg haltenden Güterzug mit Personenbeförderung 9345. Es gab fünf Tote und neun Verletzte.[26]
Suchtrupps nach der Kesselwagenexplosion in der BASF.
  • 22. Dezember 1947 – Neuwied, Rheinland-Pfalz: Beim Eisenbahnunfall von Neuwied stießen zwei Schnellzüge frontal zusammen. Eine Lokomotive und drei Personenwagen stürzten einen Bahndamm hinab, so dass 42 Menschen starben und 116 verletzt wurden. Unzureichende Betriebsbedingungen in der Nachkriegszeit führten zu einer Signalstörung.
  • 9. Januar 1948 – Münster, Nordrhein-Westfalen: Der Durchgangsgüterzug 7303 fuhr in Münster infolge eines Fahrdienstfehlers auf den haltenden Nahgüterzug 9658. Es gab vier Tote.[26]
  • 6. März 1948 – Koblenz, Rheinland-Pfalz: Eine rangierende Lok missachtete in Koblenz ein Gleissperrsignal und fuhr deswegen dem einfahrenden Schnellzug Bielefeld–Koblenz in die Flanke. Es gab zwei Tote und 13 Verletzte.[26]
  • 21. Juli 1948 – Kissing, Bayern: Wegen vorzeitiger Fahrstraßenauflösung konnte in Kissing unter dem D-Zug 257 eine Weiche umgelegt werden. Deswegen entgleisten drei Wagen des Schnellzuges von München nach Frankfurt. Es gab zwei Tote und sieben Verletzte.[26]
  • 28. Juli 1948 – Ludwigshafen am Rhein, Rheinland-Pfalz: Bei einer Kesselwagenexplosion in der BASF explodierte ein überhitzter Kesselwagen. 207 Menschen kamen ums Leben, 3818 wurden verletzt und 3122 Gebäude beschädigt.
  • 22. November 1948 – Cochem, Rheinland-Pfalz: Beim Eisenbahnunfall im Kaiser-Wilhelm-Tunnel setzte eine Kohlenstaubexplosion den Führerstand der Dampflokomotive des D-Zugs Paris–Koblenz in Brand. Die überlegte Handlungsweise des schwer verletzten Lokomotivführers wendete eine Katastrophe ab. Von den Fahrgästen kam niemand zu Schaden.
  • 5. Dezember 1948 – Bissendorf, Niedersachsen: Der Personenzug 1475 erhielt in Bissendorf vom Fahrdienstleiter einen den Vorschriften entsprechenden Rangierauftrag, welcher aber vom Zugpersonal als Abfahrbefehl verstanden wurde. Infolge dessen stieß Zug 1475 bei dichtem Nebel mit dem einfahrenden Personenzug 1476 zusammen. Es gab sechs Tote und 59 Verletzte.[26]
  • 8. August 1949 – Leverkusen-Schlebusch, Nordrhein-Westfalen: Beim Eisenbahnunfall von Schlebusch erfasste der D-Zug 99 an einem Bahnübergang einen Lastzug, der Ferienkinder beförderte. Obwohl sich die Schranken bereits schlossen, versuchte der Fahrer des Lastzugs, den Bahnübergang noch zu überqueren. 18 Menschen starben, zwölf wurden verletzt.
  • 29. November 1949 – Niederlahnstein, Rheinland-Pfalz: Infolge unterlassener Verständigung zwischen Fahrdienstleiter und Triebfahrzeugführer der Wasser fassenden Lokomotive stieß in Niederlahnstein der Durchgangsgüterzug aus Neuried mit der zum Wasserfassen vorgefahrene Lok zusammen. Der in Gegenrichtung fahrende Leerwagen-Güterzug fuhr in die Trümmer. Es gab einen Toten und drei Verletzte.[27]

1950–1959

1950 sprang Tuffi, ein junger Elefant, aus der Wuppertaler Schwebebahn in die Wupper.
  • 3. Februar 1950 – Garding, Schleswig-Holstein: Unter dem einfahrenden Personenzug 1390 wurde in Garding infolge vorzeitiger Fahrstraßenauflösung eine Weiche umgestellt. Dabei entgleisten zwei Wagen, und einer davon stürzte um. Dabei gab es vier Tote und zwei Verletzte.[28]
  • 20. April 1950 – Koblenz, Rheinland-Pfalz: Bei der Abzweigstelle vor der Horchheimer Eisenbahnbrücke in Koblenz überfuhr der von Wedau nach Ehrang verkehrende Kokszug ein Signal. Beim folgenden Schutzgleis entgleisten die Lok und drei Wagen. Es gab drei Tote und einen Verletzten.[28]
  • 12. Juli 1950 – Zwickau / Aue, Land Sachsen: Beide Fahrdienstleiter, die in Zwickau und Aue die zwei Seiten des eingleisigen Streckenabschnitts überwachten, ließen einen Güterzug und einen Personenzug in den Abschnitt hineinfahren. Bei der Kollision starben 20 Menschen, 50 wurden darüber hinaus verletzt.[29]
  • 21. Juli 1950 – Wuppertal, Nordrhein-Westfalen: Kurios war der Schwebebahnunfall in Wuppertal 1950. Der Zirkus Althoff benutzte die Schwebebahn für eine Fahrt mit einer jungen Elefantenkuh als Zirkuswerbung. Das Tier wurde nervös, durchbrach ein Fenster und sprang aus dem Fahrzeug etwa zehn Meter hinunter in die Wupper. Der Elefant blieb praktisch unverletzt, aber im Waggon war Panik ausgebrochen und es gab einige Verletzte.
  • 24. Januar 1951 – Müssen – Schleswig-Holstein: Bei Nebel hat der Triebfahrzeugführer des Personenzugs 3880 die Haltestellung des Ausfahrtsignals in Müssen missachtet und ist mit dem durchfahrenden Durchgangsgüterzug 7505 zusammengestoßen. Es gab vier Tote und 54 Verletzte.[28]
  • 4. Mai 1951 – Meiningen, Land Thüringen: Beim Kesselzerknall im Reichsbahnausbesserungswerk Meiningen explodierte ein Dampfkessel wegen eines fehlenden Prüfmanometers und ungenügender Absprachen. Elf Menschen kamen ums Leben, die Dampflokomotive und das Anheizhaus wurden zerstört. Es war einer der schwersten Unfälle dieser Art.
  • 10. Juni 1951 – Kenn, Rheinland-Pfalz: Beim Eisenbahnunfall von Kenn erfasste ein Zug der Moselbahn an einem unübersichtlichen, unbeschrankten Bahnübergang einen Omnibus. 15 Menschen starben, 20 Menschen wurden schwer verletzt.
  • 19. Juni 1951 – Herrsching, Bayern: Beim Eisenbahnunfall von Herrsching starben an einem Bahnübergang auf der Bahnstrecke München–Herrsching bei Herrsching am Ammersee 16 Menschen. Eine Gruppe von Ordensbrüdern war mit einem Lkw auf einer Wallfahrt zum Kloster Andechs unterwegs.
  • 8. November 1951 – Walpertskirchen, Bayern: Beim Eisenbahnunfall von Walpertskirchen fuhr ein Personenzug frontal in einen Nahgüterzug. 16 Menschen starben, 41 wurden verletzt.
  • 13. Mai 1953 – Zwischen Oberbrechen und Niederselters, Hessen (Main-Lahn-Bahn). Aufgrund eines „Gleisfehlers“ stürzte die Dampflokomotive 93 742 eine Böschung hinab. Dabei starb der Lokomotivführer.[30]
  • 27. April 1954 – Hanau, Hessen: Der Eisenbahnunfall von Hanau war die Flankenfahrt eines Nahverkehrszugs in den Skandinavien-Express. Vier Tote und 97 Verletzte[31] waren die Folge. Der Lokomotivführer des Personenzuges gab an, beim erst kurz zuvor montierten Lichtsignal „Grün“ erkannt zu haben. In der Folge wurden Lichtsignale mit Blendschutz versehen.
  • 24. Juli 1954 – Abenheim, Rheinland-Pfalz: Beim Eisenbahnunfall von Abenheim wurde ein Omnibus an einem unbeschrankten Bahnübergang der Bahnstrecke Worms–Gundheim zwischen Herrnsheim und Abenheim von einem Zug erfasst. 25 Menschen starben.
  • 17. Oktober 1954 – Burghaun, Hessen: Beim Eisenbahnunfall am Burghauner Tunnel erfasste der Schnellzug Hamburg–Basel auf einem Bahnübergang einen mit Zucker beladenen Lkw, weil die Schranken nicht geschlossen waren. Der Lkw wurde von der Dampflokomotive durch den Tunnel gedrückt, wobei sich im Führerstand eingedrungener Zucker entzündete und den Heizer schwer verletzte.
  • 18. Dezember 1954 – Dortmund, Nordrhein-Westfalen: Beim Eisenbahnunfall von Dortmund stießen aufgrund einer falsch gestellten Weiche ein ausfahrender Nahverkehrszug und ein einfahrender Zug zusammen. 15 Menschen starben, 71 weitere wurden verletzt.
  • 20. Dezember 1954 – Wallersdorf, Bayern: Ein Betriebsassistentenanwärter in Wallersdorf vergriff sich beim Signalstellen mehrmals und gab nicht dem Viehzug 5654 die Einfahrt, sondern dem Schotterwagenleerzug Dsth 19905 die Ausfahrt. Bei der Frontalkollision auf der Strecke waren sechs Tote und ein Verletzter zu beklagen. Das Personal beider Züge wurde auf den Lokomotiven eingeklemmt.[28]
  • 25. Februar 1956 – Bornitz, Bezirk Leipzig: Beim Eisenbahnunfall von Bornitz fuhr im Bahnhof Bornitz ein Durchgangsgüterzug als Verschubfahrt einem durchfahrenden D-Zug von Dresden nach Leipzig in die Flanke. Der Unfall forderte 43 Tote und 55 Verletzte.
  • 14. September 1958 – Drachenfels, Nordrhein-Westfalen: Beim Eisenbahnunfall vom Drachenfels entgleiste ein Zug der Drachenfels-Zahnradbahn wegen überhöhter Geschwindigkeit. Hierbei starben 18 Fahrgäste, und viele Fahrgäste erlitten Verletzungen.
  • 20. Juni 1959 – Lauffen am Neckar, Baden-Württemberg: Beim Busunfall von Lauffen erfasste an einem Bahnübergang der damals schmalspurigen Zabergäubahn ein Elektrotriebwagen einen Linienbus. 45 Menschen kamen ums Leben, 25 Personen überlebten schwer verletzt.

