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Carl Bosch

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Carl Bosch, 1931.
Unterschrift

Carl Bosch (* 27. August 1874 in Köln; † 26. April 1940 in Heidelberg) war ein deutscher Chemiker, Techniker und Industrieller. Bosch leitete zwischen 1919 und 1925 als Vorstandsvorsitzender die BASF und anschließend zehn Jahre den unter seiner Lenkung gegründeten Chemiekonzern I.G. Farben, das seinerzeit größte Chemieunternehmen der Welt. Als Vertreter der deutschen Chemieindustrie nahm er 1919 an den Verhandlungen zum Friedensvertrag von Versailles teil.

Mit der Entwicklung des Haber-Bosch-Verfahrens zur Herstellung von Ammoniak schuf er die Grundlage für die großtechnische Erzeugung von Dünger und Sprengstoffen. Der im Haber-Bosch-Verfahren hergestellte Ammoniak liefert als Bestandteil von Stickstoffdüngern etwa ein Drittel des Proteinstickstoffs für die Ernährung der Menschheit.

Unter Boschs Leitung entwickelte die BASF unter anderem die Methanolherstellung aus Kohlenstoffmonoxid und Wasserstoff durch Matthias Pier und Alwin Mittasch, den Winkler-Generator zur Kohlevergasung im Wirbelschichtverfahren nach Fritz Winkler, die Isobutylölsynthese, die Harnstoffsynthese aus Ammoniak und Kohlenstoffdioxid sowie das Bergius-Pier-Verfahren zur Herstellung von synthetischen Motorenbenzin. Mit der Unterzeichnung des von Bosch ausgehandelten Feder-Bosch-Abkommens verpflichtete sich die BASF zur Lieferung dieser synthetischen Kraftstoffe an das Deutsche Reich.

Zahlreiche wissenschaftliche Gesellschaften zeichneten Bosch für seine Arbeit aus. Aufgrund seiner ingenieurwissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der Hochdruckchemie bei der Entwicklung des Haber-Bosch-Verfahrens verlieh ihm die Nobelstiftung 1931 den Nobelpreis für Chemie, zusammen mit Friedrich Bergius.

Leben

Jugend und Ausbildung

Carl Bosch wurde 1874 in Köln als erstes von sieben Kindern des Ehepaars Carl Bosch senior (1843–1904), Mitinhaber der Installationsfirma Bosch & Haag in Köln, und seiner Ehefrau Paula (1851–1930) geboren.[1] Sein Onkel, der Industrielle Robert Bosch, war der 18 Jahre jüngere Bruder seines Vaters. Carl Bosch war der älteste Sohn und zeigte früh Talent für Naturwissenschaft und Technik. Er arbeitete als Schlosser und Feinmechaniker in der Firma seines Vaters und erhielt eine entsprechende Ausbildung. Besonders interessierte er sich für Chemie und hatte im Hinterhof ein eigenes chemisches Labor. Auf Anraten des Vaters und auf eigenen Wunsch studierte er zunächst angewandte Fächer.

Nach seinem Abschluss an der Oberrealschule in Köln im März 1893 begann er ein praktisches Jahr in der Marienhütte im schlesischen Kotzenau bei Liegnitz, um seine Kenntnisse im Hüttenfach zu verbessern.[2] Das geschah ganz praktisch indem er ein Jahr in der Formerei, Schlosserei und Modelltischlerei handwerklich arbeitete und ausgebildet wurde – die Marienhütte war nicht nur ein Eisenhüttenwerk, sondern auch ein Emaillierwerk.[3] Ein anschließendes Studium des Maschinenbaus und Hüttenwesens an der Technischen Hochschule Charlottenburg schloss er nach zwei Jahren 1896 ab.

Universität Leipzig, um 1900.

Bosch besuchte während dieser Zeit Vorlesungen über Chemie bei Friedrich Rüdorff, Carl Liebermann und Otto Nikolaus Witt. Während seiner Studienzeit trat Bosch der Burschenschaft „Cimbria zu Berlin“ bei. Das Chemiestudium nahm er im Sommersemester 1896 an der Universität Leipzig auf. Dort lehrte Wilhelm Ostwald, der als einer der Begründer der Physikalischen Chemie galt. Seine Dissertation fertigte Bosch in Organischer Chemie „Über die Kondensation von Dinatriumacetondicarbonsäurediethylester mit Bromacetophenon“ im Arbeitskreis von Johannes Wislicenus an, wo er 1898 mit summa cum laude promoviert wurde.[4][5]

Bosch bemühte sich später besonders um die Anwendung der physikalischen Chemie. Besonders die Thermodynamik, etwa die genaue Messung der Temperatur sowie die Erforschung von Zustandsdiagrammen und Vorgänge der Reaktionskinetik, erkannte er als wichtige Grundlagen der industriellen Chemie.[6] Den Stand der damaligen industriellen Chemie sah er auf diesen Gebieten als unterentwickelt an. Er kritisierte auch, dass die angewandten Fächer seiner Studienzeit, etwa Bauingenieurwesen, Maschinenbau, Festigkeitslehre und Metallurgie, nicht genügend von der Grundlagenforschung befruchtet wurden und sich vornehmlich auf empirische Erfahrungsregeln stützten, teilweise mit erheblichen und unökonomischen Sicherheitsfaktoren. Nachteilig war in seinen Augen auch die Trennung der Technischen Hochschulen von den Universitäten, an denen die Grundlagenforschung betrieben wurde.

