Galileo (Satellitennavigation)

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Sitz der Galileo-Agentur in Prag

Galileo ist ein im Aufbau befindliches, teilweise bereits operationelles, europäisches globales Satellitennavigations- und Zeitgebungssystem unter ziviler Kontrolle (europäisches GNSS).[1]

Es liefert weltweit Daten zur genauen Positionsbestimmung und ähnelt dem US-amerikanischen NAVSTAR-GPS, dem russischen GLONASS-System und dem chinesischen Beidou-System. Die Systeme unterscheiden sich hauptsächlich durch die Frequenznutzungs-/Modulationskonzepte, die Art und Anzahl der angebotenen Dienste und die Art der Kontrolle: GLONASS, Beidou und GPS sind militärisch kontrolliert.

Auftraggeber von Galileo ist die Europäische Union. Der Sitz der Agentur für das Europäische GNSS (Galileo-Agentur, GSA) befindet sich seit 2014 in der tschechischen Hauptstadt Prag.[2]

Mit dem Start vom 25. Juli 2018 sind 26 der vorgesehenen 30 Satelliten im Orbit.[3] Bis Ende 2019 sollen alle Satelliten in ihre Umlaufbahn gebracht werden. Das Satellitennavigationssystem ist für die Allgemeinheit seit dem 15. Dezember 2016 zugänglich.[4][5]

Geschichte

Brief von Paul Wolfowitz an die Verteidigungsminister der EU-Mitgliedsstaaten vom Dezember 2001, Teil der US-Lobbyingkampagne gegen ein Galileo, das nicht ohne Einfluss auf das militärische GPS-Signal hätte gestört werden können

Galileo ist das erste von der Europäischen Union (EU) und der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) gemeinsam durchgeführte Projekt und Teil des TEN-Verkehrsprojektes. Die Finanzierung der Entwicklung übernahmen beide Organisationen zu gleichen Teilen. Am 27. Mai 2003 einigten sich die Mitgliedsstaaten der ESA über die Finanzierung. Im Mai 2007 wurde bekannt, dass die EU-Kommission den privaten Betreibergesellschaften den Auftrag entziehen und das Projekt neu ausschreiben will.[6]

Folgende Staaten außerhalb der Europäischen Union beteiligen sich ebenfalls:

  • Die China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China ist mit 280 Mio. Euro am Projekt beteiligt; ein gemeinsames Trainingszentrum für Satellitennavigation wurde an der Universität Peking eröffnet.[7]
  • IndienIndien Indien vereinbarte im September 2005 eine Zusammenarbeit.[8] Im Oktober 2006 stellte Indien die Zusammenarbeit und die Mitfinanzierung von 300 Mio. Euro[9] aufgrund sicherheitsrelevanter Aspekte wieder in Frage.[10] (Siehe auch IRNSS)
  • IsraelIsrael Israel[11]
  • MarokkoMarokko Marokko[12]
  • Saudi-ArabienSaudi-Arabien Saudi-Arabien[13]
  • SchweizSchweiz Schweiz (Mitglied der ESA) mit ursprünglich 30 Mio. Euro und lieferte (über das bis 2006 existierende Unternehmen Temex, heute (2017) SpectraTime)[14] für die vier IOV und die 22 FOC1 Satelliten die extrem genauen Rubidium- (Abweichung von einer Sekunde in 760.000 Jahren) und Wasserstoff-Maser-Atomuhren (Abweichung von einer Sekunde in drei Millionen Jahren)[15]
  • NorwegenNorwegen Norwegen (Mitglied der ESA)
  • Korea SudSüdkorea Südkorea[16]
  • UkraineUkraine Ukraine[17]

Folgende Staaten verhandeln über eine Teilnahme:

RusslandRussland Russland brachte zwischen dem 21. Oktober 2011 und dem 24. Juni 2016 in 7 Raketenstarts einer Sojus-2-1b Fregat-MT vom europäischen Weltraumzentrum in Französisch-Guayana die ersten 14 Galileo-Satelliten ins All[18].

Anfang 2018 gab die EU bekannt, Großbritannien nach dem EU-Austritt des Vereinigten Königreichs vom Galileo-Projekt auszuschließen, da die EU keine sensiblen Daten mit Staaten teile, die nicht der EU angehörten. Eine Kooperation im Wissenschaftsbereich sei jedoch möglich. Für die britische Premierministerin Theresa May ist diese Kooperation keine Alternative zur regulären Teilnahme am Galileo-Programm. Großbritannien lieferte die Codierungstechnologie.[19]

Die Vereinigten Staaten standen Galileo zunächst skeptisch gegenüber, vor allem im Hinblick auf die Gefahren einer unkontrollierten militärischen Nutzung. Nachdem Bedenken bezüglich einer technischen Beeinflussung des NAVSTAR-GPS-Systems ausgeräumt wurden, sind die USA bestrebt, Zugang zum militärischen Dienst von Galileo (PRS) zu erhalten.[20]

Grundlagen

Galileo basiert auf einer Grundkonstellation von 30 Satelliten (27 plus drei laufend betriebsbereite Zusatzsatelliten, zuzüglich des fortlaufenden Ersatzes von Satelliten), die die Erde in einer Höhe von etwa 23.260 km mit 3,6 km/s umkreisen, und einem Netz von Bodenstationen, die die Satelliten kontrollieren. Empfänger in der Größe mobiler Handgeräte wie Smartphones oder Navigationssysteme können aus den Funksignalen der Satelliten die eigene Position mit einer Genauigkeit von ungefähr vier Metern bestimmen. Bei Verwendung von Zusatzinformationen oder -diensten lässt sich ähnlich wie bei anderen satellitengestützten Navigationssystemen (GNSS) die Positionsgenauigkeit in den Zentimeterbereich steigern (DGPS).

Galileo wurde ursprünglich nur für zivile Zwecke konzipiert, wird aber, durch die vom Europäischen Parlament im Juli 2008 verabschiedete Entschließung zu den Themen Weltraum und Sicherheit, auch für Operationen im Rahmen der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP) „zur Verfügung stehen“.[21]

Satellitenkonstellation

Konstellation der Galileo-Satelliten ohne Reserve-Satelliten (Klicken für Animation)

Es sind 30 Satelliten geplant. Sie sollen die Erde auf drei Bahnebenen mit einer Inklination von 56° in einer Walker-Konstellation (56°:27/3/1) umkreisen. Pro Bahnebene sind neun Satelliten vorgesehen plus zusätzlich ein Reservesatellit. Sie haben einen Abstand von 40° mit einer Abweichung von maximal 2°, entsprechend 1000 km. Bei einer Höhe von 23.222 km über der Erdoberfläche benötigen die Satelliten etwa 14 Stunden für einen Umlauf.[22]

Nach 17 Umläufen oder 10 Tagen wiederholt sich das Muster der Bodenspur.