1960–1969

  • 15. Mai 1960 – Leipzig, Bezirk Leipzig: Beim Eisenbahnunfall von Leipzig stieß im Leipziger Hauptbahnhof wegen einer durch einen Stromausfall falsch gestellten Weiche ein einfahrender Eilzug mit einem ausfahrenden Personenzug frontal zusammen. Mindestens 54 Menschen starben und 240 wurden verletzt. Er war einer der schwersten Eisenbahnunfälle der Deutschen Reichsbahn in der DDR.
  • 13. Juni 1961 – Esslingen (Neckar), Baden-Württemberg: Beim Eisenbahnunfall von Esslingen stießen zwei Personenzüge in der westlichen Einfahrt des Bahnhofs Esslingen frontal zusammen. 35 Menschen starben.
  • 5. Oktober 1961 – Hamburg-Borgfelde, Hamburg: Beim S-Bahn-Unfall am Berliner Tor fuhr ein S-Bahn-Zug auf einen Bauzug auf. 28 Personen in der S-Bahn wurden getötet und 55 Insassen verletzt.
  • 17. Februar 1962 – Isenbüttel, Niedersachsen: Beim Eisenbahnunfall von Isenbüttel entgleiste ein Zug durch Steine, die auf die Bahnstrecke Braunschweig–Wieren gelegt worden waren. 3 Menschen starben, 25 wurden verletzt.
  • 1. März 1962 – Trebbin, Bezirk Potsdam: Beim Eisenbahnunfall von Trebbin löste sich in der Nähe der Stadt Trebbin Ladegut eines Militärzugs, beschädigte einen entgegenkommenden Schnellzug und brachte den eigenen Zug zum Entgleisen. Von offizieller Seite wurde versucht, den Unfall zu vertuschen. Nach Augenzeugenberichten waren mehr als 70 Todesopfer zu beklagen.
  • 24. Oktober 1964 – Hastedt, Bremen: Die auf dem Güterzuggleis als Lz 90306 alleine fahrende 50 4027 überfuhr das Vor- und Hauptsignal. Das Güterzuggleis mündet an der Stelle flankenschutzlos ins Hauptbahngleis, somit konnte die Flankenfahrt nicht verhindert werden. Die 50.40 fuhr auf Höhe des dritten Wagens in den E 526, dabei stürzte der 3. und 4. Wagen des E 526 um, wobei der 3. Wagen in den zwischen den Gleisen stehenden Mittelträger der über die Strecke führende Brücke prallte. Dabei wurde der n-Wagen geknickt und zerstört. Die 50.40 entgleiste mit allen Achsen und kippte gegen einen Brückenpfeiler. Es gab sieben Tote und 36 Verletzte.[32]
  • 1. November 1964 – Langhagen, Bezirk Rostock: Beim Eisenbahnunfall von Langhagen fuhr der Schnellzug Berlin–Rostock auf einen entgleisten Kieszug auf, der in das Lichtraumprofil des Schnellzuges ragte. 44 Menschen kamen ums Leben und 70 weitere wurde teilweise schwer verletzt.
  • 24. Juni 1965 – Waßmannsdorf, Bezirk Potsdam: Beim Eisenbahnunfall von Waßmannsdorf entgleisten mehrere Wagen eines aus Potsdam kommenden Personenzuges bei der Einfahrt in den Bahnhof aufgrund einer Gleisverwerfung, die sich auf eine hohe Hitzeeinwirkung zurückführen ließ. Neun Reisende kamen ums Leben, darunter die bekannte DEFA-Schauspielerin Ellinor Vogel.
  • 12. August 1965 – Lampertheim, Hessen: Beim Eisenbahnunfall von Lampertheim stieß der Trans-Europ-Express TEE 77 Helvetia mit dem nicht profilfrei stehenden Ende eines Güterzugs zusammen. Alle sieben Personenwagen des TEE wurden vom letzten Güterwagen teilweise aufgeschlitzt und entgleisten. Vier Menschen starben, sechs wurden schwer und 39 leicht verletzt.
Ausgebrannte Doppelstock­wagen nach dem Unfall von Langenweddingen.
  • 7. Oktober 1965 – Sandförde, Bezirk Rostock: Beim Eisenbahnunfall von Sandförde stieß der internationale Fernverkehrszug D 24 Malmö–Berlin im Bahnhof Sandförde mit einem entgegenkommenden Personenzug zusammen, nachdem der Lokomotivführer des Schnellzugs ein Signal zu spät beachtet hatte. Lokomotivführer und Heizer verloren beim Unfall ihr Leben, 16 Personen wurden schwer verletzt.
  • 4. Februar 1966 – Heimenkirch, Bayern: Beim Busunglück von Heimenkirch, einem Zusammenstoß eines Schulbusses mit einem Güterzug, wurden sieben Kinder getötet.
  • 17. September 1966 – Bensheim, Hessen: Beim Eisenbahnunfall von Bensheim entgleiste ein Personenzug durch Steine, die Kinder auf die Bahnstrecke Bensheim–Worms gelegt hatten. Eine Person starb, 15 wurden verletzt.
  • 16. November 1966 – Oberliederbach, Hessen: Beim Eisenbahnunfall von Oberliederbach kollidierte auf der eingleisigen Strecke ein 3-teiliger Triebwagen, der sich im Bahnhof Kelkheim-Hornau führerlos bergab selbständig gemacht hatte, mit einem von einer Dampflok geführten Reisezug. Sieben Personen starben, 80 wurden teils schwer verletzt.
  • 6. Juli 1967 – Langenweddingen, Bezirk Magdeburg: Beim Eisenbahnunfall von Langenweddingen stieß infolge einer Störung an einem beschrankten Bahnübergang ein Personenzug mit einem Tanklaster zusammen, der explodierte. Nach offiziellen Angaben kamen 94 Menschen ums Leben.
  • 16. Oktober 1968 – Hauptstuhl, Rheinland-Pfalz: Beim Eisenbahn-Attentat bei Hauptstuhl wurde auf der Bahnstrecke Mannheim–Saarbrücken eine Weiche auf Ablenkung gestellt, worauf die Lokomotive und sieben Wagen des D-Zugs entgleisten. Ein Mensch starb, 14 wurden verletzt.
  • 22. Juni 1969 – Hannover-Linden, Niedersachsen: Beim Eisenbahnunfall von Linden explodierte im Bahnhof Hannover-Linden ein in Brand geratener Güterwagen der Belgischen Staatsbahnen (SNCB), der mit Munition für die Bundeswehr beladen war. Beim Unfall kamen zwölf Menschen ums Leben.
  • 29. August 1969 – Großkorbetha, Bezirk Halle: Beim Eisenbahnunfall von Großkorbetha prallte der Schnellzug von Halle (Saale) nach Erfurt auf eine stehende Dampflokomotive. Beim Unfall gab es nur Verletzte und keine Toten. Vorspannlokomotive des Schnellzugs war die E 18  40, die kurz zuvor von der Deutschen Reichsbahn (DR) als elektrische Versuchslokomotive für hohe Geschwindigkeiten umgebaut worden war. Die Versuchsmaschine wurde nach dem Unfall ausgemustert.

