Antonio Stradivari

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Antonio Giacomo Stradivari (auch latinisiert Antonius Stradivarius; * um 1644 oder, laut neueren Forschungen, 1648, der Geburtsort ist unbekannt; † 18. Dezember 1737 in Cremona) war ein italienischer Geigenbaumeister und Gitarrenbauer, der wie sein Kollege Guarneri del Gesù in Cremona ansässig war. Er wird von vielen als der beste Geigenbauer der Geschichte angesehen. Seine Geigen sind die wertvollsten Saiteninstrumente, die es derzeit auf dem Markt gibt, und werden teilweise für viele Millionen Euro gehandelt.

Leben

Antonio Stradivari wurde wahrscheinlich 1644 in Cremona in Italien geboren. Es ist nicht sicher, wann und wo er sein Handwerk gelernt hat, aber bereits seine frühesten Arbeiten zeigen sein großes Talent. Einige glauben, dass er Schüler von Nicola Amati war, dem Enkel des großen Geigenbauers Andrea Amati. Das wird mit dem Wortlaut des Etiketts der frühesten bekannten Stradivari-Geige begründet: „Hergestellt von Antonio Stradivari aus Cremona, Schüler von Nicolo Amati, 1666“. Allerdings ist dies auch der einzige (erhaltene) Geigenzettel, auf dem er sich als Schüler von Nicolo Amati bezeichnet. Möglicherweise ist es ihm von Nicolo Amati (1596–1684), der zu dieser Zeit ja noch lebte, untersagt worden.

Andere Theorien besagen, dass Stradivari möglicherweise, bevor er Geigenbauer wurde, den Beruf des Schreiners erlernt hat, was die exquisite Ausführung insbesondere seiner verzierten Instrumente erklären würde. Aufzeichnungen des Zensus belegen, dass er in der 'Casa nuziale' von 1667 bis 1680 lebte, einem Haus, das dem Holzschnitzer und Kunsttischler Francesco Pescaroli gehörte. Stradivari heiratete 1667 Signora Francesca Feraboschi und verbrachte die nächsten 13 Jahre in der 'Casa nuziale'. Im Laufe von acht Jahren bekamen der Geigenbauer und seine Frau sechs Kinder. 1680 kaufte er ein Haus an der Piazza San Domenico, also in der Nähe der Werkstätten von Amati und Ruggieri. Dort soll er nach der Überlieferung seine bekanntesten Geigen auf dem Dachboden hergestellt und mit Ton und Design experimentiert haben.[1]

Stradivaris Arbeit wird nach dem Standardwerk der Brüder Hill[2] üblicherweise in drei (bis vier) Perioden eingeteilt. Die erste, bis ca. 1680, wird als „Amatise“ bezeichnet, weil seine Instrumente sehr stark an diejenigen von Nicolo Amati angelehnt sind. In der zweiten Periode, bis ca. 1700, experimentiert er mit einem etwas längeren Modell, daher der Name long pattern. Ab 1700 folgt dann seine sogenannte „goldene Periode“, gelegentlich bis 1720/1725 begrenzt, gefolgt von der Spätphase bis zu seinem Tod 1737. Dies sind jedoch nur grobe Einteilungen und nicht jedes Instrument aus einer bestimmten „Periode“ passt zu dieser Einteilung. Ein besonderes Exemplar aus der Übergangszeit von der Amatise- zur Long-pattern-Periode ist die „Hellier“ genannte Violine aus dem Jahr 1679. Sie gehört zu den wenigen (insgesamt zehn) verzierten Instrumenten und zu den – von den Dimensionen – größten Instrumenten, die Stradivari baute. In den 1680er Jahren löste sich Stradivari vom Vorbild Amati und suchte sein eigenes Modell (es wird auch spekuliert, dass er Instrumente aus Brescia von Gasparo da Salò und Maggini kennengelernt habe und deren Ton nacheiferte). Er verwendete zwar noch die Grundstruktur von Amati, baute aber auch Abwandlungen und experimentierte mit verschiedenen Stärken des Holzes und diversen Lacken.[3] Die f-Löcher wurden länger und steiler, und er versah die Instrumente häufig mit einer kräftigeren Schnecke (die Hills nennen sie „männlicher“).

Seine beiden Söhne Francesco (1671–1743) und Omobono (1679–1742) traten um 1698 in das Familienunternehmen ein, vor 1725 lassen sich aber Spuren ihres Mitwirkens an den Instrumenten von Antonio nicht erkennen.

Die „Messias“ im Ashmolean Museum, Oxford

Während seiner Glanzzeit schuf er Geigen, deren Resonanzkörper auch heute noch unübertroffen sind. Die Ausführung war in einzigartigem tiefroten Lack, mit schwarzem Rand, breiten Rändern und breiten Ecken. Zu seinen berühmtesten Geigen, die er von 1700 bis 1725 geschaffen hat, gehören die „Lipinski“ von 1715 und die „Messias“ von 1716. Die „Messias“ hat er niemals verkauft oder verschenkt, und sie blieb sein Eigentum bis zu seinem Tod. Nach seinem 80. Lebensjahr scheinen seine Arbeiten etwas weniger makellos geworden zu sein als die der goldenen Jahre; allerdings übte er sein Handwerk bis zu seinem Tod 1737 aus und baute noch 1733 die „Khevenhüller“.[4]

Die von der Nachwelt als seine besten beurteilten Instrumente baute er zwischen 1700 und 1725. An Instrumenten, die nach 1730 signiert sind, haben möglicherweise seine Söhne Omobono und Francesco mitgewirkt. Man schätzt, dass Stradivari etwa 1100 Violinen, Bratschen, Celli, einige Gitarren und eine Harfe gebaut hat. Von den Celli gibt es heute nur noch ca. 60 Stück, insgesamt sind schätzungsweise noch 650 Instrumente erhalten.

Gedenkstein für Stradivari auf der Piazza Roma in Cremona

Antonio Stradivari starb am 18. Dezember 1737 in Cremona und wurde in der Basilica di San Domenico beerdigt. Als man die Kirche 1868 abbrach, wurde sein Grabstein vor der Vernichtung gerettet. Eine Kopie befindet sich heute auf der Piazza Roma in Cremona, das Original im Museo del Violino dort.

Nachdem auch seine beiden geigenbauenden Söhne verstorben waren, übernahm Carlo Bergonzi seine Werkstatt. Ein Großteil von Stradivaris Werkzeugen, Modellen und Arbeitsvorlagen hat sich bis heute erhalten und ist im Museo del Violino in Cremona zu besichtigen.

Wert der Instrumente

Seit etwa 1800 sind Stradivaris Instrumente sehr beliebt und erzielen Höchstpreise bei Verkäufen. Seit dieser Zeit wurden deshalb viele Nachbildungen seiner Instrumente angefertigt und mit seinem Namenszug versehen. Gute Nachbildungen sind selbst für Fachleute nur schwer zu identifizieren. Bei einfacheren Kopien fällt die Entlarvung leichter. Der Stradivari-Nimbus hat auch zu unrealistischen Vorstellungen bezüglich des vermeintlich unübertrefflichen Wohlklangs dieser Instrumente geführt.

Für nachweislich originale Stradivari-Instrumente zahlen Liebhaber extreme Preise: 1998 wurden bei einer Versteigerung bei Christie’s in London für die „Kreutzer“ 947.500 Pfund Sterling bezahlt[5] (etwa 1,5 Millionen Euro). Einen weiteren Rekordpreis erzielte die von Christie’s in New York versteigerte „Lady Tennant“ im April 2005: Ein unbekannter Bieter bezahlte 1,53 Millionen Euro. Am 16. Mai 2006 wurde dieser Preisrekord neuerlich in den Schatten gestellt, als Christie’s in New York die Stradivari mit dem Namen „Hammer“ für 3,544 Millionen US-Dollar (rund 2,7 Millionen Euro) versteigerte. Den bis heute höchsten Preis erzielte die vom Auktionshaus Tarisio in London im Juni 2011 versteigerte „Lady Blunt“: Ein unbekannter Bieter bezahlte bei der Internetauktion 9,8 Millionen Pfund Sterling (rund 11 Millionen Euro).[6]

Die enorme Preisentwicklung nährt heute ein „Instrumentenspekulantentum“, an dem sich neben Händlern auch Banken und private Investoren beteiligen. Der Stradivari-Händler Dietmar Machold, ein Schwergewicht der Branche, verlor beim Jonglieren mit Millionen den Überblick und wurde zum Betrüger. Im Konkursverfahren häuften sich im Jahr 2012 Forderungen von Gläubigern über rund 100 Millionen Euro an.[7]

Viele Stradivari-Instrumente sind immer noch in Gebrauch. Viele hochtalentierte Künstler haben jedoch nicht die Mittel, ein solches Instrument selbst zu erwerben. Einige von ihnen profitieren von einem Mäzen, der ihnen sein Instrument leihweise überlässt, manchmal sogar lebenslang. Zahlreiche Institutionen bemühen sich, Stradivaris und andere wertvolle Instrumente zu kaufen und sie herausragenden Musikern für eine begrenzte Zeit zur Verfügung zu stellen, damit sie ihnen und dem Publikum zugutekommen (siehe die Angaben zu Verleihungen in der Liste der Instrumente). Die Unterstützung durch Stiftungen oder andere Gönner hat es einigen Streichquartetten und Streichtrios ermöglicht, sogar ausschließlich auf Stradivari-Instrumenten zu spielen. Dazu gehören unter anderem das Tokyo String Quartet (1995 bis 2013), das Hagen-Quartett (2013 bis 2017), das Stradivari Quartett (2007 bis 2017) sowie derzeit (2018) das Quartetto di Cremona, das Trio Oreade und das Trio Zimmermann.[8] Einige Vereinigungen haben es sich zur Aufgabe gemacht, Eigentümer zu motivieren, ihre Instrumente als Mäzene an Künstler zu verleihen. Die Stradivari Society ist das bekannteste Beispiel für diese Art der Vermittlung.[9]

Klang der Instrumente

Charakteristik

Die zweite Violine aus dem „Cuarteto Real“ im Palacio Real, Madrid (Baujahr ca. 1689)
Instrumente von Stradivari im National Music Museum, Vermillion (South Dakota), USA: eine Mandoline mit originalem Kasten, eine Gitarre aus dem Jahr 1700, eine Violine

Speziell die Violinen Stradivaris sind nicht nur bei Sammlern, sondern auch bei Musikern hochgeschätzt und begehrt. Ihr Spiel wird oft als „sehr lebhaft“ beschrieben, sie „flackern“, der Ton „bewegt sich wie ein Kerzenlicht“. Eine weitere Besonderheit einer Stradivari ist, dass sie äußerst gut im Bereich zwischen 2000 und 4000 Hertz spielt, dem Klangbereich, in dem das menschliche Gehör am empfindlichsten ist.[10] Dies führt dazu, dass selbst ein sehr leise gespielter Ton in einer großen Konzerthalle weithin hörbar ist, wenn er auf einer Stradivari gespielt wird.