Familie und private Interessen

Neben dem Studium der Chemie widmete sich Bosch auch anderen wissenschaftlichen Disziplinen und ging in seiner Freizeit vielfältigen naturwissenschaftlichen Interessen nach. Verschiedene dieser Interessen verfolgte er sein Leben lang als Hobby. Neben der Bakteriologie, Mineralogie und der Naturgeschichte der Insekten beschäftigte er sich mit der Bestimmung von Pflanzen; [7] Er befasste sich insbesondere mit Zoologie und Botanik, besonders mit Entomologie, wobei er selbst Schmetterlinge und Käfer sammelte und präparierte.

Carl Bosch heiratete am 3. Mai 1902 Else Schilbach; der Ehe entstammten der Sohn Carl Jr. und die Tochter Ingeborg. Zunächst bezog das Ehepaar eine Mietwohnung in Ludwigshafen, die Bosch mit einer Hobelbank, einem Aquarium und einem Mikroskop ausstattete, um seiner Sammel- und Bastelleidenschaft nachgehen zu können. Bosch unternahm viele Exkursionen in die nähere Umgebung von Ludwigshafen, wo er Muscheln, Käfer, Schnecken und andere Tiere und Pflanzen sammelte.[8]:51–61 Nachdem Umzug in eine Werkswohnung erweiterte er seine Sammlungen und legte Teiche an, in denen er Wasser- und Sumpfpflanzen züchtete.

Bosch übersiedelte 1923 in die von der BASF für ihn eigens erbaute Villa Bosch im Schloss-Wolfsbrunnenweg in Heidelberg, in deren Umgebung auch weitere führende Mitarbeiter der BASF ihren Wohnsitz hatten. Er besaß bereits eine umfangreiche botanische Sammlung. Sein Herbarium, das er überwiegend aus käuflichem Erwerb und durch Tauschgeschäfte zusammengetragen hatte, umfasst 17.000 Belege. Die Sammlung gelangte 1950 in den Besitz des Naturmuseums Senckenberg der Stadt Frankfurt am Main, wo es seitdem bearbeitet und mittlerweile digitalisiert wird.[9] In der Sammlung Bosch finden sich vor allem Laubmoose Deutschlands und Europas aus den Jahren 1817 bis 1921, daneben Lebermoose und Flechten, weiterhin eine Spezialsammlung der Moosgattung Sphagnum.[10] Darüber hinaus beschäftigte sich Bosch mit Mineralogie und als Eigentümer einer eigenen Sternwarte mit Astronomie und Astrophysik. In seinem Biolabor in Oppau befasste er sich mit Pflanzenphysiologie bis hin zu Anwendungen in reiner Medizin.

Letzte Jahre

Carl Boschs Grab auf dem Bergfriedhof Heidelberg in der Waldabteilung B

Er nahm immer wieder die Rolle eines Förderers und Stifters ein. So unterstützte er ab 1930 über die Imprimatur GmbH die liberale Frankfurter Zeitung mit erheblichen finanziellen Mitteln und ermöglichte die Gründung eines Zoos in Heidelberg.[11] Er betätigte er sich gern handwerklich in eigener Werkstatt, als Schlosser, Tischler, Dreher, Feinmechaniker oder Glasbläser. Bosch war, nicht zuletzt aufgrund des Verlustes seines Chefpostens und der politischen Entwicklung in Deutschland sowie durch einen zeitweise übermäßigen Alkoholkonsum schwer depressiv[12]:120,123 und unternahm 1939 einen Suizidversuch.[13] Es machten sich auch körperliche Krankheiten zunehmend bemerkbar, und im Winter 1939/40 unternahm er eine Erholungsreise nach Sizilien. Er verstarb ein Jahr später, am 26. April 1940, in Heidelberg. Die Grabanlage der Familie befindet sich auf dem Bergfriedhof Heidelberg in der Waldabteilung B, hoch über der Stadt auf einer Kanzel, mit freiem Blick in die Rheinebene.

Werk

Erste Jahre in der BASF

Heinrich von Brunck, um 1901.
Fritz Haber, um 1918.

Nach einer kurzen Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter von Wislicenus trat Bosch 1899 auf Empfehlung seines Doktorvaters in die BASF ein.[8]:23–27 Zunächst arbeitete er als Mitarbeiter von Rudolf Knietsch und Eugen Sapper als Betriebsführer im Phthalsäurebetrieb, mit dessen Ausbau er beauftragt wurde.[14] Knietsch arbeitete schon einige Zeit an Verfahren zur Herstellung von Ammoniak. Er betraute Bosch 1900 damit, das Patent von Wilhelm Ostwald zur Darstellung von Ammoniak aus den Elementen Stickstoff und Wasserstoff, das dieser der BASF angeboten hatte, zu überprüfen. Bosch wies nach, dass das gebildete Ammoniak aus dem Eisennitrid des Katalysators stammte und dass das Patent von Ostwald auf einer falschen Annahme beruhte.[7]

