Károly Doncsecz

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Károly Doncsecz, slowenisch Karel Dončec, (* 30. Mai 1918 in Orfalu; † 12. November 2002 in Körmend) war ein ungarischer Töpfer aus der nationalen Minderheit der Slowenen.

Károly Doncsecz

Leben

Károly Doncsecz wurde in Orfalu (slowenisch Andovci, deutsch Andelsdorf) im Komitat Vas geboren. Seine Eltern Károly Dancsecz (1894–1927) und seine Mutter Anna Talabér (1900–1920) ebenfalls in Orfalu gebürtig, waren wohlhabende Kleinbauern slowenischer Abstammung. Er hatte einen Bruder namens István.

Die Mutter der Brüder starb bei einer Geburt, der Vater sieben Jahre später an Tuberkulose. Die verwaisten Brüder wurden einige Zeit von ihrem Großvater István Dancsecz (1871–1932) aufgezogen. Der junge Károly arbeitete einen Zeit lang in Orfalu bei einem Drechsler. In Apátsitvánfalva (slowenisch Števanovci, deutsch Stephansdorf) lernte er erstmals die Töpferei bei einem Töpfer namens Károly Kürnyek kennen. 1933 ging er 15-jährig nach Magyarszombatfa und machte eine dreijährige Lehre bei Töpfer János Zsohár. Seine späteren Arbeiten weisen Ähnlichkeiten mit dem dort erlernten Töpferstil auf. Von 1937 bis 1939 arbeitet er bei Lajos Németh in Egersee (Zalaegerszeg), von dort ging er weiter zum Töpfer István Adorján nach Sümeg. Auch die Werke des berühmten Töpfermeisters Balázs Badár (1854–1939) aus Mezőtúr nahmen Einfluss auf seine Arbeit.

Im Laufe der Zeit sammelte er verschiedene alte Töpferarbeiten aus dem Windischgebiet und Transdanubien die er als Muster verwendete. Später bewahrte er diese Arbeiten als Sehenswürdigkeit auf. Darunter konnte man auch seine ersten Keramiken finden. 1939 betätigte er sich eine kurze Zeit bei János Kerécz in Szentgotthárd, danach kehrte er noch Orfalu zurück. Er heiratete Anna Gáspár (1920–1984), mit der er drei Kinder hatte. Infolge der Heirat zog er nach Permise (das spätere Kétvölgy).

1942 wurde er eingezogen und nach Cluj-Napoca abkommandiert. Von dort kam er in die Ukraine und kämpfte er in der Umgebung von Stanislav (heute Iwano-Frankiwsk). 1944 wurden sie im Rückmarsch in Polen von britischen Fliegern angegriffen und bald von den Russen gefangen genommen und nach Tschechien deportiert. Von dort konnte er fliehen und gelangte nach Hause.

Neben der Töpferei beschäftigte er sich auch mit Landwirtschaft. Mehrmals war er im Komitat Zala als Fuhrmann und ein häufiger Gast der Warter Messe in Őriszentpéter. Seine Tätigkeit wurde unter anderem von dem Bund der Ungarnsüdslawen und dem Bund der Ungarnslowenen anerkannt. Im Körmender Krankenhaus verstarb er im Alter von 84 Jahren.

Auszeichnungen

  • Für seine Arbeiten erhielt er 1984 die Auszeichnung Meister der Volkskunst, die ihm von Béla Köpeczi überreicht wurde.
  • 2001 wurde ihm der Vitézi Rend-Orden für seine militärischen Dienste verliehen. Danach durfte er sich Vitéz Károly Doncsecz nennen, doch er machte davon keinen Gebrauch.

Ausstellungen

Seine Keramiken wurden in zahlreichen Ausstellungen in Ungarn und Slowenien gezeigt.[1]

Literatur

  • Mária Kozár Mukics: Meister der Volkskunst – Károly Doncsecz (Mojster ljudske umetnosti – Karel Dončec Slovenski koledar, Szombathely 1986.)

Einzelnachweise

  1. http://vendvidek.com/hires/hireseke.html