Untersuchungen und Theorien zur Klangqualität

Es wurden verschiedenste Untersuchungen durchgeführt, um die Klangeigenschaften von Stradivaris Instrumenten zu ergründen, und diverse Theorien entwickelt. Holzuntersuchungen der Instrumente Stradivaris zeigen, dass diesem ein akustisch ungewöhnlich gutes Material zur Verfügung stand. So zeigte etwa der Münchner Geigenbaumeister und Physiker Martin Schleske im Jahr 2002, dass das Fichtenholz einer von Stradivari hergestellten Decke eines Cellos eine Dichte von nur 390 kg/m³ aufweist, was sich auf die Klangqualität des Instrumentes günstig auswirken soll.[11] Die Dichte von „normalem“ Fichtenholz schwankt um den Wert 450 kg/m³. Nach einer 2005 kolportierten Theorie waren die besonderen klimatischen Verhältnisse in Europa während der sogenannten „Kleinen Eiszeit“ (16.–18. Jahrhundert) dafür verantwortlich, dass zum Instrumentenbau Holzqualitäten mit geringer Dichte verwendet werden konnten, die es heute nicht mehr gibt. Die geringeren Durchschnittstemperaturen führten zu verändertem Baumwachstum mit geringerem Jahresringabstand und reduziertem Spätholzanteil (dunkler Jahresring). Je weniger Spätholz pro Jahresring gebildet wird, desto geringer ist die Rohdichte. Im Jahr 2008 brachten Berend Stoel von der Universität Leiden und der Geigenbauer Terry Borman die Theorie der „Kleinen Eiszeit“ erneut ins Spiel, und zwar mit Bezug auf die Gleichmäßigkeit der Dichte. Sie untersuchten fünf alte Geigen aus Cremona und sieben moderne Geigen im Computertomographen und fanden heraus, dass bei den alten Geigen die Holzdichte gleichmäßiger war als bei den modernen Instrumenten.[12][13]

Doch kann der besondere Klang von Stradivari-Geigen nicht nur am Holz liegen, da dieses auch anderen damaligen Geigenbauern zur Verfügung stand. Er kann auch nicht an einer extrem langen Trocknungszeit der Hölzer liegen: Die Zeitdifferenz zwischen dem Schlagen des Holzes, das sich mit Hilfe der Dendrochronologie datieren lässt, und dem auf dem Geigenetikett vermerkten Baujahr betrug nur etwa 20 Jahre oder weniger. Untersuchungen von Grundierung und Lack mit dem Rasterelektronenmikroskop lassen einen ungewöhnlich hohen Anteil und eine große Schichtdicke mineralischer Stoffe erkennen.[14]

Joseph Nagyvary, der an der Texas A&M University Biochemie und Biophysik lehrte, veröffentlichte im Jahr 2001 die Theorie, dass Stradivari das Holz mit Borax behandelt habe, um es vor Holzwürmern zu schützen, und dabei unbeabsichtigt eine Verbesserung des Klangs erzielt habe.[15][16] Nagyvary konzentrierte sich jahrelang auf die chemische Holzbehandlung, obwohl es äußerst schwierig ist, entsprechendes Forschungsmaterial zu beschaffen. Schließlich gelangte Nagyvary an einige kleine Hobelspäne, die bei Reparaturarbeiten angefallen waren. 2006 konnte er erste Erkenntnisse über die Behandlung des Holzes einer Stradivari-Geige, eines Stradivari-Cellos und einer Guarneri-Geige veröffentlichen.[17] 2009 gab er bekannt, dass im Holz dieser Instrumente neben Borax auch Fluoride, Chrom und Eisensalze enthalten sind, die in unbehandelten Hölzern nicht vorkommen.[18] Seine Firma Nagyvary Violins versucht Geigen zu bauen, die dem Klangprofil von Stradivari- und Guarneri-Geigen möglichst genau entsprechen.[19]

Die bei der EMPA tätige Schweizer Werkstoffingenieurin Melanie Spycher untersuchte im Jahr 2005 einen möglichen Einfluss von Schimmelpilzen auf den Klang. Sie versuchte modernes Instrumentenholz mittels spezieller holzzersetzender Pilze so zu bearbeiten, dass es vergleichbare Klangeigenschaften erhält.[20][21]

Der Physiker Heinrich Dünnwald, der zusammen mit dem Geigenbauer Stefan-Peter Greiner Klanganalysen an mehr als 1000 Geigen durchgeführt hat,[22] fand heraus, dass das Spektrum der Stradivari-Geigen sehr dem Vokal e bzw. i der menschlichen Stimme ähnelt, wodurch ihr Klang als angenehm und vertraut empfunden wird. Andere Geigen hätten oft ein Spektrum wie ö und ü, das eher dünn oder nasal klinge.[10] Das Holz spiele dabei aber, so Dünnwald, keine entscheidende Rolle, ebenso wenig der Lack, da er extrem dünn sei.[10] Der Klang gewöhnlicher Violinen lasse sich in Richtung Stradivari verbessern, indem man ein kleines Gewicht von weniger als 1/10 Gramm an einer speziellen Stelle anbringe. In der Fernsehsendung W wie Wissen klebte Dünnwald zur Andeutung ein Klümpchen Knetmasse mittig an den Rand des Stegs, wobei er die genaue Stelle jedoch als Firmengeheimnis nicht verraten wollte. Auf der Grundlage der gemeinsamen Klangforschung mit Dünnwald hat Greiner Kopien von Stradivari-Violinen für Musiker hergestellt – jeweils eine „Stradivari on demand“, ein Instrument, „das den alten Meistergeigen in nichts nachsteht, weder im Klang noch im Aussehen“.[23][24]

Martin Schleske hat mit von ihm speziell entwickelten Computerprogrammen zur Schwingungsanalyse das akustische Verhalten alter Meistergeigen detailliert vermessen. Seine Datenbank mit den „akustischen Fingerabdrücken“ alter Meisterinstrumente umfasst etwa 90 Instrumente (Stand 2018). Er stellt auch „Klangkopien“ her – Musikinstrumente, die individuellen Referenzinstrumenten von Stradivari oder Guarneri nicht nur optisch, sondern auch akustisch möglichst genau entsprechen sollen.[25] Schleske ist überzeugt, dass der besondere Klang der Stradivari-Instrumente nicht auf einem einzelnen Geheimnis beruht, sondern vor allem auf präziser Beobachtung und akribischer Handwerkskunst, die Stradivari offenbar meisterhaft beherrschte. Die alten italienischen Meister seien Künstler und zugleich „empirische Wissenschaftler“ und Entwickler gewesen, die durch stetige Anwendung des Prinzips „Versuch und Irrtum“ die Musikinstrumente immer weiter verbesserten.[26]

Hörtests mit Blindvergleichen

In der Fernsehsendung Das Geheimnis der Stradivari (2005 Arte France & Associés) wurde am Lehrstuhl für musikalische Akustik der Pariser Universität Pierre und Marie Curie ein Blind-Hörtest mit vier unterschiedlichen, von zwei Geigern gespielten Violinen durchgeführt. Dieser ergab, dass nicht jeder Zuhörer die Stradivari wie erwartet als das emotional meistbewegende Instrument bewertete, sondern viele stattdessen eine bestimmte moderne Violine für die Stradivari hielten. Die Macher der Sendung zogen damit den oft geäußerten Absolutheitsanspruch in Zweifel, Stradivaris seien grundsätzlich die Violinen mit dem besten oder gar dem „perfekten“ Klang.

Ein Team um Claudia Fritz, die als Klangforscherin an der Universität Pierre und Marie Curie in Paris arbeitet, hat weitere Tests dieser Art durchgeführt. Die Ergebnisse sprechen ebenfalls dafür, dass Stradivari-Geigen zwar sehr gut klingen, aber modernen Geigen nicht grundsätzlich überlegen sind.[27] Bei einer im September 2012 durchgeführten Reihe von Blindversuchen hatten zehn Geigenvirtuosen zu entscheiden, welche von zwölf Violinen (sechs alte italienische Meisterstücke, davon fünf Stradivaris, und sechs moderne Instrumente) ihnen am besten zusagte. Die zehn Musiker vermochten nicht zu erkennen, ob es sich jeweils um ein altes oder um ein modernes Instrument handelte (Trefferquote auf Zufallsniveau). Sechs von ihnen entschieden sich für eine moderne Violine. Die modernen Violinen wurden im Schnitt höher bewertet bezüglich Kriterien wie Spielbarkeit und Klang. Die Ergebnisse wurden im April 2014 veröffentlicht.[28][29] Laut einer Veröffentlichung im Jahr 2017 führten weitere Blindversuche in Konzertsälen – einmal mit 55 besonders fachkundigen Zuhörern in Paris, einmal mit rund 80 Zuhörern in New York – zu demselben Ergebnis: Die Zuhörer bevorzugten moderne Violinen.[30]

Experten für Musikinstrumentenkunde kritisieren die von Claudia Fritz et al. durchgeführten Blindtests aus verschiedenen Gründen. Sie wenden ein, dass alle heute noch spielbaren Stradivaris mehrfach modifiziert und dabei moderneren Klangvorstellungen angepasst wurden. Deshalb klinge eine Stradivari heute anders als zu dem Zeitpunkt, als das Instrument die Werkstatt Stradivaris verließ. Zu beachten sei auch, dass Stradivari-Instrumente sich in ihrer Klangqualität und -charakteristik erheblich voneinander unterscheiden – einen einheitlichen, durchweg optimalen Stradivari-Klang gebe es gar nicht. Die Autoren hätten aber nicht mitgeteilt, welche Instrumente bei den Tests zum Einsatz kamen. Ferner seien die einzelnen Instrumente nicht gleich gut für alle Musikepochen sowie gleichermaßen für Kammermusik und Violinkonzerte geeignet, bei den Hörtests der Studie aus dem Jahr 2017 seien jedoch nur Passagen aus drei Violinkonzerten der späten Romantik gespielt worden (von Brahms, Tschaikowsky und Sibelius). Man könne auch nicht einfach irgendeine Stradivari nehmen und sofort den optimalen Klang herausholen – selbst die besten Virtuosen brauchten dafür eine Gewöhnungszeit. Schließlich sei das Instrument auch nur einer von mehreren Faktoren, die das Klangerlebnis bestimmen, und nicht der wichtigste. Tatsächlich spielen auch die Raumakustik sowie das Vorwissen und Erwartungen der Zuhörer eine große Rolle. Ein Blindtest sei insoweit unsinnig, als gerade das Wissen, dass es sich um eine Stradivari handle, den Genuss des Klangs erheblich steigern könne.[31]