Im Bewusstsein der begrenzten Vorräte an Chilesalpeter (Natriumnitrat), der für die Herstellung von Düngemitteln und Sprengstoffen von größter Bedeutung war, beauftragte der damalige Aufsichtsratsvorsitzende der BASF Heinrich von Brunck im Jahr 1902 Bosch damit, sich der Frage der Stickstofffixierung anzunehmen. Ihm wurde 1904 Alwin Mittasch als Assistent zugeteilt. Zunächst konzentrierte sich Bosch auf die indirekte Fixierung von Stickstoff durch die Bildung von Cyaniden und Nitriden. In ersten Versuchen stellte er Nitride der Elemente Barium, Titan, Silicium und Aluminium dar. Die Bildung von Bariumcyanid aus den Elementen und Kohlenstoffmonoxid gemäß

und aus Bariumhydroxid, Kohlenstoff und Stickstoff gemäß

war bereits bekannt.[15]

Basierend darauf eröffnete die BASF 1907 eine Bariumcyanidfabrik, das entstehende Cyanid konnte durch Hydrolyse in Ammoniak überführt werden.[16] Die erzielten Ausbeuten erfüllten jedoch nicht die Erwartungen und die BASF schloss die Anlage bereits 1908 wieder.[8]:62–63 Bosch begann daraufhin 1908 die Bildung von Titannitrid, Siliziumnitrid und Aluminiumnitrid zu erforschen. Bei den Versuchen wurde festgestellt, dass sich die Ausbeute an Nitriden durch die Zugabe von Promotoren verbessern ließ, eine Entdeckung, die bei der Suche nach einem aktiven Katalysator später eine große Rolle spielen sollte. Der Energieaufwand der indirekten Verfahren, ebenso wie das zu dieser Zeit bei der BASF entwickelte Lichtbogen-Verfahren zur direkten Oxidation von Stickstoff, erwies sich jedoch als sehr hoch und erschwerte die großtechnische Umsetzung.

Daher beauftragte die BASF Bosch 1909 damit, die zuvor von Fritz Haber, Professor für technische Chemie an der Technischen Hochschule Karlsruhe, im Labor entdeckte Ammoniaksynthese bei hohem Druck und Temperatur auf das Niveau einer Industriefertigung zu bringen.[17] Es war schon aufgrund des Massenwirkungsgesetzes offensichtlich, dass die Anwendung hoher Drücke von Vorteil war, doch fehlten zu dieser Zeit noch die Erfahrungen für das Arbeiten mit hohen Drücken bei gleichzeitig hohen Temperaturen.[14]

Erster Reaktor im Werk Oppau, 1913.

Mit der Unterstützung des Vorstands und des Aufsichtsrats und unter Umgehung der Kompetenzen der verschiedenen Abteilungen richtete Bosch zunächst eine eigene Hochdruckwerkstatt ein.[18] Parallel dazu begann sein Assistent Alwin Mittasch mit der systematischen Suche nach einem für den industriellen Einsatz geeigneten Katalysators. Schon 1910 reichten Bosch und Mittasch ein Patent zur Herstellung von Katalysatoren auf Basis von Eisen ein.[19] Durch die Anfangserfolge bei der technischen Umsetzung des Verfahrens, trotz Rückschläge beim Bau der ersten Reaktoren, kam es 1912 zur Gründung der Stickstoffabteilung unter Boschs Leitung. Bosch hatte große technologische Probleme zu überwinden und die Entwicklungskosten waren sehr hoch. Seine Erfahrungen im Hüttenwesen kamen ihm zugute und er war bei der praktischen Erprobung in zahlreichen Tests meist persönlich anwesend.[20] Der Abteilung gehörten neun Chemiker, der Physiker Paul Ludwig Christoph Gmelin und 126 weitere Mitarbeiter an, darunter viele Schlosser. Auch das damals neu gegründete Ammoniaklaboratorium der BASF wurde ihm unterstellt.[17]

Neben den vielfältigen metallurgischen und ingenieurwissenschaftlichen Fragestellungen, die in der Entwicklung des Ammoniakreaktors mit einem Doppelrohr und den sogenannten Bosch-Löchern gipfelte, galt es auch die Frage nach der Bereitstellung des benötigten Wasserstoffs zu lösen. Eine Jahresproduktion von 100.000 t Ammoniak pro Jahr benötigte etwa eine halbe Milliarde Kubikmeter Wasserstoff, der von 1 Bar auf den Betriebsdruck von etwa 200 Bar zu komprimieren war.[7]

Dies gelang durch die Entwicklung der katalytischen Wassergas-Shift-Reaktion durch Bosch und Wilhelm Wild. Dadurch wurde aus dem bei der Kohlevergasung entstehenden Wassergas durch Umsetzung mit Wasser eine höhere Wasserstoffausbeute erzielt. Gleichzeitig setzte sich das störende Kohlenstoffmonoxid in Kohlenstoffdioxid um, welches durch eine Gaswäsche aus dem Gasgemisch entfernt wurde.[7]

Nachdem die vielfältigen Probleme überwunden waren, begann die BASF 1912 mit dem Bau einer Ammoniakfabrik in Ludwigshafen. Am 19. September 1913 nahm diese als erste Haber-Bosch-Anlage die Produktion auf. Die Anfangskapazität betrug etwa 20 Tonnen Ammoniak pro Tag.

