Jack Patera

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Jack Patera
Position(en):
Linebacker
Trikotnummern:
56, 61
geboren am 1. August 1933
gestorben am 31. Oktober 2018
Karriereinformationen
Aktiv: 19551961
NFL Draft: 1955 / Runde: 4 / Pick: 44
College: Oregon
Teams
Karrierestatistiken
Interceptions     6
Stats bei NFL.com
Stats bei pro-football-reference.com
Karrierehöhepunkte und Auszeichnungen

John Arlen „Jack“ Patera (* 1. August 1933 in Bismarck, North Dakota; † 31. Oktober 2018 in Cle Elum, Washington[1]) war ein US-amerikanischer American-Football-Spieler und -Trainer. Er spielte sieben Saisons auf der Position des Linebackers in der National Football League (NFL). Er war sieben Jahre lang Head Coach der Seattle Seahawks.

Spielerkarriere

Patera wurde 1951 von John McKay rekrutiert um auf der Position des Guards College Football für die Oregon Ducks zu spielen. 1955 wurde er im NFL Draft in der vierten Runde von den Baltimore Colts ausgewählt. Dort wurde er zum Linebacker umtrainiert. 1958 wurde er zu den Chicago Cardinals getradet.[2] 1960 wurde er im Expansion Draft der Dallas Cowboys ausgewählt.[3] Dort blieb er zwei Saisons, in denen er aufgrund einer Knieverletzung jedoch nur vier Spiele bestreiten konnte. Er trat 1962 vom Profifootball zurück.[2]

Trainerkarriere

Ein Jahr nach seinem Rücktritt begann er seine Trainerkarriere bei den Los Angeles Rams als Trainer der Defensive Line. 1968 wechselte er zu den New York Giants.[2] Von 1969 bis 1975 war er Trainer der Defensive Line bei den Minnesota Vikings.[4] Er gelangte mit ihnen drei Mal in den Super Bowl, gewann jedoch nie.[5] In seiner Zeit als defensiver Assistenztrainer trainierte er zwei Gruppen von gefürchteten Defensive Lines: Die Fearsoume Four bei den Rams und die Purple People Eaters bei den Vikings.[3]

Am 3. Januar 1976 wurde er als erster Head Coach in der Geschichte der Seahawks vorgestellt.[4] In der ersten Saison gewannen die Seahawks nur zwei der vierzehn Spiele, 1977 waren es bereits fünf. Im folgenden Jahr führte Patera sie sogar zu einer 9-7-Bilanz.[6] Er wurde dafür von der Associated Press zum Trainer des Jahres gewählt.[7] 1979 gelangen ihm erneut neun Siege in sechzehn Spielen. In der Saison 1980 endete der Erfolg und die Seahawks gewannen nur 4 Spiele. Dennoch wurde Pateras Vertrag um vier Jahre verlängert.[6] 1981 gelangen den Seahawks wieder sechs Siege. 1982 verloren die Seahawks die ersten beide Spiele, ehe die Saison wegen eines Spielerstreiks unterbrochen wurde. Während der zweimonatigen Zwangspause wurde Patera entlassen und durch Mike McCormack ersetzt.[8] Patera hatte in seiner Karriere als Head Coach 35 Siege bei 59 Niederlagen erzielt und nie die Playoffs erreicht.[9]

Stil

Patera war bekannt dafür risikoreiche Trickspielzüge, insbesondere Fake-Field-Goals, einzusetzen.[10] Patera setzte zudem auf antisoziale Methoden. So ließ er etwa die Spieler während des Trainings nicht trinken.[11] Er engagierte jedoch auch einen ehemaligen Ranger, um den Spielern beizubringen, besser mit dem Schmerz umzugehen.[6] Patera war auch berüchtigt für sein Verhalten gegenüber den Medien. So hielt er eine Pressekonferenz, die nur sieben Sekunden dauerte. Er fragte, ob es Fragen gebe, und nachdem es keine sofortige Frage gab, stürmte er hinaus.[5]

Persönliches

Sein Bruder Ken Patera ist ein berühmter Gewichtheber. Er war zeitweise der weltweit zweite im Superschwergewicht.[3] Sein anderer Bruder Dennis war 1968 Kicker für die San Francisco 49ers.[12]

Einzelnachweise

  1. Jack Patera, first coach of Seahawks, dies at age 85. Abgerufen am 6. November 2018 (englisch).
  2. a b c John Maxymuk: NFL Head Coaches: A Biographical Dictionary, 1920–2011. McFarland, 2012, ISBN 978-0-7864-9295-4, S. 228.
  3. a b c Feathering a nest of Seahawks. Abgerufen am 26. März 2017 (englisch).
  4. a b Vikings-Seahawks Have Shared History of Players. Minnesota Vikings, abgerufen am 26. März 2017 (englisch).
  5. a b Catching up with Jack Patera, the Seahawks’ first coach. Abgerufen am 26. März 2017 (englisch).
  6. a b c Seahawks Empty Patera's Bag of Tricks. The New York Teams, abgerufen am 26. März 2017 (englisch).
  7. AP NFL Coach of the Year. San Diego Tribune, 6. Februar 2016, abgerufen am 26. März 2017 (englisch).
  8. Brian Lester: Seattle Seahawks (Inside the NFL). All Sports, Indianapolis 2010, Seite 19
  9. Brian Lester: Seattle Seahawks (Inside the NFL). All Sports, Indianapolis 2010, Seite 12
  10. Ryan’s pass brings up memories of early Seahawks. Abgerufen am 26. März 2017 (englisch).
  11. In the beginning there were rough waters for the Seahawks. Abgerufen am 26. März 2017 (englisch).
  12. Dennis Patera. Abgerufen am 26. März 2017 (englisch).