Stradivaris Instrumente

Violinen

Die nachstehend aufgeführte Liste enthält 180 Stradivari-Violinen. Das ist nur eine Auswahl der noch ca. 620 existierenden Geigen von Stradivari.[32]

Name Baujahr Eigentümer Bemerkungen
Aranyi ca. 1666
Amatese 1668
Clisbee 1669 Ausgestellt im Museo del Violino, Cremona[33]
La Tullaye ca. 1670 L-Bank
ex Oistrach 1671 Glinka-Museum für Musikkultur, Moskau (seit 2004) Gehörte David Oistrach. Wurde im Mai 1996 gestohlen und 2001 wiedergefunden.[34]
Ole Bull 1677 Smithsonian Institution Bestandteil des „Axelrod-Quartetts“ im National Museum of American History in Washington. Das Axelrod-Quartett besteht aus vier verzierten Stradivari-Instrumenten. Bei den beiden Violinen und der Viola stammt die dekorative Ornamentierung von Stradivari,[35] beim Cello „Marylebone“ von 1688 ließ der Sammler Herbert Axelrod sie nachträglich anbringen.
Saville ca. 1680
Paganini-Desaint
(Bestandteil des „Paganini-Quartetts“)
1680 Nippon Music Foundation[36] Verliehen an:
Fleming 1681
Bucher 1683
Cipriani Potter 1683 Gehört zur Hill-Collection im Ashmolean Museum, Oxford
Cobbett 1683 Higgin Kim Wird durch Vermittlung der Stradivari Society verliehen[37]
Martinelli ex Gingold[38] 1683 International Violin Competition of Indianapolis (seit 1998)[39] Die Martinelli-Gingold wird dem Gewinner des Wettbewerbs in Indianapolis jeweils für vier Jahre verliehen, z. B. 2006 Augustin Hadelich, 2010 Clara-Jumi Kang, 2014 Jinjoo Cho[40]
de Ahna[41] 1683 Gehörte bis 1996 Saschko Gawriloff, dann bis 1998 der Firma Machold Rare Violins. 1998–2003 im Besitz des Instrumentensammlers Herbert R. Axelrod. Wurde 2003 verkauft.
Croall 1684 ex WestLB Vermutlich im Auftrag des englischen Königs gefertigt, kam die Violine im 19. Jahrhundert in den Besitz der Countess of Seafield, die sie 1884/1885 an William Croall of Edinburgh weiterverkaufte. 1906 erwarb Frederic Smith das Instrument, 1998 kam es über einen Schweizer Händler an die WestLB. Die Violine wurde leihweise zunächst an Frank Peter Zimmermann und nach dem Musikwettbewerb der WestLB von 2006 bis 2008 an Alexander Gilman vergeben. Seit 2010 spielt Suyoen Kim das Instrument.
Arma Senkrah ca. 1685 Gebaut im Zeitraum 1683 bis 1685 laut Jost Thöne
MacKenzie ex Castelbarco 1685
Golden Bell 1686 Schweizer Privatbesitz Verliehen an Simone Zgraggen
Spanische Stradivari I
(Bestandteil des Cuarteto Real)[42]
ca. 1689 Patrimonio Nacional, Palacio Real, Madrid, Spanien Laut Expertenmeinung gebaut im Zeitraum 1687–1696.[43] Laut Geigenzettel im Jahr 1709 gebaut.[42]
Spanische Stradivari II
(Bestandteil des Cuarteto Real)
ca. 1689 Patrimonio Nacional, Palacio Real, Madrid, Spanien Laut Expertenmeinung gebaut im Zeitraum 1687–1696.[43] Laut Geigenzettel im Jahr 1709 gebaut.[42]
Arditi 1689
Baumgartner 1689
Leopold Auer 1690 Anonym Benannt nach Leopold von Auer. Durch Vermittlung der Stradivari Society[37] verliehen an Vadim Gluzman.
Bennett 1692 Winterthur-Versicherungen Verliehen an Hanna Weinmeister
Falmouth 1692 Leonidas Kavakos
Baillot-Pomerau 1694
Fetzer 1694
Rutson 1694 Royal Academy of Music, London[44]
1697 Diese Violine, auf der schon Paganini gespielt haben soll, wurde nach dem Sieg bei einem Wettbewerb in Kanada auf unbegrenzte Zeit an Edvin Marton verliehen.[45] Beim Eurovision Song Contest 2008 begleitete er mit ihr den späteren Sieger Dima Bilan.
L’Alouette (oder The Lark), Ferdinand David 1698 1849–1872 im Besitz von Ferdinand David
Cabriac 1698
Baron Knoop 1698
La Rouse Boughton um 1698 Oesterreichische Nationalbank[46] Seit 1991 verliehen an Boris Kuschnir
Vera 1698 Schweizer Privatbesitz
Kustendyke 1699 Royal Academy of Music, London[44]
Lady Tennant 1699 Anonym Auf einer Auktion von Christie’s in New York am 22. April 2005 für 2,032 Millionen US-Dollar versteigert.[47]
Wird durch Vermittlung der Stradivari Society verliehen.[37]
Longuet 1699
Countess Polignac 1699 Gil Shaham
Castelbarco 1699 Library of Congress, Washington[48]
Cristiani 1700 Alexander Scriba
Taft ex Emil Heermann 1700
Ward 1700 Library of Congress, Washington[48]
Dushkin 1701
Brodsky 1702 Adolph Brodsky spielte diese Violine bei der Uraufführung von Tschaikowskis Violinkonzert 1881 in Wien. Wird heute gespielt von Kirill Troussov.
The Irish Stradivarius 1702 OKO Bank, Finnland Verliehen an Réka Szilvay
Conte de Fontana, Peterlongo, Oistrach 1702 Oistrach spielte das Instrument ab ca. 1953 etwa acht Jahre lang
King Maximilian Joseph um 1702
Lyall 1702
Lord Newlands 1702 Nippon Music Foundation[36] Benannt nach seinem ehemaligen Besitzer Lord Newlands (1890–1929). Wurde zeitweise von Isaac Stern gespielt.

Verliehen an:

1703 Bundesrepublik Deutschland Musikinstrumenten-Museum Berlin
Dancla 1703 L-Bank Verliehen an Linus Roth[49]
Montbel 1703 L-Bank
Allegretti 1703 Karl-Martin Bensch
Alsager 1703
Emiliani 1703 Anne-Sophie Mutter Vor allem auf den Aufnahmen mit Karajan zu hören
Lady Harmsworth 1703 Anonym Wird durch Vermittlung der Stradivari Society verliehen[37]
1703 Bundesrepublik Deutschland Wird von der Deutschen Stiftung Musikleben auf Zeit verliehen, z. B. 2013 an Tobias Feldmann[50]
Sleeping Beauty 1704 L-Bank Die Geige ist auch bekannt unter dem Namen Dornröschen-Stradivari und wird gespielt von Isabelle Faust
Betts 1704 Library of Congress, Washington[48]
(seit 1936)
Von diesem Instrument wurde im Jahr 2011 maschinell eine Kopie angefertigt[51]
Liebig ex Schneiderhan[52] 1704 Verliehen an Julian Rachlin
Marsick ex Oistrach[53] 1705 Benannt nach Martin Marsick, zur Unterscheidung von der Marsick (1715) auch mit dem Zusatz ex- Oistrach. Für diese Violine tauschte Oistrach seine Fontana (1702) ein.
Dragonetti 1706 Nippon Music Foundation[36] Einst von der WestLB erworben für Frank Peter Zimmermann, der heute die „Lady Inchiquin“ spielt

Verliehen an:

Rivaz, Baron Gutmann 1707 Dextra Musica, eine Stiftung der norwegischen Bank DNB Seit 2016 für zehn Jahre verliehen an Janine Jansen[54]
Brüstlein 1707 Oesterreichische Nationalbank[46] Verliehen an Benjamin Schmid bis 2006, dann an David Frühwirth
Prihoda 1707 Luz Leskowitz
La Cathédrale 1707 Früher verliehen an Nigel Kennedy
Hammer 1707 Benannt nach dem ersten urkundlich belegten Besitzer, dem schwedischen Hofjuwelier und Sammler Christian Hammer, der die Geige im 19. Jahrhundert erwarb. Auf einer Auktion von Christie’s in New York am 16. Mai 2006 wurde das Instrument für 3,544 Mio. US-Dollar versteigert.[55]
Castelbarco 1707 Nur der Boden ist von Stradivari; die Decke wird Nicolas Lupot zugeschrieben; Zargen und Schnecke sind italienische Arbeiten aus dem 18. Jahrhundert, die Schnecke stammt möglicherweise von Matteo Goffriller[56]
Burstein Bagshawe 1708
Huggins 1708 Nippon Music Foundation[36] Verliehen an:
Regent 1708 Royal Academy of Music, London (seit 2000) War von 2000 bis 2013[57] verliehen an Tasmin Little
Ruby 1708 Anonym Durch Vermittlung der Stradivari Society[37] verliehen u. a. an
Strauss 1708 Samsung Foundation of Culture Wird durch Vermittlung der Stradivari Society verliehen[37]
Hämmerle 1709 Oesterreichische Nationalbank[46]
Ernst 1709
Engleman 1709 Nippon Music Foundation[36] Verliehen an:
Greffuhle 1709 Smithsonian Institution Bestandteil des „Axelrod-Quartetts“ im National Museum of American History in Washington. Das Axelrod-Quartett besteht aus vier verzierten Stradivari-Instrumenten. Bei den beiden Violinen und der Viola stammt die dekorative Ornamentierung von Stradivari.[35] beim Cello „Marylebone“ von 1688 ließ der Sammler Herbert Axelrod sie nachträglich anbringen.
Princess Aurora 1709 Goh Family Foundation Verliehen an Yury Revich am 29. April 2016 im Wiener Musikverein[58]
Nachez 1709 Tivador Nachèz (bis 1900), z. Zt. Familie Costa, Genua Nach Beschädigung 1719 von Stradivari erneuert. Gespielt von Tivador Nachèz, verliehen an Elisabetta Garetti.
King Maximilian; Unico[59] 1709 In Besitz der Axel Springer Stiftung von 1966 bis 1992 und im gleichen Zeitraum an Michel Schwalbé verliehen, danach für 2,5 Millionen Deutsche Mark verkauft.[60] 1999 als gestohlen gemeldet.[61]
Viotti ex Bruce 1709 Royal Academy of Music, London[44] Benannt nach Viotti. Viotti besaß auch eine andere Stradivari aus dem Jahr 1709: die Viotti ex Marie Hall.
Viotti ex Marie Hall 1709 Chi-Mei Culture Foundation, Taiwan Wurde nach Viotti benannt, obwohl sie wahrscheinlich nur kurz in dessen Besitz war. Wurde von 1905 bis 1956 von Marie Hall gespielt. Erzielte 1988 bei einer Sotheby’s-Auktion den damaligen Rekordpreis von 473.000 Pfund.[62] 1991 Weiterverkauf an die Chi-Mei Culture Foundation. Befindet sich seitdem im Chimei Museum in Taiwan.[63]
Duc de Camposelice 1710 Nippon Music Foundation[36] Früher besessen und gespielt von Váša Příhoda, Leihgabe an Josef Suk vom Tschechischen Staat.