Um die aus dem Ammoniak hergestellten Dünger zu untersuchen, gründete Bosch 1914 die Landwirtschaftliche Versuchsanstalt Limburgerhof. Dort ließ er systematische Untersuchungen über den Einfluss verschiedener Stickstoffdünger auf das Pflanzenwachstum durchführen. Um skeptische Landwirte von der Wirkung der Dünger, etwa Nitrophoska, zu überzeugen, ließ er das Wachstum gedüngter und ungedüngter Pflanzen in Zeitraffertechnik über mehrere Monate aufnehmen.[8]:218–221 Die Filme erregten großes Aufsehen und überzeugten viele Landwirte von der Wirksamkeit der Dünger. Aus den Aufnahmen wurde später der Kulturfilm „Das Blumenwunder“ zusammengeschnitten und deutschlandweit in Kinos aufgeführt.[21]

Erster Weltkrieg und Nachkriegszeit

Mit Beginn des Weltkrieges 1914 erlangte die Versorgung mit Nitraten zur Herstellung von Sprengstoffen eine kriegswirtschaftlich hohe Bedeutung. Trotz warnender Hinweisen von Emil Fischer und Walter Rathenau erkannte der Generalstab diesen Zusammenhang zunächst nicht. Auf Grund des Schlieffen-Plan, der Grundlage der deutschen Operationen zu Beginn des Ersten Weltkrieges, war nur ein Krieg von wenigen Wochen geplant. Erst nach der Schlacht an der Marne änderte der Generalstabes seine Sichtweise und rechnete mit einer längeren Kriegsdauer. Da zu diesem Zeitpunkt die deutschen Salpeterreserven fast aufgebraucht waren, wandte sich das Kriegsministerium im September 1914 an Carl Bosch.

Dieser schloss einen Vertrag über die Lieferung von Nitraten ab, das so genannte „Salpeterversprechen“, und stellte die Produktion von Düngern auf Salpeter um. Obwohl bis zum diesem Zeitpunkt die katalytische Ammoniakverbrennung nur im Labormaßstab erprobt war, gelang es innerhalb kürzerer Zeit eine Nitratproduktion in Ludwigshafen aufzubauen. Im April 1915 erzeugte die BASF schon 1000 Tonnen Nitrate pro Monat.

Infolge des durch die englische Blockade fehlenden Chilesalpeters sowie der unzureichenden Kapazität des Werkes in Ludwigshafen-Oppau zur Herstellung von Ammoniak für die Kriegsführung im Ersten Weltkrieg, begann die BASF auf Vorschlag Boschs am 1. Mai 1916 bei Leuna mit dem Neubau des Ammoniakwerkes Merseburg. Bosch wurde im selben Jahr Vorstandsmitglied der BASF.[12]:114 Unter seiner Leitung wurden die Leunawerke nach nur neun Monaten fertiggestellt. Dort wurden bis zum Kriegsende ausreichende Mengen an Ammoniak produziert. Bis 1917 wurde die Produktion auf etwa 13.000 Tonnen monatlich erhöht.

Leuna Werke, Destillationsanlagen in der Treibstofferzeugung, 1959.

Nach dem Ersten Weltkrieg nahm Bosch als Wirtschaftsberater an den Waffenstillstandsverhandlungen 1919 Versailles in teil. Die Alliierten forderten die Übergabe der deutschen Chemieindustrie sowie die Zerstörung der Werke Oppau und Leuna. Bosch gelang es, durch Verhandlungen mit dem Generalinspekteur des französischen Kriegsministeriums, General Patard, die Forderungen abzuweisen.

Im Gegenzug versprach Bosch den Aufbau einer französischen Stickstoffindustrie zu unterstützen sowie den französischen Farbstoffmarkt im Kartell mit der französischen Regierung zu bewirtschaften.[22] Bei den Verhandlungen lernte er Hermann Schmitz kennen, der als Sachverständiger für Nitrate und Düngemittel an den Verhandlungen teilnahm. Bosch engagierte Schmitz als Finanzberater, der noch 1919 zum Finanzvorstand der BASF berufen wurde, eine Position, die er später auch für die I.G. Farben einnahm.

In den 1920er Jahren wurde in Leuna eine Anlage zur Kohleverflüssigung nach dem Bergius-Pier-Verfahren errichtet. Die in dem Verfahren hergestellten Kraft- und Schmierstoffe erschienen Bosch auf Grund des steigenden Motorisierungsgrads, der sich scheinbar schnell erschöpfenden Erdölreserven und den im Gegensatz dazu beträchtlichen Braun- und Steinkohle als aussichtreiche Einnahmequelle.[23] Aufgrund der vielfältigen wissenschaftlichen und technischen Herausforderungen der Katalysator- und Verfahrensentwicklung sowie aufgrund der kommerziellen Risiken der Kohlehydrierung begriff Bosch, dass die großtechnische Nutzung des Verfahrens eine breitere finanzielle Basis benötigte.