1970–1979

  • 11. Mai 1970 – Beckingen, Saarland Ein schwerer Unfall ereignete sich am 11. Mai 1970, bei dem nach einem Erdrutsch, ausgelöst durch heftigen, zwei Tage andauernden Regenfall, fünf Menschen zu Tode kamen. Ein Eilzug entgleiste und zertrümmerte den letzten Wagen eines entgegenkommenden Personenzuges.
  • 5. Juni 1970 – Celle, Niedersachsen: Fünf Tote bei der Einfahrt in den Güterbahnhof Celle.
  • 9. Februar 1971 – Aitrang, Bayern: Beim Eisenbahnunfall von Aitrang entgleiste auf der Allgäubahn der Trans-Europ-Express Bavaria wegen überhöhter Geschwindigkeit. Kurze Zeit später fuhr ein aus der Gegenrichtung kommender Schienenbus in die Unfallstelle. 28 Menschen starben, 42 wurden verletzt. Unter den Toten befand sich der Schauspieler und Regisseur Leonard Steckel.
  • 15. Februar 1971 – Karlsruhe, Baden-Württemberg: Eisenbahnunglück mit Todesfolge für fünf Personen in einem PKW am Bahnübergang Zeppelinstraße beim Bahnhof Karlsruhe-West. [33]
  • 27. Mai 1971 – Dahlerau, Nordrhein-Westfalen: Beim Eisenbahnunfall von Dahlerau stieß auf der Wuppertalbahn ein Schienenbus mit einem Güterzug frontal zusammen. 41 Schülerinnen und Schüler einer Abschlussklasse und fünf Erwachsene starben, 25 Menschen wurden schwer verletzt. Da kein Sprechfunk zur Verfügung stand, konnte der Unfall nicht verhindert werden. Nach dem Unfall wurde in Deutschland die Ausrüstung mit Zugfunk vorangetrieben.
  • 21. Juli 1971 – Rheinweiler, Baden-Württemberg: Beim Eisenbahnunfall von Rheinweiler entgleiste der Schweiz-Expreß von Basel nach Kopenhagen auf der Rheintalbahn vor der Einfahrt in den Bahnhof Rheinweiler. 25 Menschen starben, 121 wurden zum Teil schwer verletzt. In der Folge rüstete die Deutsche Bundesbahn auch nicht durch Signale angeordnete Langsamfahrstellen mit Punktförmiger Zugbeeinflussung aus und verkürzte die Reaktionszeiten der Sicherheitsfahrschaltung.
  • 2. März 1972 – Ingolstadt, Bayern: Beim Eisenbahnunfall von Ingolstadt fuhren zwei Güterzüge zwischen den Bahnhöfen Ingolstadt Nord und Ingolstadt Hbf aufeinander auf, was zu einem Großbrand führte und drei Todesopfer forderte.
  • 24. Mai 1972 – Darmstadt, Hessen: Beim Eisenbahnunfall von Darmstadt hatten spielende Kinder eine Planierraupe in Betrieb gesetzt, die auf dem Gleis der Odenwaldbahn zum Stehen gekommen ist und von einem Nahverkehrstriebwagen erfasst wurde. Neun Menschen werden verletzt.
  • 30. Oktober 1972 – Schweinsburg-Culten, Bezirk Karl-Marx-Stadt: Beim Eisenbahnunfall von Schweinsburg-Culten überfuhr der von Leipzig nach Karlovy Vary verkehrende Expresszug Karola bei dichtem Nebel das auf Halt stehende Ausfahrsignal und stieß mit dem entgegenkommenden Schnellzug Aue–Berlin zusammen. Dabei starben 22 Menschen, 70 wurden verletzt, von denen weitere sechs in den folgenden Tagen starben.
  • 10. Juli 1973 – Leipzig-Leutzsch, Bezirk Leipzig: Beim Eisenbahnunfall von Leipzig-Leutzsch fuhr ein Schnellzug zu schnell über eine Weiche in ablenkender Stellung, entgleiste und prallte in ein Fahrdienstleiterstellwerk. Vier Tote und 25 Verletzte waren zu beklagen.
  • 13. August 1973 – Erdbach, Hessen: Beim Eisenbahnunfall von Erdbach rollten im Bahnhof Mademühlen 16 Güterwagen ab, die von Betriebsfremden entkuppelt worden waren. Nach 15 Kilometern überfuhren sie einen Prellbock und schlugen in ein Wohnhaus ein, wo eine Frau ums Leben kam.
  • 5. November 1973 – Guntershausen, Hessen: Beim Eisenbahnunfall von Guntershausen prallte ein Schnellzug auf einen Interzonenzug. Nieselregen, Laub und Schmutz führten zu übermäßig langen Bremswegen der beiden Züge. 14 Menschen verloren ihr Leben, 65 wurden verletzt.
  • 7. März 1975 – München, Bayern: Beim Eisenbahnunfall von München-Allach stieß auf der Bahnstrecke München–Ingolstadt bei offenen Bahnschranken ein Personenzug mit einem Omnibus zusammen. Zwölf Menschen starben, fünf weitere wurden verletzt.
  • 8. Juni 1975 – Warngau, Bayern: Beim Eisenbahnunfall von Warngau kollidierten zwei Eilzüge, die zwischen Lenggries und München verkehrten, aufgrund eines Fahrdienstleiterfehlers und einer im Fahrplan vorgesehenen Luftkreuzung frontal gegeneinander. 41 tote Fahrgäste und Eisenbahnmitarbeiter, darunter auch beide Lokomotivführer, waren die Folge. Luftkreuzungen wurden daraufhin verboten.
  • 22. Juli 1975 – Hamburg-Harburg, Hamburg: Beim Eisenbahnunfall von Hamburg-Hausbruch starben bei einem Frontalzusammenstoß zwischen einem Personenzug und einem Güterzug elf Menschen. Der Lokomotivführer des Nahverkehrszugs hatte ein Signal nicht beachtet. Die Deutsche Bundesbahn wurde kritisiert, weil sie trotz einer Beinahekollision vier Jahren vor dem Unfall auf die Installation eines Vorsignalwiederholers verzichtete.
  • 27. Juni 1977 – Lebus, Bezirk Frankfurt (Oder): Beim Eisenbahnunfall von Lebus stießen ein Urlauberschnellzug mit einem Güterzug frontal zusammen, weil durch das Versehen eines Weichenwärters der Schnellzug auf die falsche Strecke geleitet worden war. 31 Menschen starben, sieben wurden schwer verletzt.
  • 17. Oktober 1977 – Riegel am Kaiserstuhl, Baden-Württemberg: Beim Eisenbahn-Attentat bei Riegel am Kaiserstuhl hatte „Monsieur X“ in einer Kurve 132 Schienenschrauben gelöst und das Innengleis verbogen. Der Italia-Express Kopenhagen–Rom entgleiste, wobei zwei Waggons umkippten. 19 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Der Erpresser wurde verhaftet und saß 18 Jahre in Haft.
  • 27. November 1977 – Bitterfeld, Bezirk Halle: Beim Kesselzerknall in Bitterfeld explodierte der Kessel der Lokomotive des Schnellzugs D 567 Berlin–Leipzig, weil das Lokomotivpersonal nach einer größeren Verspätung im Bahnbetriebswerk Berlin Ostbahnhof nur Kohle, aber kein Wasser aufgenommen hatte. Es war die letzte Kesselexplosion einer Dampflokomotive in Deutschland. Dabei starben neun Menschen.
Bergungsarbeiten 1983 auf dem Bahnübergang Neuwiederitzsch.
Bergungsarbeiten 1981 in Erfurt-Bischleben.
  • 28. September 1978 – Seelow, Bezirk Frankfurt (Oder): Beim Eisenbahnunfall von Seelow stießen zwei Durchgangsgüterzüge frontal zusammen. Ein Fahrdienstleiter vergaß, das Ausfahrsignal auf Halt zu stellen. Eine Person wurde getötet und eine schwer verletzt. Veraltete Sicherungsanlagen ohne Streckenblock waren mitschuldig an der Kollision.