Verliehen an:

Leslie, Tate 1710 Anonymer Mäzen Verliehen an Susanna Yoko Henkel
Lord Dunn Raven 1710 Anne-Sophie Mutter Mutters bevorzugte Stradivari

Über der schwungvollsten Form des Meisters gebaut. Das Instrument ist die „Zwillings-Schwester“ der „Dancla-Milstein“ 1710 (Modell, Gestaltung & Wahl des Holzes; geteilter aufwärts geflammter Boden).

Dancla-Milstein[64] 1710 Eine der beiden ex-Milsteins. Er bevorzugte in klanglicher Hinsicht jedoch seine „Goldman, Maria Theresia“ von 1716.
Roederer 1710 Gespielt von David Grimal
Vieuxtemps 1710
King George 1710 Stradivari-Stiftung Habisreutinger[65] Verliehen an Yukiko Ishibashi (Trio Oreade)
Lady Inchiquin 1711 Nordrhein-Westfalen Früher gespielt von Fritz Kreisler. Die Violine wurde 1889 vom Londoner Händler Hill an eine Miss Foster verkauft. 1949 war sie im Besitz von Lady Inchiquin in Irland. Dann kam sie nach Amerika und in den 1960er Jahren an den Sammler C. M. Sin aus Hongkong. 1978 verkaufte Sin das Instrument über den Chicagoer Händler Bein & Fushi an Walter Scholefield, Geiger bei den Berliner Philharmonikern. Im Jahr 2002 erwarb die WestLB das Instrument und stellte es Frank Peter Zimmermann zur Verfügung. Im Zuge der Abwicklung der WestLB musste er es 2015 an die Servicegesellschaft Portigon übergeben, die es verkaufen sollte.[66] Aufgrund eines Rückkaufs von Kulturgütern durch das Land Nordrhein-Westfalen im Juli 2016 konnte Zimmermann später wieder mit der Lady Inchiquin ausgestattet werden.[67][68]
Liegnitz 1711
Boissier 1712
Gibson ex Huberman 1713 Joshua Bell Wurde Bronisław Huberman zweimal gestohlen. 1988–2001 im Besitz von Norbert Brainin. Wurde 2001 von Joshua Bell erworben.
Sancy 1713 Ivry Gitlis Ivry Gitlis spielt die Sancy seit mehr als 60 Jahren
Dolphin 1714 Nippon Music Foundation[36] Seit August 2000 verliehen an Akiko Suwanai
Soil 1714 Itzhak Perlman Bevor Perlman in Besitz der Violine kam, gehörte sie zum Bestand der Instrumente von Yehudi Menuhin
Berou ex Thibaud 1714
Le Maurien 1714 Gestohlen am 9. April 2002, seither vermisst
Leonora Jackson 1714
Smith-Quersin 1714 Oesterreichische Nationalbank[46]
Joachim 1715 Nippon Music Foundation[36] Verliehen an:
Lipinski 1715 Anonymer Besitzer in Milwaukee Benannt nach dem polnischen Geiger Karol Lipiński. Seit 1962 im Besitz verschiedener Mitglieder der Familie Anschuetz, seit 2008 ist der Besitzer nicht namentlich bekannt. Die Lipinski ist an das Milwaukee Symphony Orchestra verliehen und wird von Konzertmeister Frank Almond gespielt. Am 27. Januar 2014 wurde Almond nach einem Konzert in einem College in Milwaukee mit einem Taser angegriffen, die Violine wurde geraubt.[69] Die Täter wurden am 3. Februar 2014 gefasst und die Stradivari bald darauf sichergestellt.[70]
Cremonese 1715 Ausgestellt im Museo del Violino, Cremona[33]
Titian 1715
Alard 1715
Bazzini 1715
Marsick[71] 1715 Fulton Collection Benannt nach Martin Marsick. Verliehen an James Ehnes.
Aurea 1715 Stradivari-Stiftung Habisreutinger[65] Verliehen an Stradivari Quartett, Wang Xiaming
Adolf Busch[72] 1716 Im Besitz von Adolf Busch von 1913–1933.[73] Wird von David Garrett gespielt.[74]
Cessole 1716
Goldman, Maria Theresia 1716 Milsteins bevorzugte Stradivari
Berthier 1716
Booth 1716 Nippon Music Foundation[36] Verliehen an:
Colossus 1716 Gestohlen am 3. November 1998, seither vermisst
Monasterio 1716
Baron Oppenheim 1716 Oesterreichische Nationalbank[46] Verliehen an Michaela Girardi (Stand 2013)
Provigny 1716
Messiah 1716 Ashmolean Museum, Oxford Eine dendrochronologische Untersuchung ergab, dass die Decke der Messiah (in Cremona gebaut) aus demselben Baumstamm geschnitten wurde wie die Decke einer Rogeri-Geige aus Brescia.[75]
Dank der Tatsache, dass das Instrument kaum je gespielt wurde, ist es in einem außergewöhnlich guten, nahezu neuwertigen Zustand. Korpus und Schnecke sind original; der Hals wurde jedoch später verlängert. Wirbel, Steg und Saitenhalter stammen aus dem 19. Jahrhundert.[76]
Zu den namhaften Besitzern zählen in lückenloser Folge Antonio Stradivari, der die Violine bis zu seinem Tod nicht verkaufte, dann seine Nachfahren Francesco Stradivari und Paolo Stradivari, die Sammler Cozio di Salabue und Luigi Tarisio, der Geigenbauer Jean-Baptiste Vuillaume, der Geiger Jean-Delphin Alard und die Sammlerfamilie Hill, durch deren Hände das Instrument mehrmals ging. Tarisio sprach immer über seine wunderbare „Salabue“, wie sie damals genannt wurde, zeigte sie aber nie vor. Dies brachte den späteren Besitzer Alard einmal zu dem Ausruf, die Violine sei wie der Messias: Man warte immerzu auf ihn, aber er erscheine nie. Darauf beruht der heutige Name „Messias“ (englisch Messiah). Die Familie Hill stiftete die Messiah und weitere Instrumente im Jahr 1939 dem Ashmolean Museum und begründete damit dessen Instrumentensammlung.[76]
Windsor Weinstein 1716 The Canada Council for the Arts Musical Instrument Bank[77]
Wieniawski 1717
Kochanski 1717 Pierre Amoyal
Sasserno 1717 Nippon Music Foundation[36] Verliehen an:
Piatti 1717 Wird derzeit gespielt von Hrachya Avanesyan
Cariel 1717 Jonathan Moulds Ausgeliehen an Nicola Benedetti[78]
San Lorenzo[79] 1718 Munetsugu Collection, Tokio
(seit 2015)
Wurde früher von David Garrett gespielt, als Leihgabe der Talbotstiftung Aachen. Wurde in den Jahren 2008, 2010 und 2015 jeweils verkauft.
Maurin 1718 Royal Academy of Music, London[44]
Viotti ex Rosé 1718 Oesterreichische Nationalbank[46] Verliehen an Benjamin Schmid[80]
Firebird ex Saint Exupéry 1718 Salvatore Accardo
1719 Universität der Künste Berlin Gestohlen im Juni 1945 in Babelsberg[81]
Wieniawski, Bower 1719 Mercedes-Benz, Zürich Verliehen an Klaidi Sahatçi, 1. Konzertmeister des Tonhalle-Orchesters Zürich[82]
Tartini ca. 1720 bis 1725 Freistaat Bayern[83] Benannt nach Giuseppe Tartini, obwohl es keine Belege dafür gibt, dass er das Instrument jemals besessen hat.[84] Von 2001 bis 2010 gespielt von Yu Yamei.[83]
Madrileño 1720
Beckerath 1720
Red Mendelssohn 1720 Gespielt von Elizabeth Pitcairn
Lady Blunt 1721 Den bis heute höchsten Preis erzielte die vom Auktionshaus Tarisio in London im Juni 2011 versteigerte „Lady Blunt“: ein unbekannter Bieter bezahlte 9,8 Millionen Pfund Sterling (mehr als 11 Millionen Euro). Die Nippon Music Foundation hatte sich für den Verkauf entschieden, um den Erlös einem Hilfsfonds für die Opfer der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe im März 2011 zukommen zu lassen.
Sinsheimer, Iselin 1721 Jeanne Christée Benannt nach zwei Vorbesitzern, der Ehefrau des New Yorker Investors Adrian Georg Iselin und dem Geiger Bernard Sinsheimer. Wird heute von Jeanne Christée gespielt.[85] Am 17. Oktober 2008 wurden die Stradivari mit einem Versicherungswert von 1,5 Millionen Euro sowie weitere Wertgegenstände aus dem Wasserschloss des Ritterguts Bennigsen gestohlen, als die Hausherren, der Cellist Roderic von Bennigsen und Jeanne Christée, verreist waren. Am 8. September 2009 wurden zwei Männer festgenommen, als sie einen von der Polizei eingefädelten Verkauf des gesamten Diebesguts abwickeln wollten. Zu diesem Zeitpunkt gehörte die Violine einer Versicherungsgesellschaft, die den finanziellen Schaden bereits reguliert hatte.[86]
Artot 1722
Jupiter 1722 Nippon Music Foundation[36] Wurde ab 1992 einige Jahre lang von Midori gespielt.
Verliehen an:
Laub Petschnikoff 1722
Vollrath 1722 Bayerische Landesbank Verliehen an Markus Wolf (Bayerisches Staatsorchester)
Jules Falk 1723 Viktoria Mullova
Kiesewetter 1723 Clement und Karen Arrison Durch Vermittlung der Stradivari Society[37] verliehen an
  • Maxim Vengerov
  • Philippe Quint. Am 21. April 2008 wurde die Violine in New York von einem Taxifahrer „entführt“, der in der Annahme losfuhr, Quint habe sein Gepäck schon vollständig ausgeladen. Aus Dankbarkeit über die Rückgabe am nächsten Tag gab Quint später ein Exklusivkonzert für Taxifahrer am Flughafen Newark.[87]
  • Augustin Hadelich (Stand 2018)
Sarasate[88] 1724 Befindet sich im Musée de la musique in Paris[89]
Rawark 1724 Oesterreichische Nationalbank[46] Früher verliehen an Lukas Hagen, Stand 2013: an Tibor Kovac
Ludwig 1724 L-Bank
Abergavenny 1724 Leonidas Kavakos
Brancaccio 1725 Carl Flesch Im Zweiten Weltkrieg in Berlin zerstört
Chaconne 1725 Oesterreichische Nationalbank[46] Verliehen an Rainer Honeck, Konzertmeister der Wiener Philharmoniker[90]
Wilhelmj 1725 Nippon Music Foundation[36] Verliehen an:
Barrère[91] 1727 Elise Mathilde Foundation Wurde 15 Jahre lang von Janine Jansen gespielt, derzeit (2018) von der Niederländerin Rosanne Philippens[92]
Davidoff Morini 1727 Ehemalige Besitzerin: Erika Morini Gestohlen im Oktober 1995, wird noch immer vermisst und vom FBI in einer Top-Ten-Liste der Kunstdiebstähle geführt[93]
Général Dupont 1727 Yu Kunststiftung Wurde früher von Arthur Grumiaux gespielt. 2016 verliehen an Frank Peter Zimmermann.[94]
Holroyd 1727 Suntory Verliehen an Mayuko Kamio
Kreutzer[95] 1727 Maxim Vengerov
Hart ex Francescatti 1727 Salvatore Accardo
Baron Deurbroucq 1727 Beare’s International Violin Society
Paganini Comte Cozio di Salabue
(Bestandteil des „ Paganini-Quartetts“)
1727 Nippon Music Foundation[36] Verliehen an:
Halphen, Benvenuti[96] 1727 Dkfm. Angelika Prokopp Privatstiftung Benannt nach Fernand Halphen und Joseph Benvenuti. Verliehen an Eckhard Seifert, vormals erster Primgeiger der Wiener Philharmoniker[97]
Vesuvius 1727 Ausgestellt im Museo del Violino, Cremona[33]
Dragonetti; Milanollo 1728 Giovanni Battista Viotti Corey Cerovsek
Benny 1729 Los Angeles Philharmonic Benannt nach dem vorigen Besitzer Jack Benny, der sie dem Orchester vermachte
Solomon ex Lambert 1729 Der Käufer wurde von Christie’s nicht bekanntgegeben Am 2. April 2007 für 2,728 Mio. US-Dollar bei Christie’s in New York versteigert
Tritton 1730 Frau Kimiko Powers Verliehen an Kolja Blacher[98]
Lady Jeanne 1731 Früher von der Donald Kahn Foundation verliehen an Benjamin Schmid
Baillot 1732 Fondazione Casa di Risparmio Verliehen an Giuliano Carmignola
Duke of Alcantara 1732 UCLA
Rieu[99] 1732 André Rieu André Rieu besitzt mehrere Instrumente. Früher spielte er auf einer Geige, die nach seinen Angaben eine sehr frühe Stradivari aus dem Jahr 1667 war, was jedoch zweifelhaft ist.[100] Rieu sagt, er habe diese ältere Geige für 800.000 Pfund erworben und später wieder verkauft, weil sie ihm zu klein war.[101]
Des Rosiers 1733 Arthur Leblanc, Angèle Dubeau
Rode 1733
Khevenhüller ex Menuhin[102] 1733 Wurde von Yehudi Menuhin gespielt
Habeneck ca. 1734 Royal Academy of Music, London[44]
Ames 1734 Roman Totenberg (Erben) Anfang 1980 bei einem Konzert gestohlen, tauchte im August 2015 wieder auf.[103]
Baron von Feilitzsch[104] 1734 Gidon Kremer Ab November 2010 verlieh Kremer die Violine fünf Jahre lang an Baiba Skride
Hercules,
auch hebräisch Kinor David[105]
1734 Jerusalem 1895–1908 im Besitz von Eugène Ysaÿe. 1908 wurde sie ihm während eines Konzerts in Sankt Petersburg aus einem Umkleideraum gestohlen. 1925 tauchte sie in einem Geschäft in Paris wieder auf. Danach war Charles Münch bis 1960 der Besitzer. Ab 1962 gehörte sie Henryk Szeryng. 1972 schenkte Szeryng die Violine als Kinor David („Davids Geige“) der Stadt Jerusalem. Gemäß seinem Wunsch soll sie vom Konzertmeister des Israel Philharmonic Orchestra gespielt werden.
Lamoureux, Zimbalist[106] 1735 Zu den früheren Besitzern zählen Charles Lamoureux (1870–1890) und Efrem Zimbalist (1925–1948). David Sarser, damals jüngstes Mitglied des NBC Symphony Orchestra, erwarb die Geige 1948 im Alter von 27 Jahren. Nachdem sie ihm 1962 gestohlen worden war, empfand er nicht das Bedürfnis, auf einem anderen Instrument zu spielen. Er sagte: „Sie ist ein Teil von mir geworden und ich ein Teil von ihr.“ 1983 wurde anhand eines Fotos festgestellt, dass sich die Lamoureux in Japan befand. Sie wird bis heute vermisst.[107]
Muntz 1736 Nippon Music Foundation[36] Verliehen an:

