Informatiker

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Informatiker in Kamerun.

Informatiker arbeiten im Bereich der Informatik. Sie forschen oder wenden die Informatik an, dies vor allem in der Softwareentwicklung sowie der Informationstechnik (IT).

Die Pioniere der Informatik prägten und prägen die Informatik, die die Grundlage der Softwaretechnik und der IT ist. Manche Informatiker untersuchen ausschließlich Probleme theoretischer Natur in der wissenschaftlichen Informatik. Softwareentwickler und Informationstechniker lösen praktische Probleme im konkreten Anwendungskontext durch die Erstellung und Nutzung von Software.

Deutschland

Ausbildung

Durch den Abschluss eines Informatikstudiums an Hochschulen können akademische Grade wie Diplom, Bachelor oder Master erworben werden. Das Informatikstudium ist Grundlage für anwendungsorientierte Berufe wie den des Softwareentwicklers, ein Master- oder Diplom-Abschluss qualifiziert zudem für eine Forscherkarriere in der Wissenschaft oder Industrie.

In der Informationstechnik (IT) kann an Berufsakademien, Berufsfachschulen und -kollegs der Abschluss Staatlich geprüfter Informatiker erworben werden oder an einigen Berufsakademien die staatliche Abschlussbezeichnung Diplom (BA), welcher kein akademischer Grad ist. Der akademische Grad Bachelor of Science (kurz: BSc.) "Computer Science" wird üblicher weise an einer Universität oder Fachhochschule erworben. Unter den IT-Berufen gibt es mehrere anerkannte Ausbildungsberufe, wie den Fachinformatiker.

Berufsverbände

Für die Interessen von Informatikern setzt sich die Gesellschaft für Informatik mit rund 20.000 Mitgliedern ein.

Eine Vereinigung selbständig tätiger Informatiker ist der Deutsche Bundesverband Informationstechnologie für Selbständige (DBITS).[1]

Österreich

In Österreich benötigt man ein Informatikstudium, den Abschluss einer Höheren Technischen Lehranstalt (HTL) oder den Abschluss einer Lehre als Informationstechnologe.

Lehrabschluss

Die Lehrabschlussprüfung wird durch die örtliche Wirtschaftskammer durchgeführt. Voraussetzung für eine Anmeldung ist ein bestehendes Lehrverhältnis, ein Abschlusszeugnis der Berufsschule und ein Nachweis über die hinterlegte Prüfungsgebühr. Eine außerordentliche Zulassung zur Lehrabschlussprüfung (z. B. im zweiten Bildungsweg oder bei Lehrplatzverlust) ist möglich.

Die Lehrabschlussprüfung besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Ist die letzte Klasse der Berufsschule nicht erfolgreich abgeschlossen worden, muss zusätzlich zur Prüfung auch noch der schriftliche Teil der Lehrabschlussprüfung abgelegt werden.

Schweiz

Berufliche Grundbildung

In der Schweiz tragen die in Deutschland als Fachinformatiker bekannten Ausbildungsberufe ebenfalls die Bezeichnung Informatiker, genauer Informatiker EFZ. So trägt man nach Abschluss der Ausbildung in der Schweiz am Beispiel der Fachrichtung Systemtechnik den Titel „Informatiker EFZ Fachrichtung Systemtechnik“ (siehe Abschnitt Schweiz im Artikel Fachinformatiker).

Höhere Berufsbildung

Außerhalb des Hochschulbereichs gibt es folgende Qualifikationen und Abschlüsse:

  • Berufsprüfung:
    • Informatiker mit eidg. Fachausweis[2]
    • ICT-Applikationsentwickler mit eidg. Fachausweis[3]
    • ICT-System- und Netzwerktechniker mit eidg. Fachausweis[4]
    • Wirtschaftsinformatiker mit eidg. Fachausweis[5]
  • Höhere Fachprüfung:
    • Informatiker mit eidg. Diplom[6]

Frauenanteil

Der Berufsbereich gilt inzwischen als klassische Männerdomäne. Der Frauenanteil bei Ausbildung und Berufsausübung in den drei deutschsprachigen Ländern 2010 lag unter 29 %. Der Artikel „Frauen in der Informatik“ beschreibt, welche Rollen Frauen im Entwicklungsverlauf der Informatik eingenommen haben.

Weblinks

 Wiktionary: Informatiker – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wiktionary: Informatikerin – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Informatiker – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Neuigkeiten - DBITS Deutscher Bundesverband Informationstechnologie für Selbständige e.V. In: www.dbits.it. Abgerufen am 14. April 2016.
  2. SBFI - Im Brennpunkt. (Nicht mehr online verfügbar.) In: www.bbt.admin.ch. Ehemals im Original; abgerufen am 14. April 2016.@1@2Vorlage:Toter Link/www.bbt.admin.ch (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  3. SBFI - Höhere Berufsbildung. In: www.sbfi.admin.ch. Archiviert vom Original am 27. Februar 2016; abgerufen am 14. April 2016. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sbfi.admin.ch
  4. SBFI - Höhere Berufsbildung. In: www.sbfi.admin.ch. Archiviert vom Original am 22. März 2016; abgerufen am 14. April 2016. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sbfi.admin.ch
  5. SBFI - Höhere Berufsbildung. In: www.sbfi.admin.ch. Archiviert vom Original am 10. März 2016; abgerufen am 14. April 2016. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sbfi.admin.ch
  6. SBFI - Höhere Berufsbildung. In: www.sbfi.admin.ch. Archiviert vom Original am 6. März 2016; abgerufen am 14. April 2016. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sbfi.admin.ch