Bodensegment

  • Zwei gleichberechtigte Kontrollzentren (GCC) in Oberpfaffenhofen (Deutschland) und Fucino (Italien). Nominal überwacht und kontrolliert Oberpfaffenhofen die Satellitenkonstellation, während Fucino für die Bereitstellung der Navigationsdaten sowie die hochgenaue Bahnbestimmung und Zeitsynchronisation zuständig ist. Im Falle eines gravierenden Ausfalls können die beiden Kontrollzentren gegenseitig als Backup dienen.
  • Vier Bodenstationen (TTC) für die Satellitenkommunikation mit 13-Meter-Antennen im S-Band (2 GHz)
  • 30 Referenz-Empfangsstationen (GSS) zur Erfassung der Galileo-Signale im L-Band. Aus diesen Signalen berechnet das Kontrollzentrum alle zehn Minuten die Navigationsdaten (Bahnen und Zeitdifferenzen)
  • Neun Up-link-Stationen (ULS) zur Übertragung der von den Satelliten ausgestrahlten Galileo-Navigationssignale, Kommunikation mit 3-Meter-Antennen im C-Band (5 GHz)
  • Das GCC stellt sicher, dass die Satelliten spätestens alle 100 Minuten neue Navigationsdaten erhalten.
  • Die Sicherheitszentren in Frankreich (St. Germain-en-Laye) und zurzeit noch UK, Swanwick (wird wegen des Brexit durch ein neues Zentrum in Madrid ersetzt). Diese sind für den behördlichen Dienst sowie die Systemsicherheit zuständig.
  • Des Weiteren zusätzliche Servicezentren zur Performanceüberwachung, Zeitreferenzierung, geodätische Dienste, Koordinierungszentren für den SAR Service....

Finanzierung und Kosten

Die Finanzierung von Galileo wurde am 24. November 2007 geklärt. Das Geld soll hauptsächlich aus den Einsparungen im EU-Agrarsektor kommen.[23]

Bis 2007 wurden 1,5 Mrd. Euro in die Entwicklung investiert. Für den Endausbau bis 2013 waren ursprünglich 3,4 Mrd. Euro aus dem EU-Haushalt geplant.[24]

Laut der Halbzeitüberprüfung der EU-Kommission im Januar 2011 werden die Kosten mit vermutlich 5,3 Milliarden Euro bis 2020 deutlich höher sein.[25]

Für den Zeitraum 2014–2020 hat die Europäische Union Mittel in Höhe von insgesamt 7 071,73 Mio. EUR für die Programme Galileo und EGNOS bereitgestellt. Dieser Finanzrahmen deckt die Programmverwaltung, die Errichtung und den Betrieb von Galileo, den Betrieb von EGNOS und die mit diesen Tätigkeiten verbundenen Risiken ab. Bis Ende 2016 waren die Programme Galileo und EGNOS auf dem besten Weg, die durch die GNSS-Verordnung für den Zeitraum 2014–2020 gesteckten Budgetgrenzen einzuhalten.[26]

Projektphasen

Erste und zweite Phase: Planung

Die erste Projektphase zur Definition der Aufgaben finanziert die ESA mit ca. 100 Mio. Euro. Die Planungs- und Definitionsphase schloss mit dem Start und der Inbetriebnahme zweier Testsatelliten und der zugehörigen Bodenstationen im Januar 2006 ab. Der Test der Sendefrequenzen musste vor dem 10. Juni 2006 erfolgen, weil sonst die Reservierung für die Galileo-Frequenzbänder bei der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) verfallen wäre. Mit der Entwicklung, Start und Test von vier Galileo-Satelliten (In Orbit Validation, IOV) endet die zweite Phase 2011. Anfang 2003 vereinbarten die Raumfahrtagenturen Europas und Russlands, die GLONASS-Satelliten zum Test ausgewählter Teile des Galileo-Systems zu nutzen. Hierbei soll auch die Kompatibilität beider Systeme geprüft werden.

Die Kosten der zweiten Phase (Entwicklungsphase) von voraussichtlich 1,5 Mrd. Euro tragen die Europäische Union und ESA gemeinsam.

Innerhalb der ESA übernehmen Deutschland, Italien, Frankreich und Großbritannien jeweils 17,5 %. Spanien trägt 10 % der Kosten. Belgien zahlt 26,5 Mio. Euro, der Rest wird unter den übrigen 15 ESA-Mitgliedsstaaten aufgeteilt. Die übrigen 750 Mio. Euro kommen aus dem Haushalt für transeuropäische Netze der Europäischen Union (TEN). An TEN ist Deutschland über seine EU-Beitragszahlungen mit zirka 25 % beteiligt und ist damit der größte Geldgeber für das Projekt. Die Phase C/D umfasst den Betrieb von drei bis vier funktionstüchtigen Satelliten, dem Raumsegment, und der Boden-Betriebseinrichtungen, dem Bodensegment. Das Bodensegment besteht aus untereinander vernetzten Empfangs- und Sendestationen.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit Standort in Neustrelitz und seinen Einrichtungen des Fernerkundungsdatenzentrums sowie des Instituts für Kommunikation und Navigation war maßgeblich an der Entwicklung und dem Betrieb des Galileo-Vorläufersystems beteiligt.[27]

Der erste Testsatellit GIOVE-A1 (Galileo In-Orbit Validation Element) wurde am 28. Dezember 2005 um 05:19 UTC vom Raumfahrtzentrum in Baikonur (Kasachstan) gestartet und hat in 23.222 km Höhe seinen planmäßigen Betrieb aufgenommen. Das erste Navigationssignal übertrug GIOVE-A zu Testzwecken am 2. Mai 2007.[28]

GIOVE-B, der zweite Testsatellit, wurde am 26. April 2008 um 22:16 UTC ebenfalls vom Kosmodrom Baikonur gestartet. Als neue Nutzlast verfügt er über Laser-Retroreflektoren für die exakte Bahnvermessung und eine hochgenaue passive Wasserstoff-Maser-Atomuhr.[29] Anfängliche Probleme von GIOVE-B bei der Ausrichtung auf die Sonne wegen eines Softwareproblems konnten schnell behoben werden.[30] Am 7. Mai 2008 sendete er die ersten hochgenauen Navigationssignale.[31]

Am 4. Februar 2011 begann die erste große Testphase. Der deutsche Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) nahm in Berchtesgaden die erste europäische Testregion in Betrieb. Das Projekt GATE ermöglicht den Test von Galileo-Empfängern. Es betreibt im Raum Berchtesgaden terrestrische Funkanlagen, die Signale aussenden, wie sie später von Galileo erwartet werden. Entwickler führten ab da Praxistests unter realen Einsatz- und Umgebungsbedingungen durch.