2012 wurde der Wert der Muntz in der Presse mit 6 Millionen Euro angegeben. Anlass war ein kurioser Streit mit übereifrigen Zollbeamten, die die Geige konfiszierten mit der Behauptung, Janke habe deren Import nicht angemeldet und müsse deshalb 1,2 Millionen Euro Einfuhrumsatzsteuer zahlen.[108]

Comte d’Amaille 1737 Marté van Bären
Lord Norton 1737 Golo Weber
Chant du Cygne – Swan Song 1737 Zeri van Neufeld

Joseph Joachim (1831–1907) besaß mehrere Stradivaris: die Joachim (1715) als Hauptinstrument, die Dolphin (1714), die Alard/Baron Knoop (1715), die Cremonese (1715), die Laurie (1722) und die Chaconne/Hammig (1725).

Bratschen

Die Existenz von 12 Stradivari-Bratschen ist bekannt.

Name Baujahr Eigentümer Bemerkungen
Gustav Mahler 1672 Stradivari-Stiftung Habisreutinger[65] Älteste noch existierende Viola, gekauft 7. Juli 1960, zum 100. Geburtstag von Gustav Mahler, 2012 ausgeliehen an Antoine Tamestit
Toskanische, Medici (Contralto) 1690 Library of Congress, Washington[109] Ursprünglich Teil eines Instrumentenquintetts (zwei Violinen, Contralto-Viola, Tenor-Viola, Cello), das für das Haus Medici hergestellt wurde
Toskanische, Medici (Tenor) 1690 Konservatorium Luigi Cherubini, Florenz (seit 1863) Einziges Instrument Stradivaris mit allen Bestandteilen in Originalzustand
Axelrod 1695 Smithsonian Institution Bestandteil des „Axelrod-Quartetts“ im National Museum of American History in Washington. Das Axelrod-Quartett besteht aus vier verzierten Stradivari-Instrumenten. Bei den beiden Violinen und der Viola stammt die dekorative Ornamentierung von Stradivari,[35] beim Cello „Marylebone“ von 1688 ließ der Sammler Herbert Axelrod sie nachträglich anbringen.
Archinto 1696 Royal Academy of Music, London[44] Seit dem 19. Jahrhundert wird angenommen, dass die Zargen um ca. 4 mm gekürzt wurden. Der Sammler Graf Cozio di Salabue (1755–1840) bemerkte, dass die Zargen extrem niedrig waren.
Bratsche des Cuarteto Real 1696 Patrimonio Nacional, Spanien Palacio Real, Madrid[43]
„Die Russische Viola“ 1715 Glinka-Museum für Musikkultur, Moskau
MacDonald 1719 bis 1987 Peter Schidlof, Amadeus-Quartett Sollte im Juni 2014 versteigert werden.[110][111] Die Einstiegssumme lag bei 45 Millionen Dollar. Damit wäre die MacDonald zum teuersten Musikinstrument der Welt geworden.[112] Allerdings war kein Bieter bereit, 45 Millionen Dollar zu bieten.
Kux, Castelbarco ca. 1720 seit 2000 Royal Academy of Music, London Ursprünglich eine Viola d’amore, seit dem Umbau durch Vuillaume trägt sie einen Kopf von Amatis Atelier.[113] Der Originalkopf mit 12 Wirbellöchern befindet sich im Museé de la musique in Paris.[114]
Cassavetti 1727 Library of Congress, Washington[115]
Paganini Mendelssohn
(die Bratsche des „Paganini-Quartetts“)
1731 Nippon Music Foundation[36] Verliehen an:
Gibson 1734 Stradivari-Stiftung Habisreutinger[65] Verliehen an Ursula Sarntheim (Trio Oreade)

Violoncelli

Antonio Stradivari baute in seinem Leben zwischen 70 und 80 Violoncelli, von denen noch mehr als 60 existieren. Laut dem Experten Florian Leonard sind nur etwa 30 bis 35 der erhaltenen Celli noch so gut spielbar, dass sie in den Handel gelangen.[116] Die Liste zeigt alle 60 Celli, die in der Datenbank von Tarisio.com enthalten sind (Stand März 2018), sowie das Barjansky.