Gründung der I.G. Farben

Arthur von Weinberg (Cassella)Carl Müller (BASF)Edmund ter Meer (WEILER-ter MEER)Adolf Haeuser (HOECHST)Franz Oppenheim (AGFA)Theodor Plieninger (GRIESHEIM-ELEKTRON)Ernst von Simson (AGFA)Carl Bosch, Vorstandsvorsitzender (BASF)Walther vom Rath (HOECHST)Wilhelm Ferdinand Kalle (KALLE)Carl von Weinberg (CASELLA)Carl Duisberg, Aufsichtsratsvorsitzender (BAYER)
Der Aufsichtsrat der 1925 gegründeten I.G. Farben AG, unter anderem mit Carl Bosch und Carl Duisberg (beide vorne sitzend)

Schon zu Beginn des Jahrhunderts und während des Ersten Weltkriegs kam es zur Bildung von Interessengemeinschaften in der chemischen Industrie, etwa 1904 die Interessen-Gemeinschaft der deutschen Teerfarbenindustrie auf Initiative von Carl Duisberg.

Auf Betreiben von Bosch nahm die BASF ihre Bemühungen um einen Zusammenschluss der chemischen Großindustrie nach dem Ersten Weltkrieg wieder auf und intensivierte diese in den 1920er Jahren. Während Duisberg, der Vorstandsvorsitzende der Bayer AG, eine Holdingstruktur befürwortete, strebte Bosch einen Zusammenschluss der Firmen an.

Am 2. Dezember 1925 erreichte Bosch sein Ziel mit der Gründung der „Interessengemeinschaft Farbenindustrie“, kurz I.G. Farben, durch Fusion der BASF mit den Firmen Hoechst, Bayer, Agfa, den Teerfarbenfabriken Dr. E. ter Meer & Cie und Griesheim-Elektron zum damals größten Chemiekonzern der Welt. Vorstandsvorsitzender der I.G.Farben wurde Carl Bosch, Vorsitzender des Aufsichtsrats wurde Carl Duisberg.

Zeit des Nationalsozialismus

Die Villa Bosch in Heidelberg, seit 1923 Wohnsitz der Familie Carl Bosch.

Bosch hatte eine zwiespältige Einstellung zum Nationalsozialismus. Anfänglich sagte er über Hitler: „Den braucht man ja nur anzusehen, um Bescheid zu wissen“ und drückte so seine Ablehnung gegen Hitler aus. Später lobte er Hitler wiederum als „den Mann, der als erster die Arbeitslosigkeit als Kardinalproblem der Wirtschaftsnot klar erkannt habe und als einziger Maßnahmen zur Überwindung durchführte“. 1926 herrschte in den Leuna-Werken das Problem, dass die Herstellung des Benzins teurer war als die Einführung von normalem Benzin. Adolf Hitler gewährte daraufhin Schutzzölle, um das deutsche Benzin konkurrenzfähig zu halten.

Hitlers Feststellung, der synthetische Treibstoff sei „für ein politisch unabhängiges Deutschland zwingend notwendig“, kommentierte Bosch mit den Worten: „Der Mann ist ja vernünftiger, als ich dachte.“[24] In einer Stellungnahme mit dem Titel Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg schrieb Bosch 1933, dass „zum ersten Male seit dem Kriege eine deutsche Regierung nicht nur Versprechungen macht, sondern auch handelt“. Er befürwortete insbesondere die Maßnahmen zur Arbeitsbeschaffung und die Senkung der Steuerlast.

Sein Unternehmen profitierte von den Autarkiebestrebungen des Deutschen Reiches. Bosch unterstützte somit Hitler, um seine Forschungen finanziell abzusichern und seine persönlichen Interessen voranzutreiben, und verkündete zunehmend, dass er das Regime schätze. Andererseits war kein Mitglied der I.G. Farben-Führung bis 1933 Parteimitglied der NSDAP.[25]

Carl Bosch gehörte 1933 zu den Gründungsmitglieder der Akademie für Deutsches Recht.[26] Die I.G. Farben, die Bosch als Vorstandsvorsitzender leitete, unterstützte 1933 die NSDAP im Wahlkampf mit 400.000 Reichsmark – die höchste Einzelspende der deutschen Wirtschaft für diese Partei in diesem Jahr –, um damit dem später geschlossenen Vertrag über eine Lieferung von 350.000 Tonnen Hydrierbenzin den Weg zu bereiten. Die Autarkiebestrebungen der Nationalsozialisten für ein von Rohstoffen unabhängiges Deutschland sowie der Beginn der Rüstungswirtschaft förderten beziehungsweise retteten Boschs Lieblingsprojekte, die Herstellung von synthetischem Kautschuk (Buna) und synthetischem Benzin. Der I.G. Farben drohte aufgrund fehlender Rentabilität 300 Millionen Reichsmark Verlust.