Testsatelliten

GIOVE-A1 – erster Testsatellit

Bezeichnung: GIOVE-A (italienisch für Jupiter bzw. Galileo In-Orbit Validation Element); Bezeichnung vor dem Start: GSTB-v2 A (Galileo System Test Bed)
Nutzlast: Signalgenerator, Rubidium-Atomuhr, Strahlungsmonitor, Navigationsempfänger
Hersteller: Surrey Satellite Technology
Startmasse: 600 kg
Leistung: 700 W
Größe: 1,3 m × 1,8 m × 1,65 m
Start: 28. Dezember 2005, 5:19 UTC
Außerbetriebnahme:  3. Juli 2012 (s. aber unten)
ID: COSPAR/WWAS Int Id: 2005-051A
ID: USStratCom Cat #: 28922
Träger: Sojus-FG/Fregat
Betriebsdauer: 87 Monate (geplant 27 Monate)

GIOVE-B – zweiter Testsatellit[32]

Bezeichnung: GIOVE-B; bisherige Bezeichnung: GSTB-v2 B
Nutzlast: Signalgenerator, Rubidium-Atomuhr, Strahlungsmonitor, zwei passive Wasserstoff-Maser-Atomuhren, Laser-Retroreflektor
Hersteller: Galileo Industries Konsortium
Startmasse: 523 kg
Leistung: 943 W
Größe: 0,955 m × 0,955 m × 2,4 m
Start: 26. April 2008, 22:16 UTC
Außerbetriebnahme:  23. Juli 2012[33]
ID: COSPAR/WWAS Int Id: 2008-020A
ID: USStratCom Cat #: 32781
Träger: Sojus-Fregat
Lebensdauer: 5 Jahre

GIOVE-A2 – dritter Testsatellit[34]

Hersteller: Surrey Satellite Technology
Betriebsdauer:  27 Monate
Wert: 25–30 Mio. Euro
Konstruktionsgleich zu GIOVE-A1, erweiterter Signalgenerator. Da der Start von GIOVE-B erfolgreich war, ist GIOVE-A2 gestrichen worden.[35]

GIOVE-A1 diente nach seiner Außerbetriebnahme noch zur Demonstration der Navigation in hohen Umlaufbahnen. Dabei wurde der experimentelle GPS-Empfänger an Bord erstmals in Betrieb genommen und eine Positionsbestimmung in 23300 km Höhe vorgenommen.[36]

Test-Bodenstationen

Bezeichnung: GSTB-V1 – Sensor Stations Network
Anzahl: 30

Dritte Phase: Fertigstellung

Start der Sojus-Rakete mit den ersten zwei IOV-Satelliten am 21. Oktober 2011

In der dritten Phase, der Errichtungsphase, wird das System fertiggestellt.

In einem ersten Schritt, der In Orbit Validation (IOV) wurde ein erstes Teilsystem aus 4 Satelliten und den Bodensegmenten Ground Mission Segment (GMS) sowie Ground Control Segment (GCS) errichtet.

Die ersten beiden Satelliten wurden am 21. Oktober 2011 mit dem ersten Start einer Sojus-ST-Rakete vom europäischen Weltraumzentrum in Französisch-Guayana unter der COSPAR-Bezeichnung 2011-060A und B ins All gebracht.[37] Dies war gleichzeitig der erste Start einer russischen Trägerrakete von einem Weltraumbahnhof der ESA. Die anderen zwei IOV-Satelliten wurden am 12. Oktober 2012 – wiederum mit einer Sojus-Rakete – von Kourou aus gestartet.[38]

Im März 2013 meldete die ESA, dass mit diesen vier Satelliten erstmals eine Positionsbestimmung unabhängig und allein mit dem europäischen System festgestellt werden konnte.[39]

Am 3. Juli 2014 wurde bekannt, dass bei IOV FM4 die Navigationssignale am 27. Mai 2014 ausgefallen sind.[40]

Die Herstellung der vollen Systemkonfiguration Full Operational Configuration (FOC) ist in 6 Arbeitspakete (Workpackage WP1-6) gegliedert. Verträge für WP1: System Support (Systemunterstützung), WP4: Satelliten (zunächst 18) und WP5: Satellitenstarts wurden im Januar 2010 unterschrieben, WP6: Betrieb, folgte am 25. Oktober 2010 [41]. Auf der Pariser Luftfahrtschau 2011 wurden seitens der EU-Kommission die Verträge für WP2: Ground Mission Segment und WP3: Ground Control Segment abgeschlossen.[42]

Der erste Start zweier FOC Satelliten erfolgte am 22. August 2014. Die Abfolge der Starts ist aus der Liste der Galileo-Satelliten ersichtlich. Die Komplettierung der FOC Konstellation ist im Jahr 2019 vorgesehen.

Erste Dienste basieren auf einer Konstellation von 18 Satelliten. Die Verfügbarkeit des offenen Dienste wurde am 15. Dezember 2016 erklärt.[4][5]

Vierte Phase: Betrieb

Die vierte Phase umfasst den Betrieb und die Wartung des Systems. Die Dienste Offener Dienst, Öffentlich-staatlicher Dienst (PRS) und Such- und Rettungsdienst sind mit einer Konstellation von 18 Satelliten am 15. Dezember 2016 in Betrieb gegangen. Im Januar 2011 wurde für Galileo und EGNOS zusammen mit jährlichen Betriebskosten von 800 Mio. Euro gerechnet.[25]

Am 20. November 2013 hat das Europäische Parlament die weitere Finanzierung von Galileo und EGNOS in Höhe von sieben Milliarden Euro für den Zeitraum 2014 bis 2020 genehmigt.[43]

Satelliten

Die EU-Kommission bestellte am 7. Januar 2010 beim deutschen Raumfahrtkonzern OHB Technology, Bremen, die nächsten 14 Satelliten für das Galileo-System für zusammen rund 566 Mio. Euro.[44]