Name Baujahr Eigentümer Bemerkungen
Flatback, Betts, Iwasaki ca. 1670
Du Pré 1673 1961 durch Isemene Holland für Jacqueline du Pré erworben. Nach deren Tod (1987) wurde es von Lynn Harrell gespielt.
Cavalieri, Chigiana 1680
Visconti da Madrona 1684
General Kyd ex Leo Stern 1684 Los Angeles Philharmonic Am 27. April 2004 wurde das Instrument aus dem Haus des Cello-Stimmführers gestohlen, von einer Familie in der Stadt im Müllcontainer gefunden und sollte zu einem CD-Regal umgebaut werden, bevor der wahre Wert des Cellos erkannt wurde. Drei Wochen später wurde es zurückgegeben.[117][118]
Marylebone 1688 Smithsonian Institution Bestandteil des „Axelrod-Quartetts“ im National Museum of American History in Washington. Das Axelrod-Quartett besteht aus vier verzierten Stradivari-Instrumenten. Bei den beiden Violinen und der Viola stammt die dekorative Ornamentierung von Stradivari.[35] Nachdem diese drei Instrumente in den Besitz des Sammlers Herbert Axelrod gekommen waren, wünschte er sich ein verziertes Cello dazu. Es gab jedoch nur ein einziges verziertes Cello von Stradivari, das aus dem Cuarteto Real in Madrid. Axelrod beauftragte den französischen Geigenbauer René Morel, die Dekorationen an den Zargen dieses Cellos auch auf dem Cello Marylebone anzubringen.[119] Anner Bylsma nannte es „das tätowierte Cello“.[120]
Archinto ca. 1689
Barjansky um 1690 Julian Lloyd Webber Wurde ab 1983 über 30 Jahre lang von Julian Lloyd Webber gespielt und nach dem Ende seiner Karriere (2014) von ihm zum Verkauf angeboten. Bei diesem Cello ist das Baujahr besonders unklar. Laut originalem Zettel wurde es 1684 gebaut. Im Jahr 1871 notierte ein Geigenbauer in Paris 1709 als Baujahr. In mehreren Veröffentlichungen wurde sogar 1736 als Baujahr angegeben, was heute als Irrtum gilt.[121]
Bonjour ca. 1690
L’Evèque 1690
Medici, Tuscan 1690
Segelman, Hart 1692
Gendron[122] 1693 Wurde von 1958 bis 1985 von Maurice Gendron gespielt. 2002 Ankauf durch die Stiftung für Kunst und Kultur des Landes Nordrhein-Westfalen. Das Cello war einige Jahre lang an Maria Kliegel verliehen, bis die Stiftung das Cello weiterverkaufte.[123]
Bonnet 1693
Cello des Cuarteto Real 1694 Patrimonio Nacional, Spanien Palacio Real, Madrid[43]
Boni, Hegar ca. 1695
Bonjour 1696 Abel Bonjour Verliehen an Kaori Yamagami
Prince Gursky 1696
Lord Aylesford 1696 Nippon Music Foundation[36] Wurde von 1950 bis 1965 von János Starker gespielt.
Verliehen an:
Castelbarco 1697 Library of Congress, Washington
(seit 1936)
Als Baujahr wird teils 1697 angegeben (Tarisio)[124], teils 1699 (Library of Congress)[125]
St. Senoch, Murray 1698 Hill et al. geben als Baujahr 1696 an
Magg 1698
Marquis de Cholmondeley 1698
De Kermadec-Bläss 1698 Stradivari-Stiftung Habisreutinger[65] Verliehen an Anita Leuzinger bis 2013, ab 2014 verliehen an David Pia, seit 2017 Christine Hu (Trio Oreade)
Cristiani, Stauffer 1700 Jean-Louis Duport zählt zu den früheren Besitzern. Heute im Besitz der Fondazione Stauffer in Cremona. Ausgestellt im Museo del Violino, Cremona.[33]
Servais 1701 Smithsonian Institution Benannt nach Adrien-François Servais. Ein besonders großes Instrument, das möglicherweise früher einen Ton tiefer gestimmt war; das erste Cello, in das ein Stachel eingesetzt wurde (um 1850). Sehr guter Erhaltungszustand. Befindet sich im National Museum of American History in Washington, war zusammen mit dem Axelrod-Quartett dort ausgestellt.[35] Mit diesem Cello spielte Anner Bylsma 1992 die sechs Solosuiten von Johann Sebastian Bach ein.
Countess of Stainlein 1707 Jacqueline Desmarais Niccolò Paganini erwarb dieses Cello 1839, ein Jahr vor seinem Tod. Sein Sohn Achille Paganini verkaufte es 1854 an den Pariser Geigenbauer Jean-Baptiste Vuillaume, der es im selben Jahr an Graf Ludwig von Stainlein weiterverkaufte. Nach dessen Tod (1867) wurde das Cello vererbt an seine Witwe, die Gräfin von Stainlein, nach der es heute benannt ist.[126] Die nächsten Eigentümer waren der Cellist Paul Grümmer (1909–1938), der Unternehmer Georg Talbot (1938–1948) und dessen Sohn Richard Talbot (1948–1957). 1957–2011 war das Cello im Besitz von Bernard Greenhouse, Gründungsmitglied des Beaux Arts Trio. Im Januar 2012 wurde es für rund 6 Millionen Dollar von der Mäzenin Jacqueline Desmarais aus Montreal erworben, die es an den kanadischen Cellisten Stéphane Tétreault verlieh.[127][128]
Fau, Castelbarco 1707
Markevitch, Delphino 1709
Boccherini, Romberg 1709
Baron Rothschild, Gore-Booth 1710 Rocco Filippini
Duport 1711 Erben von Mstislaw Rostropowitsch Benannt nach Jean-Louis Duport. Einige noch heute sichtbare Spuren an den Zargen soll Napoleon mit den Sporen seiner Reiterstiefel im Jahr 1812 verursacht haben, als er sich nach einem Privatkonzert im Palais des Tuileries mit dem Künstler über die Handhabung des Cellos unterhielt und das Instrument zwischen seine Beine zu klemmen versuchte. Duports Sohn Louis verkaufte das Cello an Auguste-Joseph Franchomme, der es fünfzig Jahre lang besaß (1842–1892). 1974 wurde es von Mstislaw Rostopowitsch erworben.[129] Seit seinem Tod (2007) ist es im Besitz seiner Erben.[130]
Mara 1711 anonym Benannt nach dem Cellisten Giovanni Mara, Ehemann der Opernsängerin Elisabeth Mara. Wurde 1963 beim Untergang einer Fähre im Rio de la Plata schwer beschädigt und anschließend restauriert. Bis 2012 verliehen an Heinrich Schiff, seitdem an Christian Poltéra, Cellist des Trio Zimmermann[131]
Dawidow 1712 LVMH Benannt nach Karl Juljewitsch Dawidow, der von Tschaikowski als Zar der Celli bezeichnet wurde. 1964–1987 besaß Jacqueline du Pré dieses Cello. Es wird seitdem von Yo-Yo Ma gespielt.
Bass of Spain, Adam 1713
Batta 1714 Gregor Piatigorsky besaß zwei Stradivari-Celli: dieses und das Baudiot (1725)
Bonamy Dobree-Suggia 1717 Stradivari-Stiftung Habisreutinger[65] Verliehen an Maja Weber (Stradivari Quartett)
Amaryllis Fleming 1717
Becker 1719 Emirates Group, Dubai Benannt nach Hugo Becker
Piatti 1720 Carlos Prieto Benannt nach Alfredo Piatti, wird auch „das rote Cello“ genannt. Der heutige Besitzer Carlos Prieto veröffentlichte 2006 eine Biographie des Instruments unter dem Titel The Adventures of a Cello („Abenteuer eines Cellos“), 2011 folgte eine aktualisierte Ausgabe.
Hausmann 1724
Chevillard ca. 1725
Gallay, Vaslin, La Belle Blonde ca. 1725
Baudiot 1725 Benannt nach Charles-Nicolas Baudiot. Gregor Piatigorsky besaß außer diesem Cello auch das Batta (1714).
(kein Name) 1725
Marquis de Cerberon ex Loeb 1726 Royal Academy of Music, London[44] (seit 1960) Die ersten bekannten Besitzer waren ein Marquis de Corberon (bis 1789) und anschließend ein Bürgerlicher namens J. Loeb. Später besaß Hugo Becker dieses Cello. Bis 2002 wurde es von Zara Nelsova gespielt. Heute verliehen an Steven Isserlis.
Comte de Saveuse 1726
Chester-Ward ca. 1727
Iwasaki ca. 1727
Bein, Fruh ca. 1727
Fruh Gamba 1727
Feuermann, De Munck, Gardiner ca. 1730 Nippon Music Foundation[36] Ab 1869 besaß Ernest de Munck dieses Cello, später Emanuel Feuermann.

Verliehen an:

Vaslin Composite ca. 1730
Pawle, Ben Venuto ca. 1730
Scholz, Goltermann ca. 1730
Braga 1731 Chung Myung-wha Benannt nach Gaetano Braga. Seit 1978 im Besitz der südkoreanischen Cellistin Chung Myung-wha (die Musiker Chung Kyung-wha und Chung Myung-whun sind ihre jüngeren Geschwister).
Giese 1731
Josefowitz ca. 1732
Pleeth 1732
Stuart, Honigberg 1732
Paganini, Ladenburg
(das Cello des „Paganini-Quartetts“)
1736 Nippon Music Foundation[36] Verliehen an:

Tanzmeistergeigen

Von Stradivari sind laut den Brüdern Hill zwei Pochetten (Tanzmeistergeigen) erhalten. Die eine stamme aus Stradivaris Spätwerk und sei ein „höchst uninteressantes“ Exemplar. Die andere sei ein „bezauberndes“ Beispiel für sein Frühwerk; die Jahresangabe 1717 auf dem Zettel treffe nicht zu, das Instrument sei auf die Zeit vor 1700 zu datieren.[2] Diese Pochette befindet sich im Musée de la musique in Paris. Das Museum gibt zur Datierung „um 1700“ an.[132]

Gitarren

Es existieren noch fünf vollständige von Stradivari gebaute Gitarren, weiterhin auch noch einige Fragmente. Alle Gitarren haben fünf Doppelsaiten. Spielbar ist nur die Sabionari.

Name Baujahr Eigentümer Bemerkungen
Sabionari 1679 Im Besitz der Familie Dominichini; ausgestellt in der Sammlung „Friends of Stradivari“, Cremona. Diese Gitarre ist spielbar.[133]
Giustiniani 1681
Hill 1688 Zusammen mit der Messias-Stradivari und anderen Instrumenten gehört sie zur Hill-Collection im Ashmolean Museum in Oxford[134]
Rawlins 1700 National Music Museum, Vermillion (South Dakota), USA[135]
1711 (?) Befindet sich im Musée de la musique in Paris. Baujahr laut Zettel 1711, ist jedoch zweifelhaft.[136]

Mandolinen

Zwei Mandolinen von Stradivari sind bekannt. Die Mandoline Cutler-Challen aus dem Jahr 1680 hat zehn Saiten, sie befindet sich im National Music Museum in Vermillion (South Dakota), USA.[137] Die Mandolino coristo wurde im Zeitraum 1700–1710 gebaut und hat acht Saiten. Sie gehört zur Sammlung des britischen Geigenbauers und Instrumentenhändlers Charles Beare.[138] Im Jahr 2018 ist sie im Museo del Violino in Cremona zu sehen.[139]

Harfe

Von Antonio Stradivari ist eine einzige Harfe erhalten. Sie gehört jetzt dem Museum des Konservatoriums von Neapel. Bauzeichnungen für dieses Instrument sind in der Sammlung des Museo del Violino in Cremona zu sehen.

Sammlungen von Stradivari-Instrumenten (Auswahl)

In Stradivaris Wirkungsort Cremona befindet sich das Museo del Violino. Zur ständigen Ausstellung gehören, neben jeweils einem Instrument von fünf anderen Meistern aus Cremona, vier Instrumente von Stradivari: die Violinen Clisbee (1669), Cremonese (1715) und Vesuvius (1727) sowie das Violoncello Stauffer ex Cristiani (1700).[33] In wechselnden Ausstellungen werden von dem Verbund „friends of Stradivari“ weitere Instrumente gezeigt. Derzeit (Stand Januar 2018) sind fünf Werke von Stradivari darunter: zwei Violinen, ein Cello, eine Gitarre und eine Mandoline.[140][141]

Zu den öffentlich zugänglichen Sammlungen von Stradivari-Instrumenten zählt auch die des spanischen Königshauses. Sie besteht aus zwei Violinen, zwei Celli und einer Viola. Die Besonderheit dieses Quintetts (Fünfergruppe) ist, dass alle Instrumente verziert sind. Sie sind im Musikmuseum des Königspalastes in Madrid ausgestellt.