1980–1989

  • 25. September 1980 – Iserlohn, Nordrhein-Westfalen: Beim Eisenbahnunfall von Iserlohn entgleiste ein Nahverkehrstriebwagen und prallte gegen ein Haus, weil Kinder Steine in die Spurrillen eines Bahnübergangs gelegt hatten. 13 Menschen wurden verletzt.
  • 6. Februar 1981 – Essingen, Baden-Württemberg: Zwischen Mögglingen und Essingen kam es zu einer Frontalkollision zwischen dem E 3447 und dem Üg 68452. Beim Übergabezug 68 452 musste im Bahnhof Essingen die Lokomotive umgesetzt werden, damit das Ausweichstelle Mögglingen angefahren werden konnte. Dabei fuhr der Triebfahrzeugführer weiter als vorgesehen, und hielt trotz Haltessignale des mitfahrenden Rangierleiters nicht an der Wendeweiche 3 an, sondern beschleunigte sogar noch auf 97 km/h. Bei Kilometer 64,684 kam es zu einer Frontalkollision mit dem E 3447, welcher zu dem Zeitpunkt mit 89 km/h unterwegs war. Der außen auf der Lokomotive mitfahrende, Rangierleiter überlebte schwerverletzt den Zusammenstoss und das Zurückschieben der Lok um rund 84 Meter. Die beiden Lokomotivführer wurden beim Zusammenstoss getötet. Glücklicherweise war der Eilzug schwach besetzt, und in den ersten beiden Wagen befanden sich keine Fahrgäste so, dass es unter den Fahrgästen keine Todesopfer gab. Der Unfall forderte 2 Tote und 18 Verletzte, davon 15 schwer (14 Fahrgäste, 1 Bahnmitarbeiter). Der Sachschaden wird mit 2 Millionen DM angegeben, die beiden Lokomotiven - 118 049 und 215 062 - verkeilten sich, die 118 wurde vor Ort abgebrochen, die 215 wieder aufgebaut.[34]
  • 6. März 1981 – Tauberfeld, Bayern: Es kam zu einer Flankenfahrt in Folge von Abfahren gegen ein geschlossenes Hauptsignal. Der Dg 78124 hielt für einen Lokomotivführerwechsel auf dem Gleis 2 des Bahnhofs Tauberfeld, der Gegenzug Dg 47949 auf dem Gleis 3. Infolge der Vorschriften befand sich die Weiche des in Ausfahrtrichtung des Gleises 2 liegende Weiche 10 in Richtung Gleis 1 und nicht 3. Der Lokführer des Zuges Dg 78124 fuhr ohne Zustimmung zum Hauptsignal vor und überfuhr dieses und kam auf Zunge der Weiche 12 zum Stehen, womit er im Fahrweg des über das Gleis 1 verkehrende E 3238 stand. Die Zuglokomotive des E 3238 war die 103 125-1, welche den ersten Güterwagen des Dg 78124 zur Seite schleuderte und auch die Zuglokomotive 150 100-6 auf das Gegengleis schob. Dabei stürzte die 103 den Bahndamm hinunter und wurde dabei so stark beschädigt, dass sie noch vor Ort verschrottet wurde. Alle fünf Personenwagen des E 3238 entgleisten und stürzten zum Teil um, liefen aber auf kein nennenswertes Hindernis auf, sodass die Fahrgäste alle überlebten. Der Lokomotivführer des E 3238 verstarb am 8. März an seinen Verletzungen. Gemäß dem Bericht der Bahnpolizei Augsburg wurden neun Personen schwer und sechzehn Personen leichter verletzt. Die Verletztenliste der Kripo umfasste 32 Namen, darunter den Lokomotivführer des Dg 78124 und den Fahrdienstleiter des Bahnhof Tauberfeld, welche beide einen Schock erlitten haben. Die Anzahl der Fahrgäste des E 3238 schwankt je nach Quelle zwischen 30 und 50. Der Gesamtschaden betrug rund 5,9 Millionen DM.[35]
  • 11. Juni 1981 – Erfurt-Bischleben, Bezirk Erfurt: Beim Eisenbahnunfall von Erfurt-Bischleben entgleiste aufgrund einer Gleisverwerfung der Interzonenzug Düsseldorf–Karl-Marx-Stadt (Chemnitz). 14 Fahrgäste starben, 102 weitere Reisende wurden zum Teil schwer verletzt.
  • 6. Juli 1982 – Grabowhöfe, Bezirk Neubrandenburg: Der aus den Lokomotiven 132 457 und 132 499 sowie ČSD-Sitzwagen des D 1278 „Warnow“ gebildete D 523 Rostock–Berlin entgleist zwischen Grabowhöfe und Velist mit 115 km/h auf einer baustellenbedingten Langsamfahrstelle von 30 km/h. 59 Verletzte und erheblicher Sachschaden sind die Folge.
  • 2. August 1982 – Ostercappeln, Niedersachsen: Beim Eisenbahnunfall von Ostercappeln fuhr ein Schnellzug in einen Panzer, den zwei britische Soldaten nach einer Amokfahrt auf den Gleisen der Bahnstrecke Wanne-Eickel–Hamburg zum Stehen gebracht hatten. Die beiden Soldaten kamen ums Leben, der Lokomotivführer und 20 Reisende wurden verletzt.
  • 31. Oktober 1982 – Ludwigsfelde, Bezirk Potsdam: Bei dichtem Nebel hatte der Lokomotivführer eines Güterzuges Signale nicht beachtet und war unter den gegebenen Bedingungen mit überhöhter Geschwindigkeit auf den mit rund 800 Personen voll besetzten Personenzug 11 485 Werder–Berlin nahe dem Bahnhof Genshagener Heide aufgefahren. Die Lok verkeilte sich mit dem letzten Wagen. Mit Schneidbrennern mussten die Reisenden aus dem schwer demolierten Wagen befreit werden. Sieben konnten nur noch tot geborgen werden, auch der verursachende Lokführer überlebte den Zusammenprall nicht. 55 Fahrgäste erlitten Verletzungen, davon mussten 21 in den umliegenden Krankenhäusern stationär aufgenommen werden.[36]
  • 23. April 1983 – Neuwiederitzsch, Bezirk Leipzig: Beim Eisenbahnunfall von Neuwiederitzsch erfasste eine Elektrolokomotive auf einem Bahnübergang einen Linienbus. Sechs Insassen des Omnibusses wurden getötet und acht Fahrgäste schwer verletzt.
  • 27. Mai 1983 – Königsdorf, Nordrhein-Westfalen: Ausschwemmungen von einem Privatgrundstück, die auf die Strecke gerieten, ließen im Einschnitt des später aufgeschlitzten Königsdorfer Tunnels den Wien-Ostende-Express entgleisen. Die führende Ellok prallte gegen eine Straßenbrücke. Einer der nachfolgenden Wagen wurde durch die Wucht des Aufpralls mittig umgeknickt. Sieben Menschen starben, 23 weitere wurden zum Teil schwer verletzt.
  • 5. Juli 1983 – Blankenfelde, Bezirk Potsdam: In den frühen Morgenstunden kollidierten auf dem südlichen Berliner Außenring ein D-Zug und ein Personenzug. Der Lokomotivführer des Personenzuges hatte im Kreuzungsbereich ein haltzeigendes Signal nicht beachtet. Drei Reisende starben am Unfallort, ein weiterer im Krankenhaus. Außerdem mussten zehn Schwer- und 31 Leichtverletzte behandelt werden.[37]
Unfallstelle in Heilbronn mit den Wagen 2, 3 und 4 im Vordergrund.
Die Lokomotiven der 1984 in Ho­henthurm zusammengestoßenen Züge.
  • 29. Februar 1984 – Hohenthurm, Bezirk Halle: Beim Eisenbahnunfall von Hohenthurm stießen ein Interzonenzug und ein Personenzug zusammen, nachdem der Lokomotivführer des Interzonenzuges drei „Halt“ zeigende Signale überfahren hatte. Elf Menschen im Personenzug starben, mindestens 46 wurden verletzt.
  • 12. August 1984 – Heilbronn, Baden-Württemberg: Beim Eisenbahnunfall von Heilbronn entgleiste der Nachtschnellzug D 890 von Stuttgart nach Hamburg-Altona vor dem Heilbronner Rangierbahnhof wegen überhöhter Geschwindigkeit. Drei Tote, darunter der baden-württembergische Landtagsabgeordnete Josef Wilhelm Hauser, und 57 teilweise schwer Verletzte waren die Folge.
  • 20. März 1985 – Empelde, Niedersachsen: Beim Eisenbahnunfall von Empelde überfuhr ein Kohlezug ein Halt zeigendes Signal, worauf eine Zwangsbremsung ausgelöst wurde. Weil der Durchrutschweg zu kurz war, fuhr ein unmittelbar folgender Kesselwagenzug dem Kohlezug in die Flanke. Ein Kesselwagen geriet sofort in Brand, es bestand akute Explosionsgefahr.
  • 11. Oktober 1985 – Eilsleben, Bezirk Magdeburg: Beim Eisenbahnunfall von Eilsleben stießen zwischen Wefensleben und Eilsleben ein Personenzug und eine Diesellokokomotive frontal zusammen, weil wegen Bauarbeiten das Teilstück der Strecke nur eingleisig befahrbar war. Der Unfall forderte 13 Tote.
Bergungsarbeiten 1988 zwischen Horka und Bielawa Dolna.
Zerstörte Lokomotiven der DR-Bau­reihe 132 im Bahnhof Schwarzkollm.
  • 27. Februar 1986 – Schönefeld, Bezirk Potsdam: Gegen 7.30 Uhr fuhr bei dichtem Nebel auf dem südlichen Berliner Außenring ein Personenzug auf einen haltenden Güterzug auf. Die E-Lok sowie der erste Wagon des Personenzuges wurden so schwer beschädigt, dass der Triebwagenführer nur noch tot geborgen werden konnte. Vier Reisende wurden verletzt, zwei davon schwer. Vom Güterzug entgleisten durch den Aufprall sieben Wagen und stürzten um.[38]
  • 15./16. Mai 1987 – Schwarzkollm, Bezirk Cottbus: Beim Eisenbahnunfall von Schwarzkollm kollidierten in der Nacht vom 15. zum 16. Mai 1987 zwei Güterzüge. Dabei entgleisten 14 Wagen, von denen zwölf umstürzten. Ein Lokomotivführer erlitt Verletzungen, es entstand erheblicher Sachschaden.
Am 15. Februar 1988 prallte zwischen Schönefeld und Berlin-Karlshorst ein Schnellzug in einen Vorortzug.
  • 19. Januar 1988 – Forst Zinna, Bezirk Potsdam: Beim Eisenbahnunfall von Forst Zinna kollidierte auf der Bahnstrecke Berlin–Halle ein Panzer der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland mit einem Schnellzug. Unter den sechs Todesopfern befanden sich auch die beiden Lokomotivführer, 33 Personen wurden verletzt.
  • 15. Februar 1988 – Berlin-Eichgestell, Ost-Berlin: Auf dem Berliner Außenring fuhr beim Haltepunkt Eichgestell ein Schnellzug auf die Lokomotive eines Wendezugs auf, die sich am Zugschluss befand. Die Lokomotiven und je ein Wagen beider Züge entgleisten. Sechs Personen wurden schwer und 28 Reisende leicht verletzt.
  • 28. Juni 1988 – Kaiserslautern, Rheinland-Pfalz: Beim Eisenbahnunfall im Heiligenberg-Tunnel fuhr ein Güterzug in Steine, die beim östlichen Tunnelportal auf die Gleise gefallen waren. Die Lokomotive und drei Wagen entgleisten und wurden von einem entgegenkommenden D-Zug erfasst. Ein Fahrgast wurde getötet, zehn schwer und 28 leicht verletzt.
  • 3. Dezember 1988 – Horka, Bezirk Dresden: Beim Eisenbahnunfall von Horka stießen nahe der Staatsgrenze bei Horka ein aus Polen kommender Güterzug mit einem Dienstzug der Deutschen Reichsbahn zusammen. Dabei kamen fünf deutsche und drei polnische Eisenbahner ums Leben, drei weitere Eisenbahner wurden schwer verletzt.
  • 13. März 1989 – Tauer, Kreis Beeskow: Auf dem Betriebsbahnhof Tauer stießen der Personenzug Frankfurt (Oder)–Cottbus und ein Güterzug zusammen.[39][40] Die Lokomotiven beider Züge entgleisten, zwei Personenwagen verkeilten sich ineinander, einer wurde über die Lokomotive geschoben. Zwei Fahrgäste konnten nach stundenlanger mühsamer Rettungsaktion nur noch tot geborgen werden. Vier Reisende und der Lokführer des Personenzuges, der ein Einfahrtssignal nicht beachtet hatte, wurden ins Krankenhaus gebracht, während weitere Fahrgäste mit leichten Verletzungen ambulant betreut wurden.[39]