  • Am 21. Oktober 2011 wurden die ersten beiden von EADS-Astrium in Ottobrunn gebauten Satelliten, IOV-1 und -2, erfolgreich in ihrer Umlaufbahn in 23.222 km Höhe ausgesetzt. Es war der erste Start einer russischen Sojus-Rakete von der ELS-Startrampe bei Kourou.[45]
  • Am 2. Februar 2012 gab die EU-Kommission durch die ESA acht weitere Satelliten bei OHB in Auftrag. Außerdem wurde Astrium beauftragt, die Ariane 5 für den Start von jeweils vier Galileo-Satelliten vorzubereiten.[46]
  • Beim Start vom 22. August 2014 wurden die beiden ersten FOC-Satelliten (full operational capability) in einem erheblich zu niedrigen Orbit mit hoher Exzentrizität und zu niedriger Inklination (Bahnneigung) ausgesetzt (Perigäum (Erdnähe) 13.700 statt 23.522 km, Apogäum (Erdferne) 25.900 statt 23.522 km, Inklination 49,7° statt 55,040°). Erste Analysen deuten auf einen falschen Schubvektor der Fregat-Oberstufe bei der Apogäumszündung hin.[47][48][49] Ursache für den falschen Schub war eine eingefrorene Hydrazinleitung, die auf Grund eines Montagefehlers direkt an einer tiefgekühlten Heliumleitung befestigt war und durch das Flugprofil zum Tragen kam.[50] Bei einer Überprüfung beim Hersteller Lawotschkin zeigte sich der Fehler bei einer von vier montierten Fregat-Oberstufen.[51] Sowohl die Inklination als auch die derzeitige Umlaufzeit von 11,7 Stunden sind inkompatibel zur projektierten #Satellitenkonstellation. Die Veröffentlichung erster Ergebnisse der berufenen Untersuchungskommission wurde nach anfänglicher Terminierung auf den 8. September zu Gunsten von Erfolgsmeldungen zurückgestellt und auf Ende September verschoben.[52][53][54] Die Satelliten befinden sich nach Entfaltung der Solarpanele unter vollständiger Kontrolle des ESA-CNES-Teams. Andere ESA-Teams erörtern die Möglichkeiten, die Satelliten unter der nicht-planmäßigen Umlaufbahnen maximal zu nutzen.[55] Da sie hochpräzise Atomuhren an Bord haben, sollen sie zu Messstationen umfunktioniert werden und Einsteins Relativitätstheorie mit bisher unerreichter Genauigkeit testen. Es soll geprüft werden, ob diese Uhren in weiter entfernten Bereichen des irdischen Schwerefeldes tatsächlich schneller gehen. Durch ihre ungewollt elliptische Bahn ändern die Satelliten ihren Abstand zur Erde zweimal täglich um etwa 8500 Kilometer, wobei sich ihre Position mit Lasern auf wenige Zentimeter genau bestimmen lässt. Dadurch lässt sich feststellen, wie das Gangtempo der Uhren von der Distanz zur Erdoberfläche abhängt.[56] Am 27./28. September 2014 wurden die Satelliten vom ESOC an das Galileo Control Center übergeben.[57] Durch elf Navigationsmanöver innerhalb 17 Tagen war es möglich, das Perigäum von Galileo 5 auf etwa 17.235 km anzuheben, am 29. November 2014 konnten seine ersten Navigationssignale empfangen werden.[58]
  • Am 18. Januar 2017 wurde von der ESA der Ausfall von insgesamt neun der Atomuhren an Bord mehrerer Galileo-Satelliten bekannt gegeben. Es waren zu dieser Zeit sechs Wasserstoff-Maser-Uhren und drei Rubidium-Atomuhren ausgefallen.[59][60] Die ESA teilte mit, dass das Phänomen untersucht wird. Da jeder Galileosatellit über 4 Uhren verfügt und einer der betroffenen Satelliten außer Betrieb ist, gibt es keine Einschränkung der Navigationsdienste.[61] Eine zehnte ausgefallene Atomuhr konnte neu gestartet werden. Die Funktion des Galileo-Navigationssatellitennetzes ist hierdurch nicht beeinträchtigt.[62] Der Grund für die Ausfälle sollen die Bedingungen im Weltall sein, denen in der Zukunft durch Veränderung der Betriebsspannung und -temperatur entgegen gewirkt wird.[63]
Hersteller: EADS Astrium
Startmasse: 640 kg
Leistung: ca. 1,4 kW
Größe: 3,02 m × 1,58 m × 1,59 m
Starttermin: 21. Oktober 2011 (IOV 1,2), 12. Oktober 2012 (IOV 3,4)
Träger: Sojus-Fregat
Lebensdauer: mehr als 12 Jahre
Spannweite Solarpanels:  14,5 m
  • Galileo 1–22 Satelliten
Hersteller: OHB System AG, Nutzlast: Surrey Satellite Technology[66]
Startmasse: 680 kg
Leistung: 1,5 kW (nach 12 Jahren)
Größe: 2,7 m × 1,2 m × 1,1 m
Starttermin: August 2014– Juli 2018
Träger: Sojus-Fregat, Ariane 5
Lebensdauer: mehr als 12 Jahre
Spannweite Solarpanels:  14,8 m

Jeder Satellit wird nach einem Kind benannt, das den Galileo Malwettbewerb der Europäischen Kommission gewann, wobei aus jedem Mitgliedsland ein Gewinner ermittelt wurde.[67]

Für die aktuelle Position siehe: Liste der Galileo-Satelliten

Aufsichtsorganisationen und Betreiber

IOV Phase

Am 25. Mai 2003 gründeten die EU und ESA das gemeinsame Unternehmen Galileo Joint Undertaking (GJU). Es koordinierte in der IOV Phase die Entwicklung des Galileo-Systems. Dazu gehören die ersten beiden Testsatelliten GSTB-V2 (GIOVE-A und B), die Inbetriebnahme der ersten vier Satelliten der Konstellation in der IOV-Phase.

Das GJU sollte den Konzessionär für die Aufbau- und Betriebsphase von Galileo in einem offenen, mehrstufigen Ausschreibungsverfahren für die Dauer von 20 Jahren auswählen. Als Ergebnis des Ausschreibungsverfahrens schlug es die Zusammenarbeit der konkurrierenden Konsortien Eurely und iNavSat vor. Das Konzessionskonsortium Anfang 2007 umfasste folgende Unternehmen:

  1. AENA (öffentliche spanische Einrichtung, die u. a. für Flugsicherung und Flughafenmanagement zuständig ist)
  2. Alcatel
  3. EADS Astrium
  4. Leonardo
  5. Hispasat
  6. Inmarsat
  7. Thales
  8. TeleOp
  9. sowie dutzende weiterer assoziierter Unternehmen.

Zum Ende des Jahres 2006 wurde die Liquidation der GJU eingeleitet. Ihr Ziel, einen Konzessionär für Galileo auszuwählen, hat sie nicht erreicht. Die Agentur für das Europäische GNSS (GSA) der Europäischen Kommission übernahm zum 1. Januar 2007 die Aufgaben des GJU. An ihr ist die ESA unmittelbar nicht mehr beteiligt.

FOC Phase

Nach der Einigung im Rat für Wirtschaft und Finanzen der EU über die Finanzierung von Galileo in der FOC Phase bleibt die GSA im Auftrag der EU hauptverantwortlich für das Galileosystem. Sie beauftragt die Galileo Service Operating Company (GSOP) mit dem Betrieb des Systems. Die ESA wird hingegen für die Weiterentwicklung des Systems beauftragt. Diese Struktur soll auch über das Ende der FOC Phase hinaus beibehalten werden.

Dienste

Galileo bietet die folgenden Dienste:

Name Abk. Deutsche Übersetzung Beschreibung Frequenzbereiche
Open Service OS Offener Dienst Steht in Konkurrenz oder als Ergänzung zu anderen Systemen wie GPS oder GLONASS. Er ist frei und kostenlos empfangbar. Lizenzgebühren für die Herstellung von Empfängern werden nicht erhoben[68]. Der Offene Dienst ermöglicht die Ermittlung der eigenen Position auf wenige Meter genau. Zudem liefert er die Uhrzeit entsprechend einer Atomuhr (besser als 10−13). Auch kann dadurch die Geschwindigkeit, mit der sich der Empfänger (z. B. in einem Kfz) fortbewegt, errechnet werden.