Zur Sammlung des Musée de la musique in Paris gehören sechs Instrumente von Antonio Stradivari: die Violinen Tua (1708), Davidoff (1708), Sarasate (1724), eine weitere Violine (Baujahr um 1692), eine Gitarre und eine Pochette.[142]

Eine der umfangreichsten Stradivari-Sammlungen befindet sich im Glinka-Museum für Musikkultur in Moskau. Bei einer Ausstellung im Jahr 2010 waren neun Violinen, eine Bratsche und ein Cello von Stradivari aus der staatlichen Instrumentensammlung Russlands zu sehen.[143] Im Rahmen einer Kooperation mit Frankreich brachten junge russische Geiger bei Konzerten in Moskau (2011) und Bordeaux (2012) insgesamt vier Stradivari-Violinen und eine Stradivari-Bratsche zum Klingen, begleitet von Juri Baschmets Moskauer Kammerorchester, das ebenfalls auf Instrumenten aus dem Bestand des Museums musizierte.[144] Bei einer Ausstellung mit dem Titel Der Stradivari-Mythos, die am 30. November 2017 eröffnet wurde, arbeitete das Glinka-Museum mit dem Museo del Violino in Cremona zusammen. Laut dem Museumsdirektor zählen fünfzehn Violinen von Stradivari zur Instrumentensammlung des Museums.[145]

Ein Quartett verzierter Instrumente, das sogenannte Axelrod-Quartett, und das Cello „Servais“ gehören der Smithsonian Institution in Washington, D.C. und befinden sich in der Sammlung des dortigen National Museum of American History. Die fünf Instrumente waren bis 2012 öffentlich ausgestellt.[35] Nur zwei Kilometer entfernt befinden sich weitere sechs Stradivari-Instrumente, nämlich die in der Library of Congress.[146] Fünf dieser Instrumente wurden der Library of Congress im Jahr 1935 von Gertrude Clarke Whittall gestiftet.[147] In Washington befinden sich somit insgesamt elf Instrumente von Stradivari.[148]

In der Musikinstrumentensammlung des Metropolitan Museum of Art, New York, befinden sich drei Stradivari-Violinen:[149]

Literatur

  • Literatur von und über Antonio Stradivari im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  • W. Henry Hill, Arthur F. Hill, Alfred E. Hill: Antonio Stradivari: His Life & Work. Dover Publications, New York 1963, ISBN 0-486-20425-1. Nachdruck der Originalpublikation von W. E. Hill & Sons (1902). Gilt nach wie vor als Standardwerk.
  • William Henley: Antonio Stradivari and his instruments. Cyril Woodcock (Herausgeber). Amati Publishing, 1961 ISBN 978-0-901424-03-7
  • Walter Hamma: Meister italienischer Geigenbaukunst. 8. Auflage, bearbeitet und erweitert von Josef-Stefan Blum. Verlag: Florian Noetzel, Wilhelmshaven 1993, ISBN 978-3-7959-0537-8
  • John Huber: 18th Century Italian Violins 1. Selected Reference Examples. Edition Bochinsky 2000, ISBN 978-3-923639-38-0
  • Count Ignazio Alessandro Cozio di Salabue: Memoirs of a Violin Collector. Aus dem Italienischen ins Englische übersetzt und herausgegeben von Brandon Frazier, Baltimore 2007. ISBN 978-0-9799429-0-7
  • Jost Thöne, Jan Röhrmann: Antonio Stradivari. Fotobild-Dokumentation in 4 Bänden, Jost Thöne Verlag, Köln 2010, ISBN 978-3-00-031644-9 (148 Instrumente von Antonio Stradivari, Abbildungen in Originalgröße, englischer Text). Inzwischen sind weitere 4 Bände erschienen, die weitere 152 Stradivari-Instrumente dokumentieren. Das Projekt wird fortgesetzt.[150]
  • Frédéric Chaudière: Geschichte einer Stradivari. Übersetzt von Sonja Finck. Salto, Bd. 147. Wagenbach, Berlin 2007, ISBN 3-8031-1246-X (Roman über die „troppo rosso Gibson“, der Autor ist selbst ein Geigenbauer)