Andererseits war Bosch gegen das NS-Regime eingestellt. Die finanzielle Beteiligung der I.G. Farben an einem Wahlfonds für Hitler kam gegen seinen Willen zustande. Ende Februar 1933 hatte Hermann Göring Bosch persönlich zu einer Besprechung eingeladen, zu welcher er jedoch nicht hinging. Ein Vertreter der I.G. Farben, der an seiner Stelle zu der Besprechung gegangen war, berichtete Bosch anschließend. Unerwartet war Hitler bei dem Treffen aufgetaucht und hielt eine lange Rede. Anschließend überraschte Hjalmar Schacht die Versammlung mit der Aufforderung, einen Wahlfonds von drei Millionen Mark für Hitler zu zeichnen. Der Vertreter der I.G. Farben konnte sich nicht als einziger davon ausschließen. Als Carl Bosch davon erfuhr, schwieg er und zuckte nur mit den Schultern, was stets ein Zeichen war, dass ihm etwas missfiel. Bosch hat hinterher kein Hehl daraus gemacht, wie wütend er über diesen Vorgang war und für wie falsch er diese Unterstützung hielt. Er stand aber vor einer vollendeten Tatsache und konnte nichts mehr ändern.[8]:277 1934 wurde der Pressechef der I.G. Farben, Heinrich Gattineau, im Zuge einer „Säuberungsaktion“ anlässlich des Röhm-Putsches verhaftet. Nach seiner Haftentlassung fuhr Gattineau zu Bosch, der die mögliche Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit den Worten „Natürlich bleiben Sie auf Ihrem Posten!“ vom Tisch kehrte.

Carl Bosch lehnte insbesondere die antisemitische Gesetzgebung ab und setzte sich für den Verbleib jüdischer Wissenschaftler in Deutschland ein. Als deutschnational eingestellter Industrieller lehnte Bosch die Machtergreifung zuerst nicht ab, machte aber die Erfahrung, dass Hitler rationalen Argumenten nicht zugänglich war. Aus diesem Grund hatte er kein besonders gutes Verhältnis zu Hitler.

Reichserziehungsminister Bernhard Rust, 1934

Er bot seinem Kollegen Fritz Haber Hilfe an, als dieser 1933 vertrieben wurde und viele Fachkollegen sich von ihm abwandten. Zu einer von Max Planck organisierten Feier anlässlich Habers Todestag im Januar 1935 erschien Bosch mit allen verfügbaren Direktoren der I.G. Farben; den an den Universitäten angestellten Wissenschaftlern hatte der Reichserziehungsminister Bernhard Rust die Teilnahme per Dekret verboten.[12]:92–94

Bosch ließ die Entlassung aller nicht-arischen Mitarbeiter aus der I.G. Farben erst 1937 zu. Dies geschah auf Druck von NS-Gesetzen, durch Denunziationen aus den eigenen Betrieben und aus Angst vor Enteignung als jüdisches Unternehmen. Etwa ein Drittel des Aufsichtsrats, darunter Carl von Weinberg, Arthur von Weinberg, Otto von Mendelssohn Bartholdy, Alfred Merton, Richard Merton, Ernst von Simson, Wilhelm Peltzer und Gustav Schlieper wurden ihrer Aufgaben entbunden.[27]:72 Vorstandsmitglieder wie Carl Krauch, Fritz ter Meer, Georg von Schnitzler, Max Ilgner, Otto Ambros, Friedrich Jähne, Christian Schneider, Carl Wurster, Carl Lautenschläger und Ernst Bürgin traten im selben Jahr in die NSDAP ein.[27]:72

Im Kontrast zu den Arrangements mit den Nationalsozialisten stehen Carl Boschs zahlreiche, letztendlich vergebliche Versuche, der nationalsozialistischen Judenpolitik entgegenzutreten und sich für einzelne jüdische Bürger einzusetzen. Dazu zählten insbesondere Kollegen Boschs, Chemiker und Mitarbeiter der I.G. Farben, darunter etwa der Nobelpreisträger Fritz Haber, der 1933 alle seine Funktionen in der deutschen Wissenschaft verlor und 1934 im Exil starb. Bosch sah in der Unterdrückung und Entlassung jüdischer Wissenschaftler ein großes Problem und kritisierte die wissenschaftsfeindliche NS-Politik.

Er forderte wiederholt die Förderung der Wissenschaft und Bildung durch Staat und Industrie, wobei ihn sein internationales Ansehen vor politischen Sanktionen bewahrte. Er vertrat die Meinung, dass parteipolitisch wichtige Positionen in Industrie, Wirtschaft und Wissenschaft mit Fachleuten aus diesen Bereichen besetzt werden müssen und nicht mit fachfremden NS-Politikern. Damit verband er die Hoffnung, das Schlimmste verhindern zu können. Er bemerkte zu spät, dass diese Hoffnung falsch war und er an den Verbrechen des NS-Regimes mitschuldig wurde.[28] Es wird berichtet, dass Bosch bei einem Treffen mit Hitler seine Judenpolitik angegriffen habe. Er warnte Hitler, dass die Vertreibung jüdischer Wissenschaftler die deutsche Physik und Chemie um hundert Jahre zurückwerfen werde. Da begann Hitler zu schreien: „Dann werden wir hundert Jahre lang ohne Physik und Chemie arbeiten!“ Dann klingelte er nach seinem Adjutanten und erklärte mit übertriebener Höflichkeit, dass der Geheimrat (Carl Bosch) zu gehen wünsche.[27]:58[29]

Beide Verhaltensmuster – Unterstützung des NS-Regimes, wenn es um wirtschaftliche Dinge ging, andererseits Ablehnung insbesondere der Judenpolitik bei persönlicher Betroffenheit – zeichnen Boschs zwiespältige Haltung aus.[28]

Rückzug als Vorstandsvorsitzender

Hermann Schmitz, 1931.