Er stellt zwei Sendefrequenzen zur Verfügung. Damit können Zweifrequenzempfängern die Abhängigkeit der Signallaufzeiten von Inhomogenitäten der Ionosphäre berücksichtigen und die Position auf ca. 4 Meter genau bestimmen. Auch GPS benutzt aus diesem Grund zwei Sendefrequenzen (1227,60 MHz und 1575,42 MHz). Die höhere Anzahl der Satelliten, 27 gegenüber 24 bei GPS, soll die Empfangsabdeckung in Städten von 50 % auf 95 % steigern. Eine Kombination mehrerer Satellitensysteme (GPS, GLONASS) erlaubt eine deutlich bessere Abdeckung von jederzeit 15 Satelliten. Die ständige Verfügbarkeit des Dienstes wird nicht garantiert.

1164–1214 MHz 1563–1591 MHz

Commercial Service CS Kommerzieller Dienst Eventuell kostenpflichtig und soll verschlüsselt zusätzliche Sendefrequenzen und damit höhere Übertragungsraten von ca. 500 bit/s zur Verfügung stellen. So sind beispielsweise Korrekturdaten zur Steigerung der Positionsgenauigkeit um ein bis zwei Größenordnungen empfangbar. Auch sind Garantien zur ständigen Verfügbarkeit dieses Dienstes geplant. Optimierung der Anwendung in Industrien wie dem Bergbau, dem Vermessungswesen und der Kartografie.

1164–1214 MHz 1260–1300 MHz 1563–1591 MHz

Safety-of-Life SoL Sicherheitskritischer Dienst Steht sicherheitskritischen Bereichen zur Verfügung, z. B. der Luft- und Seeschifffahrt und dem Schienenverkehr. Er ist das Korrektiv zu den Risiken, die sich aus den kommerziellen Anwendungen (oben) ergeben können. Er bietet eine Warnung (wenige Sekunden im Voraus), bevor das System, z. B. wegen ausgefallener Satelliten oder bei Positionierungsfehlern nicht mehr genutzt werden sollte. Auch für diesen Dienst sind Garantien für die ständige Verfügbarkeit geplant.

1164–1214 MHz 1563–1591 MHz

Public Regulated Service PRS Öffentlich regulierter Dienst oder Staatlicher Dienst Steht nur Nutzern zur Verfügung, die von einer speziellen Behörde dazu zugelassen sind, z. B. Polizei, Küstenwache oder Geheimdienst, aber auch Betreibern privater kritischer Infrastruktur (BOS und KRITIS). Als Dual-Use-Dienst steht er auch für militärische Anwendungen zur Verfügung. Das sehr stark verschlüsselte Signal ist weitgehend gegen Störungen und Verfälschungen gesichert und zeichnet sich durch hohe Genauigkeit und Zuverlässigkeit aus.

1260–1300 MHz 1563–1591 MHz

Search And Rescue SAR Such- und Rettungsdienst Ergänzt das COSPAS-SARSAT System um eine Komponente im Medium Earth Orbit (MEOSAR) und erlaubt eine deutliche Verbesserung der schnellen und weltweiten Ortung von Notsendern von Schiffen oder Flugzeugen. Erstmals soll eine Rückantwort von der Rettungsstelle an den Notrufsender möglich sein. MEOSAR-Uplink:
406,0–406,1 MHz

Signal

GIOVE-A, L1-Signal, gesendet im Januar 2006

Galileo benutzt gemeinsam mit GPS das Frequenzband L1 bei 1575,42 MHz und L5 bei 1176,45 MHz. Das Band L2 bei 1227,6 MHz steht GPS allein zur Verfügung, für Galileo ist es das Band E6 bei 1278,75 MHz. Das Spektrum zeigt das erste Testsignal von GIOVE-A, das eine Hochgewinn-Antenne im Januar 2006 empfangen hat.

Galileo-Satelliten senden mit 50 Watt. Die Sendeleistung ist so gering, dass ein Navigationsempfänger in 20.000 km Entfernung mit einer einfachen Stabantenne fast nur Rauschen von gleichzeitig mindestens vier Satelliten empfängt. Deren Signale sind dopplerverschoben. Außerdem empfängt er Signale von GPS-Satelliten auf den gleichen Frequenzen.

Die Rückgewinnung der Navigationsdaten gelingt, weil jeder Satellit z. B. auf der L1-Frequenz ein charakteristisches Pseudorauschsignal, den Spreizcode mit 1 MHz Bandbreite sendet, das mit einer Bitrate von 50 bit/s moduliert ist. Durch Korrelation mit dem Pseudorauschsignal filtern Empfänger die Signale der einzelnen Satelliten wieder heraus.

Die Tabelle listet die Frequenzbänder, Frequenzen und Modulationsverfahren auf, die Galileo verwendet. Die beiden Spitzen des L1-Signals sind im Spektrum beschriftet, genauso die Seitenmaxima der Frequenzen E1 und E2. Die blauen Pfeile markieren die Lage der GPS-Signale im L1-Band. Dank der unterschiedlichen Modulation (BOC, BPSK) ist das Übersprechen der Signale gering.

Dienste und Frequenzen

Band Frequenzname Modulation Mittenfrequenz/Maxima (1) [MHz] Frequenzbreite Einsatz
L1 1575,42
L1B, L1C BOC(1,1) ±1,023 1 OS, CS, SOL
E1, E2 BOC(15,2.5) ±15,345 2,5 PRS
L5 1191,795
E5a, E5b altBOC(15,10) ±15,345 10 OS, CS, SOL(E5b)
E6 1278,75
E6b BPSK(5) 0 5 CS
E6a BOC(10,5) 10,23 5 PRS

(1) Mittenfrequenz des Frequenzbandes, Lage der Maxima bezogen auf Mittenfrequenz (in MHz)

GPS zum Vergleich

Band Frequenzname Modulation Mittenfrequenz/Maxima (1) [MHz] Frequenzbreite Einsatz
L1 C/A BPSK(1) 1575,42 civil
P(y) BPSK(10) military (encrypted)
M-Code BOC(10,5) new military
L2 C/A BPSK(1) 1227,60 new civil
P(y) BPSK(10) military (encrypted)
M-Code BOC(10,5) new military
L5 new Civil BPSK(10) 1176,45 very new civil

(1) Mittenfrequenz des Frequenzbandes, Lage der Maxima bezogen auf Mittenfrequenz (in MHz)

Empfänger

Ein Großteil der aktuellen GNSS-Empfänger ist in der Lage, neben GPS und GLONASS auch Galileo zu empfangen.

Das Open Source-Projekt GNSS-SDR stellt eine Software zur Verfügung, mit der Galileo-Signale dekodiert werden können, die zuvor mit einem Software Defined Radio aufgezeichnet wurden. Im November 2013 konnte damit aus vier Satellitensignalen eine Position mit einem Streukreisradius von 1,9 Metern errechnet werden.[69]

Die Snapdragon SOCs ab 820, 652, 650, 625, 617 und 435[70] unterstützen Galileo. Unter anderem können das BQ Aquaris X5 Plus, das Mate 9 und Mate 9 Pro sowie das (nicht mehr erhältliche) Samsung Galaxy Note 7 und das Samsung Galaxy S8 Galileo zur Positionsbestimmung nutzen. Auch alle iPhones ab 6S (Ausnahme: iPhone SE) unterstützen Galileo.