Weblinks

 Commons: Stradivari – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Antonio Stradivari Biography
  2. a b W. Henry Hill, Arthur F. Hill, Alfred E. Hill: Antonio Stradivari: His Life & Work. Dover Publications, New York 1963, ISBN 0-486-20425-1. Nachdruck der Originalpublikation von W. E. Hill & Sons (1902).
  3. Stradivari-Geige – Das Geheimnis ihres Klanges
  4. The History of Stradivarius Violins
  5. Kreutzer Stradivarius sold for record pounds 947,500 The Independent, 1. April 1998
  6. Rekordpreis: Stradivari für elf Millionen Euro versteigert manager-magazin.de, 21. Juni 2011.
  7. Vergeigt spiegel.de, 07.05.2012, über den Konkurs von Dietmar Machold.
  8. Trio Zimmermann: Biografie KünstlerSekretariat am Gasteig, Stand 2018.
  9. Become a Patron of the Stradivari Society Darstellung des Anliegens der Stradivari Society, siehe dort auch Liste der Instrumente und der jeweiligen Mäzene sowie Bildergalerie der Empfänger.
  10. a b c Am Geheimnis der Stradivari scheitert die Physik nzz.ch. 21. Januar 2007
  11. Martin Schleske: Empirical Tools in Contemporary Violin Making: Part I. Analysis of Design, Materials, Varnish and Normal Modes. In: CAS Journal, Bd. 4, Nr. 5, Mai 2002 (PDF).
  12. Mediziner will Geheimnis der Stradivari-Geigen gelüftet haben spiegel.de, 2. Juli 2008
  13. Das kalte Geheimnis der Stradivari. in: Epoc, Heft 5/2008, Spektrum, Heidelberg.
  14. C. Y. Barlow, J. Woodhouse: Firm ground? A detailed analysis of ground layers under the microscope. In: The Strad 1989. Teil 1: März 1989, S. 195–197. Teil 2: April 1989, S. 275–278.
  15. Robert Uhlig: Stradivari ’owes it all to worms‘ The Telegraph, 31. März 2001
  16. Stradivaris Geheimnis war ein Holzwurmmittel (Memento des Originals vom 26. November 2005 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wissenschaft.de Bild der Wissenschaft, 5. April 2001.
  17. Joseph Nagyvary et al.: Wood used by Stradivari and Guarneri. In: Nature 2006; 444, S. 565 (PDF)
  18. Stradivaris Chemiebaukasten Bild der Wissenschaft, 26. Januar 2009 (mit Link zur Originalpublikation).
  19. Nagyvary Violins Homepage
  20. Mit Pilzen zum perfekten Geigenklang Medienmitteilung der EMPA, 15. Juni 2005 (PDF)
  21. Holzpilze für Wohlklang scienceticker.info, 20. Mai 2005.
  22. Biografie greinerviolins.com
  23. Es muss nicht immer Stradivari sein Welt am Sonntag, 30. November 2003.
  24. Stradivari vom Fließband?, Sendung aus der Reihe W wie Wissen am 29. Januar 2006: Video-Ausschnitt bei Längengrad Filmproduktion (2:00 Min.) mit Begleittext (archivierte Webseite).
  25. Das Akustische Konzept schleske.de, vgl. dort Resonanzprofile im Vergleich.
  26. Forschung schleske.de, siehe Abschnitt Kunst und Wissenschaft.
  27. Überblick über die Blindtest-Serie und deren Rezeption auf der Homepage von Claudia Fritz. Filmische Dokumentation auf YouTube: Kurzfassung (5:44 Min.), Langfassung (28:28 Min.).
  28. Claudia Fritz et al.: Soloist evaluations of six Old Italian and six new violins Proceedings of the National Academy of Sciences 111, 2014, S. 7224–7229.
  29. Instrumenten-Legende im Blindtest: Violinisten entscheiden sich gegen Stradivari n-tv.de, 7. April 2014.
  30. Das Märchen vom legendären Klang der Stradivari spiegel.de, 9. Mai 2017 (mit Link zur Originalpublikation).
  31. Vgl. Helga Rietz: Entmystifizierung mit dem Holzhammer nzz.ch, 12. Mai 2017.
  32. Herbert K. Goodkind: Violin Iconography of Antonio Stradivari. 1972, ISBN 0-9600498-1-9.
  33. a b c d e Instruments on exhibition Museo del Violino, Cremona (englisch, Detailinformationen per Klick abrufbar)
  34. Angaben zur ex Oistrach von 1671 auf cozio.com (archivierte Webseite)
  35. a b c d e f Ausstellung im National Museum of American History (bis 2012) mit fünf Stradivari-Instrumenten: „Axelrod-Quartett“ und das Cello „Servais“.
  36. a b c d e f g h i j k l m n o p q r Nippon Music Foundation: Instruments, nmf.or.jp, abgerufen am 11. Januar 2018
  37. a b c d e f g The Stradivari Society: Instrument Collection
  38. Tarisio Auctions – Antonio Stradivari, Cremona, 1683, the 'Martinelli, Gingold' tarisio.com
  39. 1683 – Violin "Martinelli-Gingold" Archivio della Liuteria Cremonese
  40. International Violin Competition of Indianapolis: Quadrennial Competition, Laureates
  41. Antonio Stradivari, Cremona, 1683, the 'de Ahna, Amatise' tarisio.com
  42. a b c Cuarteto Palatino o Cuarteto Decorado patrimonionacional.es
  43. a b c d Stradivaris im Königlichen Palast in Madrid Datenbankabfrage bei Cozio.com, Stand 2008 (archivierte Webseite)
  44. a b c d e f g Stradivaris im Royal Academy of Music Museum: die fünf Violinen Rutson (1694), Kustendyke (1699), Viotti ex-Bruce (1709), Maurin (1718), Habeneck (ca. 1734), die Bratsche Archinto (1696), das Cello Marquis de Corberon (1726).
  45. Straordinari Stradivari Il Giornale dell’Arte, Februar 2011 (italienisch)
  46. a b c d e f g h Die Sammlung historischer Streichinstrumente der Oesterreichischen Nationalbank oenb.at, Stand 2013 (Flipbook)
  47. Angaben zur Lady Tennant christies.com
  48. a b c Stradivari-Violinen in der Library of Congress: Castelbarco (1699), Ward (1700), Betts (1704), Details per Klick abrufbar
  49. Website von Linus Roth
  50. Instrumente des Deutschen Musikinstrumentenfonds, siehe Violine von Antonius Stradivari, Cremona 1703.
  51. Nachbau einer Stradivari orf.at, 28. November 2011.
  52. Zur Provenienz der Liebig siehe Homepage von Julian Rachlin
  53. Antonio Stradivari, Cremona, 1705, the 'Marsick' tarisio.com
  54. Janine Jansen receives 1707 Stradivarius violin on ten-year loan The Strad, 22. September 2016
  55. Angaben zur „Hammer“ christies.com
  56. Antonio Stradivari, Cremona, 1707, the ‘Castelbarco’ tarisio.com
  57. Laut Artikel im Independent vom 8. März 2013 war die Regent seit 2000 und bis dahin noch an Tasmin Little verliehen, siehe Ende des Artikels. In einem Artikel vom 16. Juli 2014 heißt es, Little habe die Regent vor kurzem zurückgeben müssen.
  58. schick-magazin.com: Friday Nights with Yury Revich
  59. Antonio Stradivari, Cremona, 1709, the 'King Maximilian, Unico' tarisio.com
  60. Axel Springer Stiftung (Hrsg.): Eine Stiftung im Dienste von Aussöhnung, Freiheit und Einheit – Zur Geschichte der Axel Springer Stiftung. Broschüre, veröffentlicht am 2. Mai 2012 in Berlin aus Anlass des 100. Geburtstags des Stifters.
  61. The 1709 King Maximilian Unico auf lostfiddle.blogspot.de, 24. Mai 2011 (archivierte Webseite)
  62. Tony Faber: Stradivari's Genius: Five Violins, One Cello, and Three Centuries of Enduring Perfection. Random House Publishing Group, 2012.
  63. Violin by Antonio Stradivari, 1709 ex “Viotti-Marie Hall” Digital Violin Archive Project, Chi Mei Museum
  64. Antonio Stradivari, Cremona, 1710, the 'Dancla, Milstein' tarisio.com
  65. a b c d e f Stradivari-Stiftung Habisreutinger: Instrumente stradivarius-stiftung.ch
  66. Stargeiger trennt sich von „Lady Inchiquin“ – Frank Peter Zimmermann gibt millionenteure Stradivari zurück. Kölner Stadtanzeiger, 21. Februar 2015.
  67. Geiger Frank Peter Zimmermann erhält Stradivari zurück musik-heute.de, 4. Juli 2016
  68. Frank Peter Zimmermann KünstlerSekretariat am Gasteig, Stand 2018.
  69. ‘Priceless’ Stradivarius violin stolen in armed robbery in Milwaukee Milwaukee Journal Sentinel, 28. Januar 2014
  70. Stolen Stradivarius Found By Milwaukee Police NPR, 6. Februar 2014
  71. Antonio Stradivari, Cremona, 1715, the 'Marsick' tarisio.com
  72. Beschreibung der Busch bongartz-auktionen.de
  73. Adolf Busch: Biography contraclassics.com
  74. David Garrett: Über mich
  75. Arjan Versteeg: Blood Brothers, in: The Strad, März 2011, S. 42–44 (PDF)
  76. a b Messiah violin, by Stradivari: Like the Messiah, worth waiting for ashmolean.org. Angaben zur Provenienz nach tarisio.com.
  77. 1717 Windsor-Weinstein Stradivari violin instrumentbank.canadacouncil.ca
  78. Homepage von Nicola Benedetti
  79. Antonio Stradivari, Cremona, 1718, the 'San Lorenzo' tarisio.com
  80. Homepage von Benjamin Schmid
  81. Violine 'Antonius Stradivarius ... 1719' in der Lost Art-Datenbank des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste
  82. Website von Klaidi Sahatçi
  83. a b Angaben zur Tartini bei Archivio della Liuteria Cremonese
  84. Angaben zur Tartini bei Jost Thöne
  85. Homepage von Jeanne Christée
  86. Gestohlene Stradivari ist wieder da haz.de, 9. September 2009
  87. Star violinist performs with a thank you to cabbies Video auf YouTube (1:55 Min.).
  88. Antonio Stradivari, Cremona, 1724, the 'Sarasate' tarisio.com
  89. Violon dit le "Sarasate" Musée de la musique, Paris
  90. Rainer Honeck wienerphilharmoniker.at
  91. Antonio Stradivari 1727 VL Barrère Jost Thöne Verlag
  92. Rosanne Philippens: Biography (Memento des Originals vom 21. Januar 2018 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rosannephilippens.com rosannephilippens.com
  93. FBI Top Ten Art Crimes fbi.gov
  94. Frank Peter Zimmermann und seine neue "Stimme" br-klassik.de, 21. Januar 2016
  95. Vorstellung der Kreutzer Stradivarius im Video christies.com (englisch, 2:31 Min.)
  96. Johanna Ensbacher: Antonio Stradivaris Violine “Ex Benvenuti, Ex Halphen”. Eine Dokumentation der Geschichte und der akustischen Eigenschaften des Instruments. Diplomarbeit, Wien 2009 (PDF).
  97. Eckhard Seifert wienerphilharmoniker.at
  98. Homepage von Kolja Blacher
  99. Antonio Stradivari, Cremona, 1732, the 'Rieu' tarisio.com
  100. Möglicherweise ist der Hersteller dieser Violine nicht eindeutig feststellbar. In der Instrumenten-Datenbank bei tarisio.com findet sich der Name André Rieu nur im Zusammenhang mit der Stradivari Rieu aus dem Jahr 1732.
  101. ‘I sold more records so I could afford a castle’ Bericht über André Rieu in der Daily Mail, 29. November 2014.
  102. Antonio Stradivari, Cremona, 1733, the 'Prince Khevenhüller, Menuhin' tarisio.com
  103. Gestohlene Stradivari nach 35 Jahren in den USA wieder aufgetaucht Zeit online, 6. August 2015
  104. Violin "Baron Feilitzsch – Heermann" Archivio della Liuteria Cremonese
  105. Antonio Stradivari, Cremona, 1734, the 'Hercules, Ysaye, Szeryng, Kinor David, Semel' tarisio.com
  106. Violin "Lamoureux-Zimbalist" Archivio della Liuteria Cremonese
  107. Carla Shapreau: Lost and found: stolen instruments tarisio.com, 8. September 2015
  108. Steuervorteil Stradivari sueddeutsche.de, 9. Oktober 2012
  109. Viola by Antonio Stradivari, Cremona, 1690, "Tuscan-Medici" Library of Congress
  110. Seltene Stradivari-Bratsche kommt unter den Hammer. faz.net, 28. März 2014, abgerufen am 9. April 2014
  111. Angaben auf der Seite des Auktionshauses Sotheby’s, abgerufen am 28. März 2014
  112. Das teuerste Instrument der Welt? faz.net, 20. April 2014.
  113. John Dilworth: Stradivari’s violas, Part 2 tarisio.com, 17. September 2014
  114. Tête de viole (Kopf einer Viola) von Antonio Stradivari im Musée de la musique, Paris
  115. Viola by Antonio Stradivari, Cremona, 1727, "Cassavetti" Library of Congress
  116. Florian Leonard (Homepage), zitiert von der Musikjournalistin Helen Wallace in einem Blog-Artikel über das Barjansky-Cello, 5. März 2015.
  117. Stolen 320-year old Stradivarius found nbcnews.com, 19. Mai 2004
  118. Stradivari für 3,5 Millionen endete fast in der Mülltonne faz.net, 19. Mai 2004
  119. René Morel Nachruf in The Telegraph 18. November 2011, mit einer Fotografie des Marylebone-Cellos. Der Vergleich mit dem Cello aus dem Cuarteto Real (siehe Abbildung) zeigt, dass Axelrod die Verzierungen an den Zargen kopieren ließ, nicht aber die Verzierung am Rand der Decke.
  120. Cello Antonio Stradivari, Cremona, 1688, the 'Cazenove, Marylebone' tarisio.com
  121. Angaben zum Barjansky Jost Thöne Verlag
  122. Cello Antonio Stradivari, Cremona, 1693, the 'Gendron, Lord Speyer' tarisio.com
  123. Von Stradivari zu Tononi Bericht in der Schaumburger Zeitung über die Celli von Maria Kliegel, 24. Dezember 2014
  124. Antonio Stradivari, Cremona, 1697, the 'Castelbarco' tarisio.com
  125. Violoncello by Antonio Stradivari, Cremona, 1699, "Castelbarco" Library of Congress
  126. Webseite zur Geschichte des Violoncellos
  127. Montreal musician lent famous 'Stradivari' cello CTV News, 24. Januar 2012
  128. Website von Stéphane Tétreault
  129. Cello Antonio Stradivari, Cremona, 1711, the 'Duport' tarisio.com
  130. Artikel in der New York Sun, 11. August 2008, zu den damaligen Eigentumsverhältnissen siehe unten den Korrekturvermerk vom 10. September 2008.
  131. Carolin Pirich: Stradivaris Cello: Oh, Mara! zeit.de, 7. Mai 2015
  132. Pochette – Antonio Stradivari Musée de la musique, Paris (französischer Text, mit Bild und Hörbeispiel)
  133. Jonathan Graham: Hear the World's Only Remaining Playable Stradivarius Guitar in Action guitarplayer.com, 8. November 2017.
    In einem eingebundenen Video (2:41 Min.) spielt Rolf Lislevand auf der Sabionari eine Tarantella von Santiago de Murcia.
  134. Guitar, 1688, Antonio Stradivari Ashmolean Museum, Oxford
  135. The Rawlins Stradivari Guitar, 1700 National Music Museum
  136. Guitare, Antonio Stradivari Musée de la musique, Paris
  137. The Cutler-Challen Choral Mandolino by Stradivari, 1680 National Music Museum
  138. Mandolino Coristo classicfm.com
  139. Ausstellung der Mandolino coristo im Museo del Violino, Cremona (2018): Einladung zur Vorstellung des Instruments, Ausstellung in Saal 9, Bericht des Fernsehsenders Cremona1 (YouTube, 2:20 Min.).
  140. Ausstellung der friends of Stradivari in Saal 9 Museo del Violino, Cremona (englisch)
  141. Zum Museo del Violino siehe auch die Broschüre in Deutsch (PDF).
  142. Stradivari-Instrumente im Musée de la musique in Paris: Violine Tua, Violine Davidoff, Violine Sarasate, Violine (Baujahr um 1692), Gitarre, Pochette (französischer Text).
  143. Stradivari Violins on Display in Moscow Museum epochtimes.de, 25. November 2010.
  144. The State Collection of Unique Musical Instruments of the Russian Federation Today Glinka National Museum Consortium of Musical Culture
  145. In Moscow opens the exhibition «the Myth of Stradivari» chelorg.com, 30. November 2017.
  146. Stradivari-Instrumente in der Sammlung der Library of Congress: drei Violinen sowie zwei Bratschen und ein Cello
  147. The Coolidge and Whittall Legacies Library of Congress, 29. Mai 2007.
  148. Artikel über die Stradivaris in Washington washingtonpost.com, 21. Oktober 2011 (englisch)
  149. Instrumente von Antonio Stradivari im Metropolitan Museum of Art (Datenbankabfrage).
  150. Antonio Stradivari: Band I–IV und Band V–VIII Jost Thöne Verlag