Bosch gab 1935 Bosch auf Druck des NS-Regimes seinen Chefposten im Vorstand der I.G. Farben an Hermann Schmitz ab.[30] Bosch kannte Schmitz bereits aus der Zeit der Versailler Verhandlungen und hatte Schmitz, damals Vorstandsmitglied der Metallbank, als Finanzchef zur BASF geholt. Er selbst übernahm als Nachfolger des verstorbenen Carl Duisberg den Vorsitz des Aufsichtsrats, womit er gleichzeitig das Amt des Verwaltungsratsvorsitzenden des I.G.-Konzerns innehatte. 1937 übernahm er von Max Planck die Präsidentschaft der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft.[12]:92–94 Nach dem Tod von Bosch wurde Carl Krauch Aufsichtsratsvorsitzender der I. G. Farben, ein enger Mitarbeiter von Bosch und davor im Vorstand.

Ehrungen

Die Institution of Chemical Engineers wählte Carl Bosch, zusammen mit Fritz Haber, zum weltweit einflussreichsten Chemieingenieur aller Zeiten.[31] Bosch erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 1918 die Ehrendoktorwürde der Technischen Hochschule Karlsruhe, die Liebig-Denkmünze der Gesellschaft Deutscher Chemiker zusammen mit der Bunsen-Denkmünze der Deutschen Bunsen-Gesellschaft für Physikalische Chemie, den Siemens-Ring und die Grashof-Denkmünze des Vereins Deutscher Ingenieure.[32]

Carl-Bosch-Museum in Heidelberg

Im Jahr 1931 wurde ihm der Nobelpreis für Chemie für den Beitrag zur Erfindung der chemischen Hochdruckverfahren verliehen. [32] Er erhielt die Wilhelm-Exner-Medaille der Wilhelm-Exner-Stiftung des Österreichischen Gewerbevereins und die Carl-Lueg-Denkmünze. Bosch war Mitglied in verschiedenen deutschen und ausländischen wissenschaftlichen Verbänden, etwa der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, deren Präsidenten er 1937 wurde, der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina[32], der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und der Preußischen Akademie der Wissenschaften. 1939 wurde ihm der Goethepreis der Stadt Frankfurt verliehen.[32]

Nach Carl Bosch wurden der Mondkrater Bosch[33] und der Hauptgürtelasteroid (7414) Bosch benannt. Die Carl-Bosch-Straße am BASF-Hauptsitz in Ludwigshafen am Rhein und die gleichnamige Straße und das Carl-Bosch-Haus in der Maxdorfer BASF-Siedlung, das Carl-Bosch-Haus in Frankfurt, unter anderem Sitz der Gesellschaft Deutscher Chemiker, das Carl-Bosch-Gymnasium in Ludwigshafen am Rhein, die Carl-Bosch-Schulen in Heidelberg und in Limburgerhof, eine berufsbildende Schule und der Carl-Bosch-Saal im cCe Kulturhaus Leuna wurden ebenfalls nach ihm benannt.

1998 eröffnete am Schloss-Wolfsbrunnenweg in Heidelberg das Carl Bosch Museum Heidelberg. Der ehemalige Wohnsitz von Carl Bosch, die Villa Bosch, beherbergt heute die Klaus Tschira Stiftung.

Schriften (Auswahl)

  • Stickstoff in Wirtschaft und Technik, Die Naturwissenschaften, Band 8, 1920, S. 867–868
  • Sozialisierung und chemische Industrie, Berlin, Verlag Chemie 1921
  • Handelspolitische Notwendigkeiten, 1932, Verein zur Wahrung d. Interessen d. chem. Industrie Deutschlands e. V., 1932
  • Über die Entwicklung der chemischen Hochdrucktechnik bei dem Aufbau der neuen Ammoniakindustrie. Nobelvortrag, gehalten in Stockholm den 21. Mai 1932, auch in: Chemische Fabrik, Band 6, 1933, S.S. 127
  • Probleme grosstechnischer Hydrierungs-Verfahren, Oslo: Verlag Dybwad, 1933
  • Probleme grosstechnischer Hydrierungs-Verfahren, in: Chemische Fabrik, Band 7, 1934, S. 1–10