1990–1999

  • 2. Februar 1990 – Rüsselsheim, Hessen: Beim Eisenbahnunfall von Rüsselsheim kam es nach der Ausfahrt einer S-Bahn aus dem Bahnhof trotz Zwangsbremsung nach dem Überfahren eines Halt zeigendes Signals zur Frontalkollision mit einer entgegenkommenden S-Bahn. Der Durchrutschweg war für die erreichte Geschwindigkeit zu kurz. 17 Menschen starben, 145 Menschen wurden schwer verletzt. In der Folge wurde mit PZB 90 die Punktförmige Zugbeeinflussung verbessert.
  • 27. Juli 1991 – Oebisfelde, Sachsen-Anhalt: Beim Eisenbahnunfall von Oebisfelde stieß der von Dresden nach Köln fahrende D-Zug D448 mit dem entgegenkommenden Kesselwagenzug Gag 46183 frontal zusammen. Zwei Lokführer und ein Lokführer-Lehrling starben, 21 Reisende wurden verletzt. 250.000 Liter Benzin liefen aus, ein Großbrand folgte.[41]
  • 15. November 1992 – Northeim, Niedersachsen: Beim Eisenbahnunfall von Northeim entgleiste ein Güterzug am Nordende des Bahnhofs. In dessen Trümmer fuhr anschließend der Schnellzug Innsbruck–Kopenhagen und wurde aufgeschlitzt. Elf Tote und 51 zum Teil schwer Verletzte waren die Folge.
Zuglok 229 des IC nach dem Zusammenstoß in Berlin-Wannsee.
  • 31. Dezember 1992 – Holthusen, Mecklenburg-Vorpommern: Beim Eisenbahnunfall von Holthusen fuhr aufgrund eines Fehlers des Fahrdienstleiters ein Schnellzug in eine Rangierlokomotive. Der Triebfahrzeugführer des Schnellzuges konnte nur noch tot geborgen werden, vier Personen wurden schwer verletzt.
  • 9. April 1993 – Berlin-Wannsee, Berlin: Beim Eisenbahnunfall von Berlin-Wannsee stießen ein Intercity und ein Schnellzug beim Bahnhof Berlin-Wannsee frontal zusammen. Drei Menschen starben.
  • 21. August 1994 – Drei Annen Hohne, Sachsen-Anhalt: Zwischen Drei Annen Hohne und Steinerne Renne kollidierten zwei Personenzüge der Harzquerbahn frontal. Beide Lokomotiven entgleisten, mehrere Waggons wurden ineinander geschoben oder stellten sich quer. Der Lokomotivführer des talwärts fahrenden Zugs hatte einen Halt übersehen. 31 Personen wurden teilweise schwer verletzt.[42]
  • 29. September 1994 – Bad Bramstedt, Schleswig-Holstein: Beim Eisenbahnunfall von Bad Bramstedt stießen zwei Dieseltriebwagen der Altona-Kaltenkirchen-Neumünster-Eisenbahn frontal zusammen. Dabei starben sechs Menschen, 80 wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt.
  • 12. Dezember 1995 – Garmisch-Partenkirchen, Bayern: Der Eisenbahnunfall von Garmisch-Partenkirchen war ein durch Nichtbeachtung eines Halt zeigenden Signals verursachter Frontalzusammenstoß mit einem Toten und 51 Verletzten. Außerdem wurde der Gläserne Zug dabei so schwer beschädigt, dass er danach nicht mehr eingesetzt werden kann.
  • 1. Juni 1996 – Schönebeck (Elbe), Sachsen-Anhalt: Der Eisenbahnunfall von Schönebeck war eine Entgleisung eines Güterzuges mit anschließender Explosion und Brandkatastrophe. 18 Verletzte waren die Folge. Es war einer der größten Unfälle mit Gefahrgut auf deutschen Eisenbahnen.
  • 5. Juni 1996 – Kleinfurra, Thüringen: Es kam zum Frontalzusammenstoß der Züge 6655 und 6652 zwischen Kleinfurra und Sondershausen durch Missachtung des auf "Halt" stehenden Ausfahrtsignal sowie geöffneter Schranken im Bahnhof Kleinfurra. Drei Menschen kamen ums Leben.[43]
  • 19. Februar 1997 – Frankfurt-Sachsenhausen, Hessen: Beim Eisenbahnunfall in Frankfurt (Main) Süd fuhr ein Containerzug einem Kesselwagenzug, der ein Signal überfahren hatte, in die Flanke. Zwei mit Benzin beladene Kesselwagen ging in Flammen auf. Die umliegende dichte Wohnbebauung entging nur knapp einer Katastrophe. Bereits am 9. Mai 1996 kam es bei der gleichen Stelle zu einer Flankenfahrt zweier Züge, weil einer der Lokomotivführer ein Signal verwechselt hatte.
  • 5. Juli 1997 – Neustadt, Hessen: Beim Eisenbahnunfall von Neustadt (Hessen) rutschten mehrere Stahlrohre von einem Güterwagen ab. Eines der Rohre traf dabei einen entgegenkommenden Regional-Express, beschädigte dessen erste drei Wagen und bohrte sich in den vierten. Sechs Fahrgäste starben, zwei wurden schwer verletzt.
  • 20. November 1997 – Elsterwerda, Brandenburg: Beim Eisenbahnunfall von Elsterwerda entgleiste mit überhöhter Geschwindigkeit ein mit Benzin und Dieselkraftstoff beladener Zug, weil seine Bremsanlage nicht ordnungsgemäß in Betrieb genommen worden war. Der Unfall führte zu einer Explosions- und Brandkatastrophe, die zwei Feuerwehrmännern das Leben kostete.
  • 22. November 1997 – Cochem, Rheinland-Pfalz: Bei einem Eisenbahnunfall im Kaiser-Wilhelm-Tunnel verlor ein Güterzug eine fünf Tonnen schwere Stahlbramme. Die Lokomotive des entgegenkommenden Zugs fuhr auf die heruntergefallene Bramme auf.
Beim Unfall in Eschede 1998 schoben sich die hinteren Wagen des ICE ineinander.
  • 9. Dezember 1997 – Hannover-Anderten, Niedersachsen: Beim Eisenbahnunfall von Hannover-Anderten kollidierte ein Güterzug frontal mit einem Personenzug. Dabei wurden 51 Menschen verletzt, mehrere mit Dieselkraftstoff beladene Kesselwagen gerieten in Brand.
  • 3. Juni 1998 – Eschede, Niedersachsen: Beim ICE-Unfall von Eschede brach aufgrund konstruktiver Mängel am ersten Wagen eines ICE 1 ein Radreifen, löste sich und beschädigte eine im Einfahrbereich des Bahnhofs Eschede liegende Weiche. Die nachfolgenden Wagen entgleisten mit 200 km/h und rammten den Mittelpfeiler einer Straßenbrücke. Die einstürzende Brücke fiel auf den fünften und sechsten Wagen und der Rest des Zuges lief auf diese Trümmer auf. Beim schwersten Eisenbahnunfall in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland kamen 101 Menschen ums Leben, 88 weitere wurden schwer verletzt.
1999 fiel die Schwebebahn aus fast zehn Metern Höhe in die Wupper.
  • 12. April 1999 – Wuppertal, Nordrhein-Westfalen: Beim Schwebebahnunfall in Wuppertal entgleiste beim Aufprall auf eine nach Bauarbeiten vergessene Stahlkralle ein Gelenkzug. Fünf Menschen starben, 49 wurden schwer verletzt. Es war der schwerste Unfall einer Schwebebahn.

