Bezirk Podgórze

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Lage des Bezirks Podgórze (als Teil des Bezirks Łańcut) im Kronland Galizien und Lodomerien

Der Bezirk Podgórze (ab 1915 Landbezirk[1]) war ein politischer Bezirk im Kronland Galizien und Lodomerien. Sein Gebiet umfasste Teile Westgaliziens im heutigen Polen, Sitz der Bezirkshauptmannschaft war die Stadt Podgórze. Nach dem Ersten Weltkrieg musste Österreich den gesamten Bezirk an Polen abtreten, hier sind große Teile heute im Powiat Krakowski beziehungsweise der Stadt Krakau zu finden.

Er grenzte im Norden an den Bezirk Krakau, im Osten und Süden an den Bezirk Wieliczka, im Südosten an den Bezirk Myślenice sowie im Westen an den Bezirk Wadowice.

Geschichte

Der Bezirk wurde am 15. September 1896 durch das Ausscheiden der Gerichtsbezirke Podgórze und Skawina aus dem Bezirk Wieliczka geschaffen[2].

Der Bezirk Podgórze bestand bei der Volkszählung 1910 aus 53 Gemeinden sowie 49 Gutsgebieten[3] und umfasste eine Fläche von 234 km². Hatte die Bevölkerung 1900 noch 54.142 Menschen umfasst, so lebten hier 1910 64.383 Menschen[4]. Auf dem Gebiet lebten dabei mehrheitlich Menschen mit polnischer Umgangssprache (95 %) und römisch-katholischem Glauben, Juden machten rund 11 % der Bevölkerung aus[5].

Ortschaften

Auf dem Gebiet des Bezirks bestanden 1910 Bezirksgerichte in Podgórze und Skawina, diesen waren folgende Orte zugeordnet[6]:

Gerichtsbezirk Podgórze:

  • Bodzów
  • Dębniki (bis 1910, danach zu Krakau[7])
  • Gołkowice
  • Kosocice
  • Kurdwanów
  • Łagiewniki
  • Ludwinów (bis 1911, danach zu Krakau[8])
  • Olszowice
  • Piaski Wielkie
  • Płaszów (bis 1911, danach zu Krakau[9])
  • Stadt Podgórze (bis 1914, danach zu Krakau[10])
  • Prokocim
  • Pychowice
  • Rajsko
  • Soboniowice
  • Świątniki Górne
  • Wola Duchacka
  • Wróblowice
  • Wrząsowice
  • Zakrzówiek (bis 1910, danach zu Krakau)
  • Zbydniowice

Gerichtsbezirk Skawina:

  • Borek Fałęcki
  • Borek Szlachecki
  • Brzyczyna Dolna
  • Buków
  • Chorowice
  • Facimiech
  • Gaj
  • Gołuchowice
  • Jugowice
  • Jurczyce
  • Kobierzyn
  • Konary
  • Kopanka
  • Korabniki
  • Kostrze
  • Krzęcin
  • Kulerzów
  • Libertów
  • Lusina
  • Mogilany
  • Ochodza
  • Opatkowice
  • Polanka Haller
  • Pozowice
  • Radziszów
  • Rzozów
  • Samborek
  • Siarczana Góra
  • Sidzina
  • Stadt Skawina
  • Skotniki
  • Swoszowice
  • Tyniec
  • Włosań
  • Zelczyna

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Reichs-Gesetz-Blatt für das Kaiserthum Oesterreich. Jahrgang 1915, LXXXI. Stück, Nr. 175: „Kundmachung des Ministeriums des Innern vom 25. Juni 1915“
  2. Reichs-Gesetz-Blatt für das Kaiserthum Oesterreich. Jahrgang 1896, LVII. Stück, Nr. 150: „Kundmachung des Ministeriums des Innern vom 5. August 1896“
  3. Die Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910 in den im Reichsrate vertretenen Königreichen und Ländern - Die summarischen Ergebnisse der Volkszählung. Mit 6 Kartogrammen - Tabelle I.
  4. Die Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910 in den im Reichsrate vertretenen Königreichen und Ländern - Die summarischen Ergebnisse der Volkszählung. Mit 6 Kartogrammen - Tabelle II.
  5. Die Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910 in den im Reichsrate vertretenen Königreichen und Ländern - Die summarischen Ergebnisse der Volkszählung. Mit 6 Kartogrammen - Tabelle III.
  6. Allgemeines Verzeichnis der Ortsgemeinden und Ortschaften Österreichs nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. Dezember 1910, Seite 363
  7. http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=rgb&datum=19100004&seite=00000080
  8. http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=lga&datum=19100004&seite=00000449
  9. http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=lga&datum=19110004&seite=00000312
  10. http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=lga&datum=19150004&seite=00000027

Literatur