1,5-Grad-Ziel

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Unter dem 1,5-Grad-Ziel versteht man das Ziel, den menschengemachten globalen Temperaturanstieg durch den Treibhauseffekt auf unter 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Nach einem Sonderbericht des Weltklimarates vom 8. Oktober 2018 hat das 1,5-Grad-Ziel gegenüber dem 2-Grad-Ziel deutliche Vorteile.

Erreichbarkeit

In einer Studie vom 31. Juli 2017 wurden die Chancen für das erreichen des 1,5-Grad-Ziels als tief eingestuft. Damals ging man davon aus, dass bei einem sofortigen Stopp von Treibhausgasemissionen die Temperatur um mindestens 1,1 Grad Celsius gegenüber der vorindustriellen Zeit steigen würde. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 13 % sogar über das 1,5-Grad-Ziel hinaus. Eine andere Studie aus der gleichen Zeit geht nicht davon aus, dass die Menschheit den Klimawandel auf 2 Grad begrenzen kann. Die Studie ging davon aus, dass das 1,5-Grad-Ziel mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa einem Prozent erreicht werden kann.[1]

Der am 8. Oktober 2018 veröffentlichte Sonderbericht zur globalen Erwärmung von 1,5 Grad des IPCC geht allerdings wieder davon aus, dass das 1,5-Grad-Ziel noch erreichbar ist. Dazu müssten die Treibhausgasemissionen noch lange vor dem Jahr 2030 deutlich zu sinken beginnen. Ab etwa dem Jahr 2050 müsste der Ausstoß dann auf Null gesenkt sein. [2] Um die Emissionen in dieser relativ kurzen Zeit zu senken, braucht es eine Abkehr von fossiler Energie. Um dies zu ermöglichen, müssen Investitionen in erneuerbare Energien getätigt werden. Auch das Abscheiden und Speichern von Treibhausgasen müssten genutzt werden, um die Erwärmung zu bremsen. Eine Möglichkeit dies auf natürliche Weise zu tun ist das Aufforsten von Wäldern.[3] Um das sehr stringente 1,5-Grad-Ziel möglich zu machen, müssen die Emissionen von treibhausgasintensiven Infrastrukturen schnell reduziert werden. Dies gilt insbesondere für Kohlekraftwerke ohne CO2-Abscheidung und -Speicherung.[4]

Vorteile

Das 1,5-Grad-Ziel hat gegenüber dem 2-Grad-Ziel wichtige Vorteile.

  1. Weniger starke Zunahme der Durchschnittstemperaturen, Hitzeextremen, Niederschlagsdefizite und Dürren.
  2. Ein schwächerer und langsamerer Meeresspiegelanstieg. Der Meeresspiegel würde bei erreichen des 1,5-Grad-Ziels um 0,1 Meter weniger ansteigen als beim Erreichen des 2-Grad-Ziels.
  3. Weniger Artenverlust und Verlust der Biodiversität an Land. Weniger Schädigung der Süßwasser- und Küstenökosystemen.
  4. Eine schwächere Erwärmung der Ozeane und damit verbunden ein weniger großer Verlust an Biodiversität im Meer.
  5. Weniger große Risiken für die Gesundheit, Existenzgrundlage, Nahrungsmittel- und Wasserversorgung und für das Wirtschaftswachstum.
  6. Es sind weniger Anpassungen an das neue Klima nötig.[2]

Einzelnachweise

  1. Marlene Weiß: Das 1,5-Grad-Ziel kann man vergessen. In: sueddeutsche.de. 1. August 2017, ISSN 0174-4917 (sueddeutsche.de [abgerufen am 9. Oktober 2018]).
  2. a b IPCC: IPCC-Sonderbericht über 1,5 °C globale Erwärmung. 8. Oktober 2018, abgerufen am 9. Oktober 2018.
  3. Wie sich das 1,5-Grad-Ziel erreichen lässt - science.ORF.at. In: science.ORF.at. 5. März 2018 (orf.at [abgerufen am 9. Oktober 2018]).
  4. Joeri Rogelji et al.: Chapter 2: Mitigation pathways compatible with 1.5°C in the context of sustainable 3 development. in: Global Warming of 1.5 °C. An IPCC special report on the impacts of global warming of 1.5 °C above pre-industrial levels and related global greenhouse gas emission pathways, in the context of strengthening the global response to the threat of climate change, sustainable development, and efforts to eradicate poverty. Genf 2018.