21. Jahrhundert

2000–2009

In Ilmenau brachte im Jahr 2000 ein Bagger eine Lok zum Entgleisen
  • 6. Februar 2000 – Brühl, Nordrhein-Westfalen: Beim Eisenbahnunfall von Brühl entgleiste auf der Linken Rheinstrecke der Schweiz-Express von Amsterdam nach Basel, weil er mit überhöhter Geschwindigkeit über eine Weiche in abzweigender Stellung fuhr. Dabei kamen neun Fahrgäste ums Leben.
  • 13. März 2000 – Ilmenau, Thüringen: Beim Eisenbahnunfall von Ilmenau fuhr ein Bagger über einen Bahnübergang, dessen Schranke defekt war, und wurde von einem herannahenden Zug erfasst. Zwei Menschen wurden schwer verletzt.
  • 29. Juni 2000 – Flughafen Hannover-Langenhagen, Niedersachsen: Beim Eisenbahnunfall am Flughafen Hannover-Langenhagen stießen zwei S-Bahn-Züge zusammen. Bedingt durch die Streckenführung war der entgegenkommende Zug erst kurz vor dem Zusammenstoß sichtbar.
  • 22. Juni 2001 – Vilseck, Bayern: Beim Eisenbahnunfall von Vilseck prallte auf einem Bahnübergang außerhalb von Vilseck auf der Bahnstrecke Neukirchen–Weiden ein Dieseltriebwagen gegen einen Lastwagen der US-Armee. Drei Menschen starben, neun weitere wurden schwer verletzt.
  • 9. September 2002 – Bad Münder am Deister, Niedersachsen: Beim Eisenbahnunfall von Bad Münder führte ein Bremsversagen zum Frontalzusammenstoß zweier Güterzüge, wodurch 40.000 Liter der Chemikalie Epichlorhydrin freigesetzt wurden und sich entzündeten. Die beiden Triebfahrzeugführer erlitten schwere Verletzungen.
  • 11. Juni 2003 – Schrozberg, Baden-Württemberg: Beim Eisenbahnunfall von Schrozberg stießen zwei Personenzüge auf der Taubertalbahn nördlich von Schrozberg wegen eines Meldefehlers des Fahrdienstleiters frontal zusammen. Sechs Menschen starben, 25 wurden verletzt.
Im Jahr 2008 in Brühl beschädigter ICE T.
Nach der Kollision 2008 mit einer Schafherde entgleister Triebkopf im Landrückentunnel.
  • 16. August 2003 – Neufahrn, Bayern: Beim Eisenbahnunfall von Neufahrn kollidierten zwei S-Bahn-Züge, die kurz zuvor in Neufahrn geflügelt worden waren. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt.
  • 22. September 2006 – Lathen, Niedersachsen: Beim Transrapidunfall von Lathen fuhr eine mit 31 Fahrgästen besetzte Magnetschwebebahn mit etwa 160 km/h auf einen Werkstattwagen auf. Beim weltweit folgenschwersten Unfall einer Einschienenbahn wurden 23 Menschen getötet und zehn schwer verletzt.
Regional-Express nach dem Unfall im Jahr 2009 in Berlin Karow.
  • 1. März 2008 – Brühl, Nordrhein-Westfalen: Bei einem Eisenbahnunfall in Brühl fuhr ein ICE auf einen umgestürzten Baum, der vom Orkan Emma umgeblasen worden war.
  • 26. April 2008 – Landrücken, Hessen: Beim Eisenbahnunfall im Landrückentunnel fuhr ein Intercity-Express (ICE) in eine Schafherde, die sich in den Tunnel verlaufen hatte. Beide Triebköpfe und die letzten zehn Mittelwagen entgleisten, 21 Reisende und der Triebfahrzeugführer wurden schwer verletzt.
  • 5. November 2008 - Dillenburg, Hessen: Im Güterbahnhof von Dillenburg fuhr ein Kesselwagen-Güterzug in einen anderen Güterzug, der fabrikneue Porsche-Sportwagen geladen hatte. Der Lokführer des Kesselwagen-Zuges wurde leicht verletzt, der Sachschaden belief sich auf ca. 5 Millionen Euro (siehe: hier).
  • 16. April 2009 – Berlin-Karow, Berlin: Beim Eisenbahnunfall von Berlin-Karow fuhr ein Regional-Express auf einen langsam fahrenden Güterzug auf. Die 24 mit Flüssiggas gefüllten Kesselwagen hielten der Belastung stand. Elf Reisende des Regional-Express wurden leicht, der Lokführer schwer verletzt.