Literatur

Weblinks

 Commons: Carl Bosch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Hans-Erhard Lessing: Robert Bosch. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg, 2007, ISBN 978-3-499-50594-2, S. 22.
  2. Max-Planck-Gesellschaft: Carl Bosch 1937–1940. In: mpg.de. 29. Mai 1937, abgerufen am 10. November 2018.
  3. Rudolf Jäckel, Marienhütte Kotzenau
  4. Albert Gieseler -- Technische Hochschule Berlin. In: albert-gieseler.de. Abgerufen am 10. November 2018.
  5. Lebensdaten, Publikationen und Akademischer Stammbaum von Carl Bosch bei academictree.org, abgerufen am 7. Januar 2018.
  6. Carl Krauch: Carl Bosch zum Gedächtnis. In: Angewandte Chemie, Band 53, 1940, S. 286 doi:10.1002/ange.19400532702. Bosch äußerte sich dazu anlässlich der Verleihung der Carl Lueg Denkmünze 1935, in: Stahl und Eisen, Band 55, 1935, S. 1506.
  7. a b c d Karl Holdermann: Carl Bosch, 1874–1940, In Memoriam.
  8. a b c d e Karl Holdermann: Im Banne der Chemie: Carl Bosch – Leben und Werk. Econ, Düsseldorf 1953.
  9. Moos-Sammlung von Carl Bosch wird mit Mitteln der Klaus Tschira Stiftung digitalisiert
  10. Jan-Peter Frahm, Jens Eggers: Lexikon deutschsprachiger Bryologen. Selbstverlag, Bonn 2001, ISBN 3-8311-0986-9.
  11. Richard Kuhn: Carl Bosch. In: Naturwissenschaft, 1940, S. 482
  12. a b c d Ulrike Kohl: Die Präsidenten der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus. Max Planck, Carl Bosch und Albert Vögler zwischen Wissenschaft und Macht. Franz Steiner Verlag, 2002, ISBN 3-515-08049-X
  13. Hans R. Kricheldorf: Menschen und ihre Materialien: Von der Steinzeit bis heute (Erlebnis Wissenschaft), Verlag Wiley-VCH, 1. Auflage (2012), ISBN 978-3527330829, S. 112.
  14. a b Alwin Mittasch: Geschichte der Ammoniaksynthese. Verlag Chemie, 1951, S. 87–90.
  15. Richard Abegg, Friedrich Auerbach: Handbuch der anorganischen Chemie. Verlag S. Hirzel, Bd. 2, 1908. S. 258. Volltext
  16. J. D. F. Marsh, W. B. S. Newling, J. Rich: The catalytic hydrolysis of hydrogen cyanide to ammonia. In: Journal of Applied Chemistry. 2, 1952, S. 681–684, doi:10.1002/jctb.5010021202.
  17. a b Margit Szöllösi-Janze: Fritz Haber 1868–1934: Eine Biographie, Verlag C.H. Beck, 1998, ISBN 978-3-4064-3548-5, S. 180–181.
  18. Jürgen Hauschild, Sören Salomo: Innovationsmanagement. 5., überarbeitete, ergänzte und aktualisierte Auflage. Verlag Vahlen, München 2011, ISBN 978-3-8006-4353-0, S. 98.
  19. Patent US1910599101: Catalytic Agent for use in producing ammonia. Veröffentlicht am 24. Dezember 1910, Erfinder: Carl Bosch, Alwin Mittasch.
  20. Günther Kerstein: Carl Bosch. In: Dictionary of Scientific Biography, Band 2, S. 324
  21. Das Blumenwunder (Video Ausschnitt).
  22. Joseph Borkin: Die unheilige Allianz der I.G.-Farben. Eine Interessengemeinschaft im Dritten Reich. Campus, Frankfurt am Main 1979, ISBN 3-593-34251-0, S. 37–39.
  23. Franz Spausta: Treibstoffe für Verbrennungsmotoren. Springer Verlag, 1939, S. 54. (Reprint: ISBN 978-3-7091-5161-7)
  24. Otto Köhler: … und heute die ganze Welt. Die Geschichte der IG Farben und ihrer Väter. Rasch und Röhrig, Hamburg, Zürich 1986, Papyrossa, Köln 1989, ISBN 3-89136-081-9, S. 214
  25. Ernst Bäumler: Die Rotfabriker – Familiengeschichte eines Weltunternehmens (Hoechst), Piper 1988, ISBN 978-3-4920-3226-1, S. 277&nbsP;f.
  26. Jahrbuch der Akademie für Deutsches Recht, 1. Jahrgang 1933/34. Hrsg. von Hans Frank. (München, Berlin, Leipzig: Schweitzer Verlag), S. 252
  27. a b c Joseph Borkin: Die unheilige Allianz der I.G.-Farben. Eine Interessengemeinschaft im Dritten Reich. Campus, Frankfurt am Main 1979, ISBN 3-593-34251-0.
  28. a b Reiner F. Oelsner: Bemerkungen zum Leben und Werk von Carl Bosch. Vom Industriemechaniker zum Chef der I.G.Farbenindustrie (= LTA-Forschung. H. 28). Landesmuseum für Technik und Arbeit, Mannheim 1998, S. 37.
  29. Guido Knopp: Die Chemiker des Todes. In: Damals. 7/1998, S. 9.
  30. Hans-Erhard Lessing: Robert Bosch. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg, 2007, ISBN 978-3-499-50594-2, S. 142.
  31. Haber and Bosch named top chemical engineers. In: icheme.org. 21. Februar 2011, abgerufen am 10. November 2018.
  32. a b c d Mitgliedseintrag von Carl Bosch bei der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, abgerufen am 11. April 2015.
  33. Bosch im Gazetteer of Planetary Nomenclature der IAU (WGPSN) / USGS
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