Eine aktuelle Liste der Geräte, Dienste oder Anwendungen, die mit Galileo unterstützt werden, wird von der GSA geführt.[71]

Andere Navigationssysteme

GPS (USA)

Nach jahrelangen Verhandlungen unterzeichneten am 26. Juni 2004 während des USA-EU-Gipfels in Newmarket-on-Fergus (Irland) der damalige US-Außenminister Colin Powell und der damalige Vorsitzende der EU-Außenminister Brian Cowen einen Vertrag über die Gleichberechtigung der Satellitennavigationssysteme GPS, GLONASS und Galileo. Darin wird vereinbart, dass Galileo zu GPS III kompatibel sein wird.[72] Dies hat den Vorteil, dass durch die Kombination der GPS- und Galileo-Signale eine deutlich verbesserte Abdeckung, mit einer Verfügbarkeit von jederzeit 15 Satelliten, erreicht werden sollte. Nach Abschluss des Aufbaus von Galileo werden durch die Kombinationsmöglichkeit beider Systeme insgesamt etwa 60 Navigationssatelliten zur Verfügung stehen. Bereits heute gibt es GPS-Empfänger (mit U-blox5- oder AsteRx-Chipsatz), die nach einer Aktualisierung der Firmware auch für Galileo genutzt werden können.

Voraussetzung für den Abschluss des Vertrages war, dass die EU auf die mit einer stärkeren Bandspreizung ausgestattete Kanalkodierung BOC(1, 5) (Binary Offset Carrier) verzichtet und stattdessen auch die für die zukünftigen GPS-Satelliten vorgesehene BOC(1, 1) verwendet. Durch BOC(1, 1) und die deutlich geringere Frequenzspreizung im Gegensatz zu BOC(1, 5) wird sichergestellt, dass es bei einer breitbandigen Störung des Galileo-Signals im Ausmaß der zivilen Bandbreite nicht gleichzeitig zu einer Störung des um rund Faktor 10 stärker bandgespreizten militärischen Signals von GPS kommt. Denn es werden für die zivile als auch militärische Nutzung vorgesehenen Codefolgen (Unterscheidung mittels Codemultiplex) die gleichen HF-Mittenträgerfrequenzen verwendet – die Unterscheidung erfolgt nur durch unterschiedliche Codierungsverfahren. Die dadurch bedingte spektrale Überdeckung zwischen BOC(1, 1) und dem militärischen GPS P/Y-Code bzw. M-Code beträgt nur rund 8 %, während BOC(1, 5) zu einer über 50 % spektralen Überdeckung geführt hätte. Rund 50 % Decoderverlust sind allerdings für den sicheren Empfang des militärisch genutzten breitbandigen GPS-Codes mit zu vielen Empfangsfehlern verbunden, während bei Störungen des schmalbandigen zivilen Navigationssignals ein Ausfall von nur rund 10 % im militärischen Code unter anderem durch Fehlerkorrekturverfahren kompensiert werden kann.

Diese Anpassung in der Kanalcodierung von Galileo ermöglicht es, neben dem C/A-Code des GPS auch das zivile Galileo-Navigationssignal bei Bedarf in lokal begrenzten Gebieten durch spezielle GPS-Jammer zu stören, ohne dass dabei gleichzeitig das militärisch genutzte breitbandige GPS-Signal wesentlich beeinträchtigt wird. Allerdings widerspricht das der ursprünglichen Idee von Galileo, anders als das GPS für sicherheitskritische Anwendungen ein jam-sicheres Signal zur Verfügung zu stellen. Kritiker monieren, die USA hätten aus militärischen, aber auch wirtschaftlichen Gründen Druck ausgeübt, um das Galileosignal störbar zu machen.

Auf die erzielbare Positionsgenauigkeit hat die Verwendung von BOC(1, 1) bei Galileo keinen Einfluss.

Analog zum NAVSTAR-GPS-System bietet Galileo einen völlig frei nutzbaren Dienst an. Bei NAVSTAR-GPS wurde das frei empfangbare Signal bis zum 2. Mai 2000 allerdings absichtlich verschlechtert (Selective Availability). Zusätzlich zum frei verfügbaren Dienst ist für Galileo ein kommerzieller Dienst geplant, der sich zur Zeit in der Definition befindet. Dieser Dienst, der zusätzliche Genauigkeit und Sicherheit ermöglicht, kann auf lizenzierte Benutzer beschränkt werden, die auch ein Bezahlmodell ermöglichen. Darüber ist jedoch noch keine endgültige Entscheidung gefällt.

Der militärische GPS-Dienst ist ebenso wie der behördliche Dienst von Galileo auf ausgewählte Benutzer beschränkt.

GLONASS (Russland)

Russland startete die kommerzielle Nutzung des GLONASS-Satellitensystems im Jahr 2010. Volle globale Abdeckung erlangte das System im Oktober 2011.[73][74][75] Entsprechend konstruierte Empfangsgeräte können Daten sowohl von den GPS- und GLONASS-Satelliten als auch künftig von den Galileo-Satelliten empfangen und durch Kombination aller drei Signale eine hohe Genauigkeit erzielen.

Beidou/Compass (China)

Seit 2007 bringt China Satelliten für das Navigationssystem Beidou ins All. Beidou steht wegen der Nutzung der gleichen Frequenzen in direkter Konkurrenz zu Galileo.[76] Strittig sind die Frequenzen, die ausschließlich staatlichen Sicherheits- und Rettungsdiensten zur Verfügung stehen. Zwar wurde in einem Test gezeigt, dass diese sich nicht stören, aber es besteht die Möglichkeit, das andere System absichtlich zu stören.[77]

Störsender

GPS-Jammer (engl. jammer: Störsender) werden, ähnlich wie beim GPS, wohl auch zum Stören der Galileo-Signale eingesetzt werden können. Diese überlagern auf gleicher Frequenz die Signale der Satelliten. Idealerweise werden dabei die gleichen Codefolgen, die für das Codemultiplexverfahren verwendet werden, mit einem ungültigen Nutzdatenstrom übermittelt. Damit kann der Empfänger die eigentlichen Navigationsdaten vom Satelliten nicht mehr empfangen. Durch die Störung des Codemultiplexverfahrens durch nachgebildete Codefolgen kann mit wesentlich geringerer Sendeleistung seitens des Störsenders in den betreffenden Frequenzbereichen ein Ausfall der Übertragung erreicht werden als mit zu der Codefolge unkorreliertem Rauschen oder anderen unkorrelierten Störsignalen.