Ab 2010

Bergungsarbeiten 2010 in Peine-Horst.
  • 16. Juni 2010 – Peine-Horst, Niedersachsen: Beim Eisenbahnunfall von Peine-Horst kollidierte ein Regional-Express Rheine–Braunschweig mit einem unmittelbar zuvor entgleisten Güterzug der Mittelweserbahn. Der Triebfahrzeugführer des Regional-Express-Zuges wurde schwer, ein Zugbegleiter und 18 Reisende leicht verletzt. Grund für den Unfall war ein loser Radreifen an einem Güterwagen.
  • 17. August 2010 – Lambrecht, Rheinland-Pfalz: Beim Eisenbahnunfall von Lambrecht erfasste ein ICE einen kurz zuvor auf das Gleis gestürzten Müllwagen. Der führende Wagen des ICE wurde seitlich auf ganzer Länge aufgeschlitzt, 15 Reisende wurden verletzt. Der Fahrer des Müllwagens konnte sich vor der Aufprall aus dem Lkw retten.
  • 29. Januar 2011 – Hordorf, Sachsen-Anhalt: Beim Eisenbahnunfall von Hordorf auf der Bahnstrecke Magdeburg–Thale stieß ein Harz-Elbe-Express (HEX) von Veolia Verkehr mit einem entgegenkommenden Güterzug der Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter zusammen. Durch den Zusammenstoß kamen zehn Menschen ums Leben, 23 weitere Personen wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt.
  • 20. Mai 2011 – Müllheim (Baden), Baden-Württemberg: Beim Eisenbahnunfall von Müllheim entgleisten acht teilweise mit Gefahrgut beladene Güterwagen beim Bahnhof Müllheim. Rund 300 Anwohner im Umkreis der Unfallstelle wurden wegen Explosionsgefahr evakuiert.
  • 13. April 2012 – Mühlheim am Main, Hessen: Bei einem Eisenbahnunfall in Mühlheim am Main gleiste ein Bauleiter ein Zweiwegefahrzeug versehentlich auf einem nicht gesperrten Gleis auf. Eine Regionalbahn fuhr mit ihrem Doppelstock-Steuerwagen auf das Baufahrzeug auf. Der Triebfahrzeugführer der Regionalbahn und die beiden Männer auf dem Baufahrzeug starben.
Unfallstelle in Mannheim am 2. August 2014
  • 26. Juli 2012 – Hosena, Brandenburg: Bei einem Eisenbahnunfall in Hosena stießen im Bahnhof Hosena zwei Güterzüge wegen nicht funktionierender Bremsen zusammen. Ein Weichenwärter im zerstörten Stellwerk konnte nur noch tot geborgen werden, einer der Lokomotivführer wurde schwer verletzt.
  • 17. Oktober 2013 – Wuppertal, Nordrhein-Westfalen: Bei einem Schwebebahnunfall in Wuppertal fiel eine etwa 260 Meter lange Stromschiene auf drei Autos und in die Wupper. Die Passagiere im festsitzenden Triebwagen mussten evakuiert werden. Sechs Personen erlitten einen Schock.
  • 1. August 2014 – Mannheim, Baden-Württemberg: Der Eisenbahnunfall von Mannheim war eine Flankenfahrt eines Güterzuges von ERS Railways in den Eurocity EC 216 Graz–Saarbrücken. Vier Personen wurden schwer, 35 leicht verletzt.[46]
  • 16. Mai 2015 – Ibbenbüren, Nordrhein-Westfalen: Ein Triebwagen ET 002 der Westfalenbahn stieß mit einem auf einem Bahnübergang liegengebliebenen Gülleanhänger zusammen. Der Triebfahrzeugführer und ein Fahrgast kamen ums Leben, etwa 20 Personen wurden darüber hinaus verletzt.[47][48]
Bergung der am 9. Februar 2016 in Bad Aibling kollidierten Meridian-Züge.
  • 5. November 2015 – Freihung, Bayern: Beim Eisenbahnunfall von Freihung erfasste ein Regional-Express auf der Bahnstrecke Neukirchen–Weiden einen auf einem beschrankten Bahnübergang liegengebliebenen Militärtransporter. Der Triebfahrzeugführer und einer der beiden Insassen des Lastkraftwagens starben, vier Fahrgäste wurden schwer verletzt.
  • 9. Februar 2016 – Bad Aibling, Bayern: Beim Eisenbahnunfall von Bad Aibling stießen zwei Personentriebzüge auf der Bahnstrecke Holzkirchen–Rosenheim bei Bad Aibling frontal zusammen. Zwölf Menschen starben infolge des Unfalls.
  • 20. Oktober 2016 – Leipzig-Engelsdorf, Sachsen: Im Bahnhof Leipzig-Engelsdorf entgleiste eine Rangierabteilung und prallte gegen das Stellwerk W 6, das einstürzte. Der dort tätige Mitarbeiter konnte schwer verletzt gerettet werden. Die zuvor vom Stellwerk bedienten Weichen mussten auf Handbetrieb umgebaut werden.[49]
  • 17. Februar 2017 – Frankfurt-Griesheim, Hessen: Während einer Rangierfahrt in die Wartungsanlage Griesheim überfuhr der unbesetzte ICE-Triebwagen Sonneberg, eine ICE T-Einheit, ungebremst den ein Stumpfgleis abschließenden Prellbock. Das führende Fahrzeug entgleiste und landete beschädigt auf einem Bahnsteig des Haltepunktes Frankfurt-Griesheim. Der Triebfahrzeugführer wurde verletzt, der Sachschaden betrug mehr als eine Million Euro.[50] Die Unfallursache blieb zunächst unklar. Die Signaltechnik funktionierte einwandfrei.[51]
  • 23. Juni 2017 – Gießen, Hessen: Ein in einem Anschlussgleis befindlicher Leerwagenzug aus Kesselwagen, an dessen Spitze sich die Lokomotive 294 822 befand, überfuhr die Gleissperre, die die angrenzende Vogelsbergbahn vor einem solchen Vorfall schützen sollte. Die Lokomotive und der folgende Wagen entgleisten und ragten anschließend in das Lichtraumprofil der Strecke. Zwischen Gießen und Großen Busek war die Strecke einen Tag lang gesperrt.[53]
  • 30. Juni 2017 – Leese-Stolzenau, Niedersachsen: Auf der eingleisigen Strecke Nienburg–Minden stieß der Güterzug 42597 AntwerpenMaschen des belgischen Unternehmens Lineas frontal in den Güterzug 42757 HelsingborgKrefeld der schwedischen Hector Rail. Die beiden Triebfahrzeugführer wurden schwer verletzt. Mehrere Wagen des Zuges 42757 entgleisten, zwei stürzen den Bahndamm hinunter auf eine Straße, der zugseitige Führerstand der Hector-Rail-Lokomotive 241 007 wurde schwer beschädigt.[54][55] Der Sachschaden betrug 8,7 Millionen Euro. Der Fahrdienstleiter hatte den auf dem Regeldurchfahrtsgleis wartenden Zug 42757 vergessen und den Gegenzug 42597 ins selbe Gleis geleitet. Die Strecke diente zum Unfallzeitpunkt wegen Bauarbeiten als Umleitung für Güterzüge zwischen Hamburg und dem Ruhrgebiet. Der Bahnhof Leese-Stolzenau ist nicht mit einer Gleisfreimeldeanlage ausgerüstet.[56]
Bergung des in Meerbusch verunfallten Talent 2
  • 28. April 2018 – München-Riem, Bayern: In der Nacht zum 28. April 2018 entgleiste ein Güterzug von BoxXpress.de auf dem Weg nach Bremerhaven im Bahnhof München-Riem. Vier Gleise sowie die Lokomotive 193 840 und die ersten beiden Güterwaggons wurden erheblich beschädigt und die Oberleitung auf einer Länge von knapp 80 Metern heruntergerissen. Der Sachschaden wurde auf vier Millionen Euro geschätzt. Unfallursache waren zwei Hemmschuhe, die noch auf den Gleisen lagen, als der Zug anfuhr.[58][59]
  • 28. April 2018 – Freiburg im Breisgau, Baden-Württemberg: Bei der Einfahrt in den Güterbahnhof Freiburg im Breisgau entgleiste ein aus Novara kommender RoLa-Zug von RAlpin wegen einer unter dem fahrenden Zug umgestellten Weiche. Der Vorfall beschädigte vier Weichen der südlichen Einfahrt in der Güterbahnhof und zog tagelange, umfangreiche Störungen im RoLa-Verkehr nach sich.[60]
  • 7. Mai 2018 – Aichach, Bayern: Beim Eisenbahnunfall von Aichach prallte ein Regionalzug der Bayerischen Regiobahn bei der Einfahrt in den Bahnhof Aichach auf einen stehenden Güterzug der DB Cargo. Zwei Menschen starben.
  • 6. Juni 2018 – Engen, Baden-Württemberg: Bei Engen fuhr ein Regionalzug der SBB GmbH in eine Schafherde mit etwa 450 Tieren, die ihrem Gehege entkommen war und auf die Geleise gelangte. Rund 50 Schafe wurden getötet.[61][62]

Siehe auch

Unfälle in Deutschland und anderen Staaten nach Sachgruppen:

Unfälle außerhalb Deutschlands:
nach Staaten alphabetisch geordnet

Literatur

  • Klaus Kemp: Regiebahn. Reparationen, Besetzung, Ruhrkampf, Reichsbahn. Die Eisenbahnen im Rheinland und im Ruhrgebiet 1918–1930. EK-Verlag, Freiburg 2016. ISBN 978-3-8446-6404-1
  • Peter W. B. Semmens: Katastrophen auf Schienen. Eine weltweite Dokumentation. Transpress, Stuttgart 1996, ISBN 3-344-71030-3.

Anmerkungen

  1. Nur in Einzelfällen sind Unfälle aufgeführt, bei denen Menschen beim Überqueren der Bahngeleise ums Leben kamen oder bei Bau- oder Unterhaltsarbeiten verunfallten.
  2. nach einer anderen Angabe 10. Mai 1901.
  3. Die Quelle (Eberhard Schüler: Damals in Eschwege West. In: Eisenbahn Geschichte 84 (2017). ISSN 1611-6283, S. 43) formuliert, dass „beide Lokpersonale getötet wurden“. Ob damit Heizer und Lokführer der Schnellzuglokomotive gemeint waren oder die Lokpersonale der Schnellzuglokomotive und der rangierenden Maschine, bleibt unklar.

