LZ 41

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Marine-Luftschiff L 11 in Tarnbemalung

Der Zeppelin LZ 41 war das 41. Luftschiff des Grafen Zeppelin und das elfte Luftschiff der Kaiserlichen Marine.

Geschichte

Die erste Fahrt von LZ 41 fand am 7. Juni 1915 statt. Die Marine übernahm das Luftschiff unter der militärischen Kennung L 11.

LZ 41 Das Schiff wurde abwechselnd in Nordholz und in Hage stationiert für Aufklärungsfahrten über der Nordsee und für Bombenangriffe auf Großbritannien. Für beide Aufgaben wurde das Schiff oft eingesetzt.

Bei der Seeschlacht am Skagerrak war L 11 eins von zehn eingesetzten Luftschiffen und konnte der deutschen Marineführung über Funk am 1. Juni 1916 wertvolle Nachrichten über die Bewegung von Teilen der Royal Navy vor der niederländischen Küste melden. Die britischen Kriegsschiffe hielten das in etwa 1500 Metern Höhe aufklärende Luftschiff unter Abwehrfeuer. Der Kommandant von L 11, Korvettenkapitän Viktor Schütze, trug darüber in das Logbuch ein: „Alle in Sicht kommenden Schiffe nahmen das Feuer sofort mit Energie auf, so daß L 11 zeitweise im Feuer von 21 großen und vielen kleinen Schiffen stand. Wenn das Feuer auch ergebnislos war, so verursachten die großen Geschosse und die nahebei krepierenden Schrapnelle doch so schwere Erschütterungen im Schiffsgerippe, daß es ratsam schien, die Entfernung durch entsprechende Maßnahmen zu vergrößern.“ [1]

Verbleib

LZ 41 wurde am 25. April 1917 in Hage als veraltet abgerüstet.

Technische Daten

  • Traggasvolumen: 31.900 m³ Wasserstoff
  • Länge: 163,50 m
  • Durchmesser: 18,70 m
  • Nutzlast: 15 t
  • Antrieb: vier sechszylindrige Maybach-Motoren von je 210 PS (154 kW)
  • Geschwindigkeit: 26,7 m/s

Siehe auch

Literatur

  • Peter Meyer: Luftschiffe – Die Geschichte der deutschen Zeppeline. Wehr & Wissen, Koblenz/Bonn 1980.

Einzelnachweise

  1. Ernst A. Lehmann: Auf Luftpatrouille und Weltfahrt. Wegweiser-Verlag, Berlin 1936, Seiten 121–123