Auch können Varianten von Störsendern falsche Satellitenpositiondaten zur Verfälschung des empfangenen Satellitensignals aussenden. Diese werden in Anlehnung an GPS auch als GPS-Spoofer bezeichnet. Gültige und plausible, aber falsche Satellitenpositiondaten zu erzeugen ist allerdings wesentlich aufwendiger als das einfache Stören mittels GPS-Jammer, denn dies erfordert unter anderem eine genaue Zeitbasis am Störsender.

Galileo wird, zumindest in den kommerziellen Bereichen und im PRS eine Authentifizierung zur Erkennung gefälschter Satellitenpositiondaten anbieten.

Abkürzungen

Am Projekt Galileo sind Dutzende verschiedene Institutionen beteiligt. Dementsprechend gibt es viele Bezeichnungen für die Teilprojekte, Projektphasen, Geschäftsfelder und Infrastrukturen. Die wichtigsten Abkürzungen sind:

  • GCC (Galileo Control Center): Kontrollzentren des Galileo Systems
  • GCS (Ground Control Segment): Teil des Bodensegments, das für den Betrieb der Satelliten zuständig ist
  • GJU (Galileo Joint Undertaking): ESA/EU-Kontrollorgan zur Vorbereitung von Galileo (2003–2006), Nachfolger: GSA
  • GSA (European Global Navigation Satellite Systems Agency): Galileo-Kontrollbehörde, siehe Agentur für das Europäische GNSS
  • GMS (Ground Mission Segment): Teil des Bodensegments, das für die Bahn und Zeitberechnung und die Bereitstellung der Inhalte der Navigationssignale zuständig ist
  • GRC (Ground Receiver Chain): Empfänger für die Navigationssignale in den GSS, um daraus Korrektursignale abzuleiten
  • GSS (Galileo Sensor station): GMS Element: Referenz-Empfangsstationen für Navigationssignale, die ihre Messdaten (über Kabel oder VSAT per geostationäre Satelliten) an die GCC senden
  • GSTB-v2 A + B (Galileo System Test Bed v2): zwei Testsatelliten zur Vorbereitung der Galileo-Frequenzbereiche
  • GSTB-V1 (Galileo System Test Bed v1): Test-Infrastruktur für das Galileo-System
  • IPF (Integrity Processing Facility): GMS Element zur Kontrolle der Galileo-Navigationsdatenintegrität (mit der Entfernung des SoL Service in FOC nicht weiter entwickelt)
  • OSPF: Orbit and Synchronisation Processing Facility: GMS Element, das die Bahnparameter und die Uhrsynchronisationsparameter für die einzelnen Satellitennavigationssignale vorhersagt
  • TTC (telemetry, tracking and command): Satellitenbahnverfolgung und Satellitensteuerung
  • ULS (Up-Link Stations): GMS Element: Die Bodenstationen, die die Galileo-Satelliten mit aktuellen Navigationsdaten von der OSPF versorgen

Weitere Abkürzungen für Elemente des Bodensegments:

  • SCF: Satellite Control Facility (GCS)
  • SPF: Service Products Facility: Schnittstelle des GMS zu externen Einrichtungen (GMS)
  • MUCF: Mission Control & Uplink Control Facility: Zuständig für Missionsplanung, Monitoring der Galileo Dienste und Planung der ULS uplinks (GMS)
  • MSF: Mission Support Facility: Zuständig für die Kalibrierung der Navigationsalgorithmen (GMS)
  • MGF: Message Generation Facility: Element, das die Ausgaben der IPF und OSPF in die Navigationsnachrichten umwandelt, die über die ULS an die Satelliten gesendet werden (GMS)
  • PTF: Precision Timing Facility: Element, das die Galileo-Systemzeitskala erzeugt (GMS)
  • GACF: Ground Assets Control Facility: Technische Überwachung und Kontrolle der GMS Elemente, enthält auch das Archiv (GMS)
  • KMF: Key Management Facility: Management des PRS Dienstes sowie interner Sicherheitsaufgaben (GMS)

Siehe auch

Literatur

  • A Positioning System. Galileo – Strategic, Scientific, and Technical Stakes. Académie de Marine, Bureau des Longitudes, Académie Nationale de l’Air et de l’Espace, Toulouse 2005.
  • François Barlier: Galileo. Un Enjeu Stratégique, Scientifique et Technique. L’Harmattan, Paris 2008, ISBN 978-2-296-05139-3.
  • Scott W. Beidleman: GPS versus Galileo. Balancing for Position in Space. In: Astropolitics, 3. Juli 2005, 2, ISSN 1477-7622, S. 117–161.
  • Gustav Lindström, Giovanni Gasparini: The Galileo Satellite System and its Security Implications. In: European Union Institute for Security Studies – Occasional Paper, 44, ISSN 1608-5000, (PDF, 400 kB)
  • René Oosterlinck: Tracking by Satellite: GALILEO. In: The Security Economy, Papers from a forum meeting held on December 8, 2003 in the Paris Headquarters of the OECD. OECD, Paris 2004, ISBN 92-64-10772-X, S. 77–90, (PDF, 1,4 MB).
  • Jean-Marc Piéplu, Olivier Salvatori: GPS et Galileo: Systèmes de navigation par satellites. Eyrolles, Paris 2006, ISBN 2-212-11947-X.
  • Torben Schüler, Stefan Wallner, Bernd Eissfeller: Entwicklungsstand GALILEO mit einem Ausblick auf die Kombination mit GPS für die schnelle RTK-Positionierung. In: zfv – Zeitschrift für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement, Heft 6/2009 (134, 2009, 6), Wißner-Verlag, Augsburg 2009, ISSN 1618-8950, S. 363–371.
  • Bernhard Hofmann-Wellenhof: Kommt Galileo zu spät? In: zfv – Zeitschrift für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement, Heft 4/2013 (138, 2013, 4), Wißner-Verlag, Augsburg 2013, ISSN 1618-8950, S. 241–248.
  • Seidler, C. (2015) Europäisches Navigationssystem: Was wurde aus … Galileo? Spiegel Online, 10. September 2015
  • Franziska Konitzer: Galileo, wo bin ich? In: zfv – Zeitschrift für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement, Heft 3/2017, S. 131/132