Einzelnachweise

  1. Andreas Sauer: „… daß dieser Bau über Dachau, Petershausen, Pfaffenhofen und Geisenfeld geführt werde“. Die Geschichte der Eisenbahnstrecke München–Ingolstadt im Landkreis Pfaffenhofen = D’Hopfakirm. Heimatkundliche Schriftenreihe des Landkreises Pfaffenhofen a.d. Ilm 52. Pfaffenhofen 2017. Ohne ISBN, S. 53.
  2. NN: Eisenbahnunglück. In: Regensburger Conversations-Blatt Nr. 67 vom 8. Juni, 1870, (S. 4).
  3. a b weidenthal.de: Chronologie einer Waldgemeinde - Ein Stück Weidenthaler Chronik von Arthur Eisenbarth (2004). Abgerufen am 20. November 2014.
  4. kbs-670.de: Die Kursbuchstrecke 670 - Chronik -- 1876 bis 1885. Abgerufen am 20. November 2014.
  5. Andreas Sauer: „… daß dieser Bau über Dachau, Petershausen, Pfaffenhofen und Geisenfeld geführt werde“. Die Geschichte der Eisenbahnstrecke München–Ingolstadt im Landkreis Pfaffenhofen = D’Hopfakirm. Heimatkundliche Schriftenreihe des Landkreises Pfaffenhofen a.d. Ilm 52. Pfaffenhofen 2017. Ohne ISBN, S. 51 f.
  6. http://www.s197410804.online.de/Zeiten/1900.htm
  7. Jürgen Heß, Herbert Hoffmann, Siegbert Luksch: No. 5: Rückblick auf 150 Jahre Bahnstandort Meckesheim: 11: Chronologie. 29. November 2013, abgerufen im Januar 2017 (PDF; 568 KiB).
  8. Bernhard Püschel: Historische Eisenbahn-Katastrophen. Eine Unfallchronik von 1840 bis 1926. Freiburg 1977. ISBN 3-88255-838-5, S. 76.
  9. Hans-Jürgen Kämpf: Die Straßenbahn in Spandau und um Spandau herum. Hrsg.: Heimatkundliche Vereinigung Spandau 1954 e. V. Berlin 2008, ISBN 978-3-938648-01-8, S. 63.
  10. Peter W. B. Semmens: Katastrophen auf Schienen. Eine weltweite Dokumentation. Transpress, Stuttgart 1996, ISBN 3-344-71030-3, S. 37, gibt abweichend als Unfallort Mülheim an der Ruhr an.
  11. kbs-670.de: Die Kursbuchstrecke 670 - Chronik -- 1876 bis 1885. Abgerufen am 20. November 2014.
  12. Schweres Unglück auf der Wendelsteinbahn. In: Rosenheimer Anzeiger, 22. August 1922 (Bayerische Landesbibliothek Online)
  13. a b c Klaus Kemp: Regiebahn. Reparationen, Besetzung, Ruhrkampf, Reichsbahn. Die Eisenbahnen im Rheinland und im Ruhrgebiet 1918-1930. EK-Verlag, 1. Oktober 2016. S. 296
  14. Kemp: Regiebahn, S. 298
  15. a b c d e Kemp: Regiebahn, S. 299
  16. Holger Prochnau: Ein Gedenkstein im Thumkuhlental. In: Homepage der Interessengemeinschaft Harzer Schmalspurbahnen e. V., abgerufen am 8. Oktober 2017
  17. In: Salzburger Wacht, 27. April 1928 Zugzusammenstoß bei Friedrichsfeld. (Österreichische Nationalbibliothek Online)
  18. Wolf-Dietger Machel: Die Mecklenburg-Pommersche Schmalspurbahn. 2. Auflage. Stuttgart 1997, ISBN 3-613-71053-6, S. 127f.
  19. Jochen Fink, Ludger Kenning: Kleinbahnreise mit der alten Kassel-Naumburger. Verlag Kenning, Nordhausen 2016, ISBN 978-3-944390-07-9, S. 18.
  20. http://www.oberpfalznetz.de/zeitung/3474531-126,1,0.html#top
  21. Jürgen Goller, Wolfram Alteneder: Eisenbahnknotenpunkt Neuenmarkt-Wirsberg. Schiefe Ebene, Anschlußbahnen, Bahnbetriebswerk. Deutsches Dampflokomotiv-Museum, Neumarkt 1982.
  22. * Heinz Sturm: Die pfälzischen Eisenbahnen = Veröffentlichungen der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften 53. Speyer 1967, S. 145.
  23. Eberhard Schüler: Damals in Eschwege West. In: Eisenbahn Geschichte 84 (2017). ISSN 1611-6283, S. 40–44 (43).
  24. Andreas Sauer: „… daß dieser Bau über Dachau, Petershausen, Pfaffenhofen und Geisenfeld geführt werde“. Die Geschichte der Eisenbahnstrecke München–Ingolstadt im Landkreis Pfaffenhofen = D’Hopfakirm. Heimatkundliche Schriftenreihe des Landkreises Pfaffenhofen a.d. Ilm 52. Pfaffenhofen 2017. Ohne ISBN, S. 56.
  25. nach anderen Angaben 18. April 1946.
  26. a b c d e f g h Hans Joachim Ritzau, Jürgen Höstel: Die Katastrophenszene der Gegenwart. ISBN 3-921304-50-4, S. 107.
  27. Hans Joachim Ritzau, Jürgen Höstel: Die Katastrophenszene der Gegenwart. ISBN 3-921304-50-4, S. 108.
  28. a b c d Hans Joachim Ritzau, Jürgen Höstel: Die Katastrophenszene der Gegenwart. ISBN 3-921304-50-4, S. 109.
  29. Semmens, S. 127.
  30. Peter Scheffler: Die Eisenbahn im Raum Mainz – Wiesbaden. Eisenbahn-Kurier Verlag, Freiburg 1988. ISBN 3-88255-620-X, S. 129.
  31. nach einer anderen Angabe 65 Verletzte
  32. Hans Joachim Ritzau, Jürgen Höstel: Die Katastrophenszene der Gegenwart. ISBN 3-921304-50-4, S. 115.
  33. Stadtarchiv Karlsruhe. Abgerufen am 2. Oktober 2017: „Eisenbahnunglück mit Todesfolge für fünf Personen“
  34. H.J. Ritzau; Katastrophen der deutschen Bahnen, Teil 2, ISBN 3921304865, S. 169 f.
  35. Hans Joachim Ritzau, Jürgen Höstel: Die Katastrophenszene der Gegenwart. ISBN 3-921304-50-4, S. 83–97.
  36. ADN/BZ: Umfassende ärztliche Hilfe für Verletzte. Zugunglück forderte acht Tote. Regierungskommission leitete Räumarbeiten. In: Berliner Zeitung. 2. November 1982, S. 1 f.
  37. (ADN/ND): Folgenschweres Zugunglück auf dem Berliner Außenring. In: Neues Deutschland. Nr. 157/1983, 6. Juli 1983, S. 1.
  38. (ADN): Zugunglück forderte ein Todesopfer. In: Neues Deutschland. Nr. 50/1986, 28. Februar 1986, Nachrichten und Kommentare, S. 2.
  39. a b ADN/BZ: Zugunglück forderte zwei Todesopfer. In: Berliner Zeitung. Nr. 62/1989, 14. März 1989, Politik, S. 2.
  40. Betriebsbahnhof Tauer, Eisenbahnunglück. Beschreibung. In: app-in-die-geschichte.de. Internationale Akademie für innovative Pädagogik, Psychologie und Ökonomie gGmbH (INA) an der Freien Universität Berlin, abgerufen am 10. November 2017.
  41. Eisenbahnunfall von Oebisfelde
  42. Unfälle mit der Brockenbahn: Entgleiste Waggons und Kollisionen. In: Mitteldeutsche Zeitung vom 14. Juni 2016
  43. Unfall Kleinfurra Drehscheibe-Online.
  44. Rüdiger Soldt : Immer wieder Weiche 227. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung (Online) vom 11. Oktober 2012
  45. Walter von Andrian: Stuttgarter Entgleisungen geklärt. In: Eisenbahn-Revue International. Nr. 2/2013, S. 69.
    Eine genaue Beschreibung der Ursachen der Entgleisungen befindet sich in Stuttgart Hauptbahnhof
  46. Zugkollision, 01.08.2014, Mannheim Hbf (PDF) offizieller Bericht der EUB. 23. September 2015.
  47. Ibbenbüren: Bahn kollidiert mit Gülletransporter. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 16. Mai 2015, abgerufen am 19. Mai 2015.
  48. Tödliches Bahnunglück - Ermittlungen gegen Traktorfahrer. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 17. Mai 2015, abgerufen am 19. Mai 2015.
  49. Sebastian Schrader: Stellwerk Leipzig-Engelsdorf durch Rangierunfall zerstört. In: Eisenbahn-Revue International. Nr. 12/2016, S. 590.
  50. Oliver Teutsch: ICE landet auf dem Bahnsteig. In: Frankfurter Rundschau vom 18./19. Februar 2017, S. F1; Oliver Teutsch und Peter Jülich (Fotos): Der ICE auf dem Trockenen. In: Frankfurter Rundschau vom 18./19. Februar 2017, S. F10 f.
  51. dpa: ICE-Unfall in Griesheim ist nur schwer zu klären. In: Frankfurter Rundschau vom 23. Februar 2017, S. F1.
  52. Sebastian Schrader: Güterwagen auf der Murrbahn entgleist. In: Eisenbahn-Revue International 8-9/2017 , S. 376f.
  53. 6102: Vogelsbergbahn nach Entgleisung auf Anschlussgleis blockiert. In: Eisenbahn-Revue International. Nr. 8-9/2017, S. 376.
  54. hörs: Güterzug-Frontalkollision in Niedersachsen. In: Eisenbahn-Revue International 8-9/2017, S. 402.
  55. Kreisfeuerwehrverband Nienburg: Bahnunfall in Leese | Kreisfeuerwehrverband LK Nienburg/Weser. 30. Juni 2017 (kfv-nienburg.de [abgerufen am 3. Juli 2017]).
  56. Sebastian Schrader: Untersuchungsbericht der BEU zum Unfall von Leese-Stolzenau. In: Eisenbahn-Revue International 4/2018, S. 219.
  57. Feuerwehr Meerbusch auf Twitter: „Im Zug wurden 155 Personen angetroffen, 41 leicht, 3 mittel und 3 schwer verletzte Personen werden derzeit behandelt.“ In: twitter.com, abgerufen am 5. Dezember 2017.
  58. Güterzug entgleist in München – Millionenschaden. In: DIE WELT. 28. April 2018 (welt.de [abgerufen am 8. Mai 2018]).
  59. Sebastian Schrader, Mathias Rellstab: Münchem-Riem: Entgleisungen wegen vergessenem Hemmschuh. In: Eisenbahn-Revue International. Nr. 6/2018, Minirex, S. 294.
  60. Mathias Rellstab, Fabian Scheeder: Entgleisungen in Freiburg im Breisgau und in München-Riem. In: Eisenbahn-Revue International. Nr. 6/2018, S. 293–294.
  61. Regionalbahn rast in Schafherde – 50 Tiere tot. In: Badische Zeitung (Online) vom 6. Juni 2018
  62. Schäfer rätselt über Tod seiner 49 Schafe. In: Blick (Online) vom 6. Juni 2018, aktualisiert am 7. Juni 2018
  63. Strecke bleibt nach ICE-Brand wohl noch eine Woche gesperrt. In: Augsburger Allgemeine (Online) vom 14. Oktober 2018