Johann Heinrich Ludwig Meierotto

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Gedenktafel, Bundesallee 12a, in Berlin-Wilmersdorf

Johann Heinrich Ludwig Meierotto (* 22. August 1742 in Stargard in Pommern als Sohn des dortigen Rektors der reformierten Lateinschule; † 24. September 1800 in Berlin) war ein deutscher Geograph und Pädagoge.

Von 1760 bis 1762 war Johann Heinrich Ludwig Meierotto Schüler am Joachimsthalschen Gymnasium in Berlin, an dem bereits sein Großvater Heinrich Meierotto tätig gewesen war. Es folgte ein Studium der Philologie und der Theologie an der Universität Frankfurt (Oder). Anschließend war er von 1765 bis 1771 Privatlehrer im Auftrag des Bankiers David Schickler. Ab 1771 wirkte Meierotto wieder am Joachimsthalschen Gymnasium, diesmal als Professor für Rhetorik, Latein und klassische Literatur. Ab 1775 war er Rektor des Gymnasiums.

Er setzte sich für Reformen im Schulwesen ein. So führte sein Engagement zur Einführung der Reifeprüfung in Preußen, unter Förderung durch den „Minister des geistlichen Departements“ (Kultusminister) Karl Abraham von Zedlitz.

Ab 1786 nahm er den Posten als Kirchen- und als Oberschulrat für das Schulwesen in Pommern und Preußen an. Im selben Jahr wurde er Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der mechanischen Künste.

Sein Buch „Gedanken über die Entstehung der baltischen Länder“ erschien 1790 in Berlin. Er veröffentlichte mehrere Beiträge zu den Fachgebieten der Philologie und der Pädagogik.

Meierotto starb im Jahre 1800 und wurde auf dem Friedhof der Berliner Parochialkirche beigesetzt.

Die Meierottostraße in Berlin-Wilmersdorf, die entlang des Joachimsthalschen Gymnasiums verläuft, erhielt bald nach Einweihung des Gebäudes seinen Namen.

Schriften

  • Beitrag zur Geschichte Herrn Johann Carl Moehsen als Schriftstellers. Georg Decker, Berlin 1799. (Online)

Literatur

Weblinks