Weblinks

 Commons: Galileo (Satellitennavigation) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Art. 2 Kooperationsabkommen über ein globales ziviles Satellitennavigationssystem (GNSS) zwischen der Europäischen Gemeinschaft und ihrer Mitgliedstaaten und der Ukraine vom 1. Dezember 2005, Bekanntmachung vom 20. Januar 2014 (BGBl. II S. 128).
  2. Prag wird Hauptsitz für Satellitennavigationssystem Galileo.@1@2Vorlage:Toter Link/www.freiepresse.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. In: freiepresse.de. 27. Januar 2012,abgerufen am 27. Januar 2012
  3. New Galileo quartet successfully launched. 12. Dezember 2017, abgerufen am 15. Dezember 2017.
  4. a b European Commission - PRESS RELEASES - Press release - Betriebsstart für Galileo! Abgerufen am 28. März 2018 (englisch).
  5. a b Jan Sommerfeld: GPS-Alternative Galileo geht an den Start. In: teltarif.de. 14. Dezember 2016, abgerufen am 14. Dezember 2016.
  6. Milliarden-Desaster erschüttert Satellitenprojekt Galileo. In: Spiegel-Online
  7. China joins EU's satellite network. In: BBC.co.uk, 19. September 2003
  8. GALILEO-Gemeinde weitet sich aus: EU und Indien unterzeichnen Übereinkommen. In: europa.eu, 7. September 2005
  9. India puts its money on Galileo. In: Times of India, 31. Oktober 2003
  10. India may quit EU-led GPS project. In: Times of India, 16. Oktober 2006
  11. EU und Israel besiegeln Vereinbarung zu GALILEO. In: europa.eu, 14. Juli 2004
  12. EU und Marokko besiegeln Vereinbarung zu GALILEO. In: europa.eu, 12. Dezember 2006
  13. FAZ: Die Testphase für Galileo beginnt. 28. Dezember 2005
  14. Temex S.A.W. In: moneyhouse.ch, abgerufen am 10. Oktober 2014.
  15. swissinfo.org: Testsatellit mit Galileo gestartet (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive) 28. Dezember 2005
  16. Südkorea beteiligt sich am europäischen Satellitennavigationssystem Galileo. In: Heise online, 13. Januar 2006
  17. EU und Ukraine unterzeichnen Abkommen über GALILEO. In: europa.eu, 14. Juli 2004
  18. Peter-Michael Ziegler: Russland bringt sich bei Galileo ins Spiel. In: Heise online. 18. Mai 2007, abgerufen am 18. Februar 2018: „"Ich sehe auch gute Möglichkeiten in der Kooperation mit dem System Galileo", betonte die amtierende EU-Ratspräsidentin. Dies sei von der russischen Seite angesprochen worden.“
  19. Kate Ferguson: Space, the new Brexit frontier: EU is threatening to kick Britain out of their multi-billion pound Galileo satellite project. In: dailymail.co.uk. 26. März 2018, abgerufen am 5. Mai 2018.
  20. Delay Continues for Effort to Add Galileo Signal to U.S. Military Receivers | Inside GNSS. Abgerufen am 4. Februar 2018 (englisch).
  21. pmz/c’t: EU-Parlament segnet militärische Nutzung von Galileo ab. In: Heise online, 10. Juli 2008
  22. How to build up a constellation of 30 navigation satellites. ESA, 17. Juli 2007, abgerufen am 27. November 2009 (englisch).
  23. Deutschland bei Galileo-Finanzierung überstimmt (Memento vom 20. April 2010 im Internet Archive)
  24. EU setzt sich im Streit um Galileo durch. In: tagesschau.de-Archiv, 24. November 2007
  25. a b Galileo und EGNOS: Kommission legt Halbzeitüberprüfung der europäischen Satellitennavigationsprogramme vor. In: Press Releases. europa.eu, abgerufen am 22. Oktober 2011.
  26. BERICHT DER KOMMISSION AN DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT UND DEN RAT über die Durchführung der Programme Galileo und EGNOS und über die Leistungsbilanz der Agentur für das Europäische GNSS. In: Europäische Kommission (Hrsg.): https://ec.europa.eu/transparency/regdoc/rep/1/2017/DE/COM-2017-616-F1-DE-MAIN-PART-1.PDF. Brüssel 23. Oktober 2017.
  27. DLR: Standort Neustrelitz
  28. GIOVE-A1 transmits first navigation message. ESA, 4. Mai 2007 (englisch)
  29. ESA's most advanced navigation satellite launched tonight. ESA, 27. April 2008 (englisch)
  30. GIOVE-B spacecraft in good health. ESA, 29. April 2008 (englisch)
  31. GIOVE-B transmitting its first signals. ESA, 7. Mai 2008 (englisch)
  32. ESA info on GIOVE-B (Memento vom 19. Februar 2012 im Internet Archive)
  33. Mission accomplished, GIOVE-B heads into deserved retirement. ESA, 24. Juli 2012, abgerufen am 29. Juli 2012 (englisch).
  34. GIOVE-A2 to secure the Galileo programme. ESA, 5. März 2007 (englisch)
  35. Gunter Krebs: GIOVE A, A2 (GSTB v2A). In: Gunter's Space Page. 18. Dezember 2011, abgerufen am 31. Januar 2012 (englisch).
  36. Space Daily: Retired GIOVE-A satellite helps SSTL demonstrate first High Altitude GPS navigation fix. In: Space Daily. 4. Dezember 2012, abgerufen am 4. Dezember 2012 (englisch).
  37. Doppelpremiere in Kourou. In: Neue Zürcher Zeitung. 21. Oktober 2011, abgerufen am 21. Oktober 2011.
  38. Galileo-Satelliten drei und vier gestartet. In: welt.de. Abgerufen am 13. Oktober 2012.
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  49. Launch-kit VS09 Galileo Sat5+6. In: Arianespace.com. Archiviert vom Original am 26. August 2014; abgerufen am 23. August 2014 (PDF; 2,4 MB, englisch).
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  51. Fregat Workmanship Blamed for Soyuz Failure that Stranded Galileo Satellites in Wrong Orbit. In: SpaceNews.com. 30. September 2014, abgerufen am 1. Oktober 2014 (englisch).
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  53. Pressemitteilung #Soyuz/#Galileo failure review still underway. ArianespaceAvWeeks, 13. September 2014, abgerufen am 13. September 2014 (englisch).
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  55. Update on Galileo launch injection anomaly Press Release, 2014 Archiv. ESA, 28. August 2014, archiviert vom Original am 19. Oktober 2014; abgerufen am 14. Oktober 2014 (englisch). i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.esa.int
  56. Neue Aufgabe für verirrte Satelliten. In: Spektrum der Wissenschaft, Heft 1, 2016, S. 6, in Bezug auf: Classical Quant. Grav. 32, 232003, 2015.
  57. Galileo duo handed over in excellent shape. ESA, 16. Oktober 2014, abgerufen am 21. Oktober 2014 (englisch).
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  62. Martin Holland: Navigationssystem Galileo: Mehrere Atomuhren auf Satelliten ausgefallen. In: heise online. Heise Zeitschriften Verlag, 18. Januar 2017, abgerufen am 18. Januar 2017.
  63. Frank Wunderlich-Pfeiffer: Galileo gehen die Uhren aus. In: Golem.de. 18. Januar 2017, abgerufen am 18. Februar 2018: „Die Ursache soll in den Betriebsbedingungen im Weltraum liegen. Bei der Qualifikation am Boden traten keine vergleichbaren Probleme auf. Um die Probleme zu reduzieren, sollen die Betriebsspannungen und -temperaturen der Uhren verändert werden.“
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  76. Wettrüsten im All – China startet Navigationssatelliten. In: Spiegel Online. 17. Januar 2010, abgerufen am 29. Januar 2017.
  77. Dirk Asendorpf: Galileo-Mission: Es hat gefunkt. In: Die Zeit. ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 21. Februar 2016]).